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Von der Rebe, Wein- und Rebstock. Gleichungen












Thora.

Zitat:
10Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis daß der Held komme; und demselben werden die Völker anhangen.

11Er wird sein Füllen an den Weinstock binden
und seiner Eselin Sohn an die edle Rebe.
Er wird sein Kleid in Wein waschen
und seinen Mantel im Weinbeerblut.

12Seine Augen sind trübe vom Wein und seine Zähne weiß von Milch
.

[Luther-Bibel 1912: Das erste Buch Mose (Genesis). Die Luther-Bibel, S. 5387 (vgl. Gen 49, 9-12)]
Bibel


Zitat:
1Ich bin der rechte Weinstock, und mein Vater der Weingärtner.
2Eine jeglich Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jegliche, die da Frucht bringt, wird er reinigen, daß sie mehr Frucht bringe.
3Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.
4Bleibet in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir.
5Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
6Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und müssen brennen.


[Luther-Bibel 1912: Das Johannesevangelium. Die Luther-Bibel, S. 8863 (vgl. Joh 15, 1-6)]
Marc Aurel, Selbstbetrachtungen

Zitat:
Mancher, der einem andern Dienste erwiesen hat, ist sogleich bei der Hand, sie ihm die Rechnung zu stellen.

Ein anderer ist zwar dazu nicht ohne weiteres bereit,
sieht aber sonst in jenem seinen Schuldner und merkt sich genau, was er geleistet hat.

Ein dritter aber weiss sozusagen nicht einmal, was er geleistet hat;
er gleicht dem Weinstock, der Trauben trägt und weiter nichts will,
wenn er einmal eine Frucht getragen hat.


Wie ein rennendes Pferd,
ein Hund auf der Jagd
und eine Biene, die Honig bereitet
: So sei der Mensch, der Gutes erwiesen :

Er posaunt nicht aus, was er getan
sondern schreitet weiter zu anderem Wohltun,
dem Weinstock gleich, der neu sich berankt, um zu seiner Zeit wieder Trauben zu tragen.

Man muss allso zu denen gehören, die dergleichen ohne Überlegung tun?

Gewiss.

Aber, man muss doch wissen, was man tut?
Denn einem geselligen Wesen ist es doch,
wie es heisst, eigentümlich zu wissen,
dass es für das Ganze wirke und,
bei Gott, auch zu wollen, dass sein Mitmensch das merke!

Zugegeben!

Doch verstehst du mich nicht recht und wirst darum zu denen gehören,
derer ich vorhin gedacht habe;
denn sie lassen sich durch eine Scheinwahrheit irreleiten;
wenn du aber den wahren Sinn des Gesagten erfassen willst,
so fürchte nicht, darüber eine gemeinnützige Tat zu unterlassen.


Gruss
Nasruddin
...ich sollte mal Marc Aurel lesen....
nasruddin, da hast du ja mit den Selbstbetrachtungen einen völligen 'Stilbruch' drin.

Alanna, so bekannt die Selbstbetrachtungen sind und so schön, inhaltlich sind sie kaum innovativ, ganz klassische Stoa. Trotzdem ganz sicher Lesenswert und eine sehr interessante stoische Rezeption. Senecas Werke sind allerdings rhetorischer.
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