Haustiere


Bin neu hier im Forum, lese aber schon seit einiger Zeit die Beiträge. Vor einem Monat ist die Mutter meines Freundes gestorben und ich hab mich wiedermal ein bisschen intensiver mit dem Tod beschäftigt.
Heute hab ich meine geliebte Katze Luna einschläfern müssen und es scheint, als hat mir das das Herz gebrochen. Ich werde nie die Einzelheiten vergessen - ihre Wärme noch nach dem Tod und ihr Muskelzucken. Meine Gedanken drehen sich wie wild darum. Bin ich ein Mörder??
Sie hatte einen großen Tumor, der sie auch schon sehr behindert hat in alltäglichen Dingen. Sie fraß nichts mehr. Trotzdem denke ich mir, sie hat sich wohl beim Tierarzt gefragt "was tust Du mir an?" "warum beschützt Du mich nicht?"
Ich frage mich, wo sie jetzt ist. Ihr Körper hat ein schönes Grab bekommen, aber ist auch die Seele meiner Luna dort, wo sie es verdient hätte?

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Tod von so lieben Hausgenossen? Werd ich jemals wieder was essen können?

pooma
Friede!

Ich hab nicht viele haustiere gehabt, ich erinnere mich auch nicht wirklich an diese, aber ich glaube dass deine entscheidung richtig war. Denn deine Katze leidete ja offenbar. Sie hatte doch schmerzen! Und da sie ja nichts mehr ass, wäre sie wohl früher oder später gestorben. So hast du ihre leiden verkürzt. Ich glaube dass sie wusste, dass ihre leiden jetzt vorbei sind beim tierarzt.

Ich glaube dass deine Katze in einen der Himmel ist und dort glücklich Mäuse jagt!!! Denn Tiere haben auch eine Seele, mit ihnen wird auch gericht abgehalten werden am jüngsten Tag, aber welche art gericht dass sein soll, ist mir nicht bekannt...

Ich wünsche deinem Herzen ruhe!
_________________
Selbst eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.

-Laotse-
Hallo Pooma,
du hast deine Katze einschläfern lassen und fragst am gleichen Tag, ob du jemals wieder essen kannst? Da wirst du ja wohl nicht soviele Mahlzeiten ausgelassen haben.
Eine Katze lebt immer im Jetzt und hat keine Erinnerung. Sie hat beim Tierarzt sicher etwas anderes von dir erwartet.
Ich habe meinen ersten Hund auch zum Tierarzt gebracht und einschläfern lassen. Das war mir eine Lehre und ich werde es nie wieder tun. Das ist Verantwortung abgeben. Ein Tier sollte da sterben dürfen wo es gelebt hat. Und nicht auf einer Metallplatte in einem gefliesten Raum.
Es tut mir leid, aber das ist meine Meinung.
Wann ist der Zeitpunkt für ein Haustier da?
Wenn der Tierarzt sagt, die Operation kostet €100? Oder €200?
Oder der Tumor ist sichtbar? Wann entscheidet man über dieses Leben?
Ich glaube nicht, dass eine Katze vor dem Tod Angst hat.
Oder das sie weis, dass sie durch die Krankheit sterben wird.
Aber was sagt ihr ihr Instinkt beim Tierarzt?
Liebe Pooma,

ich denke Du hast genau richtig gehandelt. Unter diesen Umständen
Zitat:
Sie hatte einen großen Tumor, der sie auch schon sehr behindert hat in alltäglichen Dingen. Sie fraß nichts mehr.
ist eine andere Lösung wenig vernünftig.
Ein Bruder von mir hatte ein ähliches Problem. Sein Hund war von irgendjemand mit
einem Luftgewehr angeschossen worden, das Geschoß steckte an einer lebenswichtigen
Nervenbahn und war nicht operierbar. Der Hund schleppte sich nur mehr herum und
hatte heftige Schmerzen. Was hätte er tun sollen - ihn weiter leiden lassen? Ihn zu
Hause selbst umbringen? Natürlich ist jeder Besuch beim Tierarzt für ein Tier schrecklich -
aber man muss abwägen können und das kleinste Übel wählen - das Tier kann's nicht...

Mitfühlend
Danke für alle Kommentare!

Tatsächlich habe ich nicht die Verantwortung abgeschoben, ich konnte sie nur einfach nicht selbst erlösen. Dazu fehlt mir die Befähigung. Der Zeitpunkt war übrigens nicht wegen der Kostenfrage so gewählt. Ich hätte alles mir mögliche bezahlt, um sie operieren zu lassen. Das war nicht möglich. Der Tumor metastasiert erfahrungsgemäß in die Lunge und dann ersticken die Tiere qualvoll. Also schien mir der Zeitpunkt, zu dem sie ohnehin schon Kot und Harn verloren hatte, der geeignetere.

ad Cethegus: das mit der Metallplatte und dem Raum sehe ich genauso. Ich habe vorher mit dem Arzt telefoniert und er meinte, vielleicht könne man noch etwas machen und ich solle deshalb vorbeikommen... leider

Und essen kann ich tatsächlich nichts...
Hallo..

Gott ich kann Dir garnicht sagen wie ich mit Dir fühle!
Heut Nacht vor einem Jahr ist auc meine geliebte Katze mit 16 Jahren gestorben, sie ist in meinen Armen eingeschlafen,aber erst wo sie so richtig gemerkt hat das ich Abschied von ihr genommen habe..

Ich habe die ganze Nacht geweint und konnte keine Minute schlafen.
Ich war in diesen Momenten glaub ich noch niemals so froh das ich einen Mann an meiner seite hatte,der versucht hat mir zur seite zu stehen.

Nach einer Höllennacht und langem Überlegen war mir klar es muss sofort ein neues Kätzchen her!!!

Ich bin am abend mit meinem Freund losgefahren und habe mir 2 Mitzis angeschaut..
An einem Bauernhof bin ich schließlich fündig geworden,es wae Liebe auf den ersten Blick..
Ich hatte wohlgemerkt noch 2 Katzen, und meine geliebte Englisch posten bitte-Retriver Hündin( die auch diese Katze die ganze nacht wie eine Wahnsinnige im Haus gesucht hat)!

Ich habe die Mitzi dann also mitgenommen.
Sie war eine ganz tolle Halbangorakatze mit schwarzen Strümpfen un weißem Fell.. Rinfach ein kleiner Engel..

Genau ein Monat später stand sie morgens mauzend vor meiner Tür..
Ich war noch sehr verschlafen und öffnete ihr die Tür..

Ich war noch müde und versuchte nochmal zu schlafen, ich drehte mich um weil ich ein komisches Geräusch hörte.
Ich sah wie die kleine "Lucy" gegen die Wand sprang, sie blutete aus der Nase aus dem Mund und aus den Ohren..
Ich schrie ganz fürchterlich und mein Hund der neben mir lag wusste garnicht wie ihr geschieht.
Durch das Schreien ist mein kleiner Bruder aufgewacht.
Wir sind dann beide mit Schlafanzug zum Tierarzt gefahren..
Doch leider stab mein kleiner Engal auf der fahrt dorthin..
Sie war genau 3 Monate alt und hatte ihr ganzes Leben noch vor sich!
Ich war total am Ende, und wieder ging alles von vorne los..
Trauer; Tränen, Verzweiflung...

Ich kümmerte mich wieder darum ein neues Kätzchen zu finden.
Jetz habe ich 4 Mitzen und meinen Wauzi..
Der kleinste Kater Felix und mein Hund sind beste Freunde..Und meine 2 leider verstorbenen Mitzis liegen nun in einem Grab bei uns im Garten und haben dort ihre letzte Ruhe gefunden..

Sie fehlen mir sehr, aber heute weiß ich das es für beide das beste war weil sie beide Krank waren...

Ich kann Dir nur mit auf den Weg geben das Du Dir so schnell wie möglich eine neues Kätzchen holst.. Sie wird zwar niemals die alte ersetzen, aber jedes Tier hat irgenwelche schönen Seiten...
Und Du wirst es wieder lieben...

Danke fürs Zuhören..

Ich Drück Dich in meinem Herzen und fühle wirklich mit Dir..

Tina
_________________
Die schönsten Augenblicke behalten wir immer farbig und glücklich in unserem Herzen
Ab welchem "Krankheitsgrad" man sein Tier einschläfern lässt, entscheidet jeder selber. Das Problem ist schließlich, dass das Tier selber es nicht sagen kann, wann es gerne nicht mehr leben würde. Und hier, finde ich, besteht die Ungerechtigkeit im Gegensatz zu Menschen.
Ein Mensch wird auf Gedeih und Verderben am Leben gehalten, ein Tier wird bevormundet, "es quält sich ja nur noch". Anders geht es ja leider nicht, aber ich finde es schrecklich, wie schnell manche Menschen, diesen Satz hervorbringen, wenn Sie merken, dass es manchmal mit großen Kosten und Mühen verbunden ist, das "geliebte" Wesen am Leben zu erhalten, obwohl noch Hoffnung besteht. Sicher, manchmal ist es unumgänglich, aber WANN?
Ich kann leider weder positiv noch negativ bewerten, ob du das Richtige getan hast. Es lag in deiner Hand und du hast das, für dich Richtige getan. Ändern kann man es nicht aber ich finde es manchmal einfach nur so ungerecht, dass das Leben unserer Tiere in unseren Händen liegt...
Vielleicht machst du dir aus diesem Grund Vorwürfe...bei mir war es jedenfalls so.