|
|
|
Wahrsagerei
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wahrsagerei bezeichnet allgemein die vermeintliche Fähigkeit, die Zukunft vorherzusehen. Die Wahrsagekunst bezeichnet man auch als Mantik.
Im Laufe der Zeit haben sich verschiedenste Methoden entwickelt, die Zukunft vorherzusehen. Von wissenschaftlichem Gesichtspunkt aus darf die Wahrsagerei als unzulänglich bzw. Aberglaube gelten, da keine Methode wirklich funktioniert. Dies wird für das Jahr 2003 zum Beispiel durch die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. anhand von Vorhersagen "prominenter" Wahrsager bewiesen [1]. Um sicherzustellen, dass eine Vorhersage zutrifft, bedienen sich Wahrsager oft dem cold reading sowie dem sogenannten Barnum-Effekt.
Schon in früher Zeit entwickelten sich mehrere sehr beliebte Methoden:
die Deutung des Vogelfluges (s. Augur)
die Astrologie
das Bleigießen
das Werfen kleiner Objekte, z.B. von Knochensplittern, und Deutung der Muster
das Deuten der Eingeweidestruktur von Opfertieren (s. Haruspex)
Flug bestimmter Vögel (Vogelschwärme) (Auspizien)
Körnerfressen von (heiligen) Hühnern
Verhalten und Bewegungen von Tieren
Feuer (z. B. Rauchform, schnelles glühen, ...)
die Palmblattbibliotheken in Indien
das Lesen von Kokablättern in Peru, Bolivien und anderen lateinamerikanischen Ländern
Später kam noch z.B. das Handlesen, Kartenlesen (vgl. Tarot), die Kaffeesatzleserei und Kristallomantie hinzu. Weitere historische Formen sind die:
Stichomantie - Weissagung aus der Form von beliebigen Texten,
Hydromantie - Weissagung aus der Form von Wasser
Nekromantie - Weissagung durch Kontakt mit den Toten
Myomantik - Weissagung aus den Lauten von Mäusen
Kromniomantik - Weissagung aus der Form von Zwiebelsprossen
Aeoromantik - Weissagung aus der Form von Wolken
Xylomantik - Weissagung aus der Form von Zweigen.
Im Buch „The Concise Lexicon of the Occult” ( ISBN 0806511915 ) sind insgesamt 93 verschiedene Methoden der Weissagung aufgeführt.
|
|
|