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Christliche Theologie
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Christliche Theologie ist die Theologie, die sich auf Jesus Christus als das Wort Gottes (logos theoi) zurückführt. Sie wird von Christlichen Theologen ausgeübt und ist als wissenschaftliches Fachgebiet traditionell nach den verschiedenen christlichen Konfessionen unterteilt. Die folgende Übersicht stellt eine ökumenische Zusammenschau der christlichen Theologie dar und erläutert dabei auch konfessionelle Unterschiede.
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Teilgebiete
Eine erste Übersicht über die zahlreichen Einzeldisziplinen der Universitätstheologie gibt die Grobgliederung:
I. Biblische Theologie,
II. Historische Theologie,
III. Systematische Theologie,
IV. Praktische Theologie.
Die Abgrenzung der vier Hauptbereiche und die Zuteilung der Einzeldisziplinen kann sich jedoch je nach Konfession unterscheiden.
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Biblische Theologie
Ausgangspunkt allen Redens von Gott ist für Christen aller Konfessionen die Bibel. So beschäftigt sich ein Großteil der universitären theologischen Forschung und Lehre mit biblischen Schriften.
Biblische Exegese nennt man die Übersetzung, Untersuchung und Interpretation von Bibeltexten mit Hilfe bestimmter exegetischer Methoden.
Hermeneutik ist allgemein eine wissenschaftliche Reflexion über Bedingung und Möglichkeit des Verstehens: hier von biblischen Texten, speziell als Reflexion über die Methodik der Exegese.
Einleitungswissenschaft ist der Teil der Bibelforschung, der ihre Entstehung (Autoren, Traditionen, Ort, Zeit, Umstände) aufzuhellen versucht, um so das nötige Hintergrundwissen für die Exegese bereit zu stellen.
Die Exegese teilt sich traditionell in die beiden Hauptteile der Bibel, das Alte und das Neue Testament. Zu beiden Fächern gibt es die Teilgebiete Einleitung, Geschichte, Theologie und Ethik. Die genaue Abgrenzung ist oft nicht möglich, da die Entstehung der Bibel nur aus der Geschichte Israels heraus verständlich wird, ebenso wie Theologie und Ethik, die sich nicht trennen lassen.
Altes Testament:
Einleitung in das Alte Testament
Geschichte Israels
Theologie des Alten Testaments
Ethik des Alten Testaments
Neues Testament
Einleitung in das Neue Testament
Geschichte des Urchristentums
Theologie des Neuen Testaments
Ethik des Neuen Testaments.
Der Zusammenhang beider "Testamente" wird vor allem in der reformatorischen Theologie vielfach ebenfalls unter dem Namen "Biblische Theologie" verhandelt. Dazu zählt auch die Judaistik für die Zeit "zwischen" den Testamenten, die früher eher als Randgebiet betrachtet und in ihrer Bedeutung für die Bibelexegese unterschätzt wurde.
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Historische Theologie
Dieser Oberbegriff umfasst in der Regel die Kirchen- und Dogmengeschichte. Er wird heute oft als Sammelbegriff gegenüber dem früheren Teilgebiet "Kirchengeschichte" bevorzugt, bezeichnet aber kein eigenes Fachgebiet. Er ist ein disziplinübergreifender Zweig, in dem historisch arbeitende Theologiesparten behandelt werden.
Siehe besonders:
Historische Theologie
Christentumsgeschichte
Kirchengeschichte
Religionsgeschichte
Dogmengeschichte (auch Theologiegeschichte)
Geschichte der Ökumene
Ebene Historische Entwicklung im Artikel Christentum
Chronologie der christlichen Kirchen, Konfessionen und Sondergruppen
Zeittafel zur Geschichte der Täufer
Zeittafel zur Geschichte der Baptisten
Zeittafel Geschichte des Christentums
Konfessionelle Unterschiede können sich in der unterschiedlichen Epochengliederung bzw. unterschiedlichen Gewichtung einzelner Epochen zeigen.
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Systematische Theologie
Fundamentaltheologie ist in der traditionellen katholischen Lehre der "Vorbau" zur eigentlichen Offenbarungstheologie, der in der evangelischen Theologie oft Apologetik genannt wird. Dies war zugleich eine historische Epoche der Theologie (2. und 3. Jahrhundert) mit besonderem Schwerpunkt auf der Verteidigung und Erläuterung der christlichen Glaubensinhalte gegenüber Kritikern. Das Verhältnis zwischen allgemeiner (eventuell auch Kritikern zugänglicher) und spezieller Gotteserkenntnis ist zwischen den Konfessionen, aber auch innerhalb der Universitätstheologie einer Konfession heftig umstritten.
Dogmatik reflektiert über die Lehrsätze des christlichen Glaubens, die traditionell in sieben Topoi geteilt wurden: Schöpfung, Fall, Christus, Geist, Kirche, Heil, Erlösung. Reihenfolge und Stellenwert dieser Topoi können differieren.
Christologie ist die Reflexion und Auslegung der Person Jesus Christus.
Pneumatologie ist die Lehre vom und Reflexion über den Heiligen Geist.
Eschatologie ist die Reflexion über die Zukunft der Welt und des Glaubens, früher oft verkürzt zum Thema der "letzten Dinge".
Soteriologie ist die Reflexion über das Heil, das mit der Person Jesus Christus verbunden ist.
Ekklesiologie ist die Reflexion über Wesen und Wirklichkeit der Kirche im Licht ihrer theologischen Bestimmung.
Ethik (evangelisch) oder Moraltheologie (katholisch) reflektiert über die Normen, Richtlinien und Prinzipien christlicher Lebensgestaltung.
Religionsphilosophie (eher katholisch) reflektiert über das Verhältnis von Glauben zum Wissen. Die reformatorische Theologie betont hier eher den Gegensatz von Glauben und allgemeiner Religion bzw. Theologie und Philosophie.
Religionswissenschaft erforscht Religiösität und Religionen allgemein. Ob sie eher zur Systematischen oder zur Historischen Theologie gehört, ist je nach Fakultät verschieden. Als eigenes Studienfach kehrt sie die Sichtweise um und betrachtet eher die christliche Theologie als Teilgebiet unter anderen Theologien.
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