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Leben ist Leiden, oder? Oder nicht?












Die vier edlen Wahrheiten sind der Kern der buddhistischen Lehre.

1.Leben ist dukha
Ich habe mit Absicht dukha geschrieben und nicht das Wort "Leiden"
Wem verdanken wir das Wort Leiden? Ich glaube Schopenhauer. Er hat es erstmals so übersetzt.
Dukha bezeichnet eigentlich eine unrund laufende Radnabe.
Stellt euch vor ihrihr zieht einen Karren und der rumpelt ständig. Das heißt Dukha.
Das bedeutet, im Leben geht nie alles glatt.
Murphys Law: "Shit happens"
    aus Wiki:Geburt ist Leiden, Altern ist Leiden, Tod ist Leiden; Kummer, Lamentieren, Schmerz und Verzweiflung sind Leiden. Gesellschaft mit dem Ungeliebten ist Leiden, das Gewünschte nicht zu bekommen ist Leiden. Kurz, die fünf Aneignungen (skt. skandha, p. khandhah) sind Leiden.


2. Dukha hat Ursachen
Als Ursache gelten die drei Geistesgifte, Gier, Hass und Unwissenheit.
Gier heißt "haben wollen", materielles wie imaterielles.
Hass heißt "nicht haben wollen", ablehnen.
Unwissenheit bezeichnet das Nichtwissen über diese Vorgänge.

3. Dukha läßt sich beenden
Dadurch das wir die unter 2 genannten Umstände erkennen und loslassen.

Es gibt einen Weg, der zum Ende von Dukha führt.
Das ist der edle achtfache Pfad:
http://de.wikipedia.org/wiki/Achtfacher_Pfad


So weit in Kürze.
Wer Fragen der Frage.

Alles Liebe,
Ji'un Ken
Hallo,

wie heute Vormittag schon mit PeBu festgestellt ist Leben nicht ausschließlich Leiden. Leben ist mehr.
Ich kann mich damit anfreunden, wenn man sagt Leben ist AUCH Leiden, aber Leben ist AUCH Liebe und Glück, Freude und Lachen...
Meinst Du nicht auch?

Der achtfache Pfad, ich hab das jetzt nur schnell überflogen, weil ich nicht soviel Zeit habe, aber klingt in Etwa so wie die zehn Gebote und für mich etwas nach dem Motto: "Sei perfekt." aber ich bin doch "Mensch" und als solcher KANN ich gar nicht perfekt sein. Und selbst wenn ich auf dem achtfachen Pfad wandle und das schaffe, jederzeit mein Leben lang, werde ich dennoch leiden, denn es wird immer Menschen geben, die mir wehtun.

Liebe Grüße

Light
Das Leben ist dukkha, dass kann man mit Leiden schon übersetzten, insofern man Leiden nicht als den tatsächlichen Schmerz versteht, auch wenn dieser Begriff dieses Leiden mit beinhaltet.

Meiner Meinung nach kann man dieses Begriff auch mit Vergänglichkeit ganz gut übersetzten. Menschen suchen Glück in vergänglichen Dingen, deswegen sie niemals nie für immer, bzw. das Leben lang glücklich sein. Das ist für mich Leiden.

Der achtfache Pfad ist was anderes als die zehn Gebote. Er ist erstmal positiv formuliert, kein du sollst nicht. Es sind empfohlende Verhaltensweisen, die zur Aufhebung des Leidens führen. Niemand (außer du selbst) wird dich dafür richten, wenn du sie nicht befolgst und niemand hält sie dir vor. Man kann keine Gesetze daraus ableiten.

1. Rechte Anschauung, Erkenntnis
2. Rechte Gesinnung, Absicht
3. Rechte Rede
4. Rechtes Handeln
5. Rechter Lebenserwerb
6. Rechtes Streben, Üben
7. Rechte Achtsamkei
8. Rechte Sammlung, Sichversenken
Moin Light,
Zitat:
Ich kann mich damit anfreunden, wenn man sagt Leben ist AUCH Leiden, aber Leben ist AUCH Liebe und Glück, Freude und Lachen...
Meinst Du nicht auch?

Sicher ist das so. Da aber auch diese Dinge vergänglich sind, werden sie als dukha bezeichnet.

Zitat:
Der achtfache Pfad, ich hab das jetzt nur schnell überflogen, weil ich nicht soviel Zeit habe, aber klingt in Etwa so wie die zehn Gebote

Der achtfache Pfad gilt als Leitfaden für dein Handeln.
Wenn du ihm folgst, hast du eine Chance dich ändern, wenn nicht, dann nicht. Jedenfalls nach buddhistischer Sicht
Es ist und bleibt allerdings, wie Leer schon sagt, deine Entscheidung ob du es tust.

Zitat:
.......werde ich dennoch leiden, denn es wird immer Menschen geben, die mir wehtun.

Ja und nein.
Da du immer mehr lernst, die Verantwortung für dein Handeln,Fühlen und Denken zu übernehmen, bist du auch immer mehr in der Lage, zu entscheiden, wie du reagieren willst.
Und Vieles betrifft dich schlicht und ergreifend auch nicht mehr.
Dazu braucht man aber kein Buddhist zu sein. Ich arbeite seit über 20 Jahren mit chronisch kranken Menschen und nicht jeder leidet unter seiner Krankheit. Viele sind deutlich "heiler" als so mancher Gesunder.

Was heißt das nun für mich?
Ich habe gelernt mich zu beobachten ohne mich zu bewerten. Ich habe gelernt, nicht jeder Regung nach zu geben und mich so zu nehmen wie ich bin.
Und dann ist das wie im Kino. Wenn du einen Film hundert mal gesehen hast, gehst du irgendwann nicht mehr hin. Und siehe da, wenn keiner hingeht, wird der Film aus dem Programm genommen.
Und irgendwann wurde es für mich so normal wie Ein- und Ausatmen.
Achtsamkeit, Achtsamkeit, Achtsamkeit.......Annehmen was kommt und Loslassen was geht.
Dazu bedarf es einer intensiven Meditationspraxis und zwar, so meine Meinung, mit einem kompetenten Lehrer.
Ich praktiziere Rinzai Zen, das heißt ich arbeite mit Koan. Da bekommst du von deinem Lehrer Fragen gestellt und musst sie beantworten.
Die wenigsten Koans, eigentlich gar keins, lassen sich durch Nachdenken lösen.
Aber in der Meditation gelingt es und im Dokusan musst du dann deine Antwort präsentieren.
Fast jedes Koan kann und muss ohne Worte gelöst werden.
Der Lehrer will sehen und spüren, dass du die Antwort wirklich erfahren hast.
Und manchmal will er auch eine Erklärung.
Koanarbeit verändert, wenn sie konsequent betrieben wird, dein Denken, fühlen und Handeln. Und sie zieht sich über Jahre hin.
Es gibt kein Ende des Weges.

Alles Liebe,
Ji'un Ken
wenn ich es richtig verstehe bedeutet dukha -vergänglich...
Alles was Leben ist, ist auch vergänglich...
Also ist leiden auch vergänglich...

ein Lebensrad das sich immer dreht, auf einem unebenen Boden, der sich mit der Zeit ebnet....

Sozusagen gibt es auf dem Rad viele Kerben zb Glück,Leid,Trauer,Hass,Liebe,Gier,Macht usw dies alles durchlaufen wir und lernen daraus. Was wir daraus machen und wie wir damit leben entscheiden wir selbst.

oder anders gesagt könnte man auch sagen Leben ist fühlen, den fühlen kann wiederum alles sein wie zb Leiden...

Der achte Pfad ist doch das eigendliche was ein Miteinander Leben erst möglich macht, im umgang mit sich selbst und anderen. Das tragen wir alle in uns, wenn wir mehr auf uns selbst hören,fühlen würden dann würden wir automatisch danach handeln, ich nenns mal das Bauchgefühl.

Leiden wir weil wir selbst uns nicht verstehn oder weil andere sich nicht versthen und wir uns sozusagen gegenseitig Leid zu fügen?

Nur wenn das so wäre, was ist mit denen die bewusst leid verursachen, sie leben ja bewusst auf Kosten anderer. Dann kann man doch noch so viel verstehn,erkennen usw aber das Leid wird einen früher oder später treffen und nicht allem kann man ausweichen...auch wenn man es erkannt,verstanden ja oder losslassen kann.

Hoffe hab jetzt nicht zuvieles wirres geschrieben, waren meine Gedanken während ich eure Beiträge gelesen habe.
Ich schicks mal so ab und denk weiter darüber nach

Liebe Grüsse
Angel06
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion


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