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Liebe Baha'i!
ich würde hier gern eine Diskussion in Gang bringen, wie wir mit der Herausforderung des intellektuellen Atheismus umgehen. Als Ausgangspunkt kann man zum Beispiel die Vorwürfe Richard Dawkins nehmen und einen Bahai-Standpunkt dazu formulieren. Meiner Ansicht nach haben es die Bahai in dieser Hinsicht viel einfacher, weil die Botschaft Baha'ullahs an modernen Fragen und Wissen ausgerichtet ist und so frühere Irrtümer in Christentum und Islam ad acta legt, zum Beispiel die Anthropomorphie Gottes oder die Schöpfungsmythen als dem menschlichen verständnis entsprechend dargestellt.
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Lieber Mutakallim,
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| ich würde hier gern eine Diskussion in Gang bringen, wie wir mit der Herausforderung des intellektuellen Atheismus umgehen. |
Nur um alle Verwirrungen zu beseitigen: Bist du Bahai? Oder möchtest du ein Bahai-Statement zum Thema hören?
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| Als Ausgangspunkt kann man zum Beispiel die Vorwürfe Richard Dawkins nehmen und einen Bahai-Standpunkt dazu formulieren. |
Nun, hier tritt das Problem auf, dass dieser sich hauptsächlich auf evangelikale Fundamentalisten "eingeschossen" hat, selbst schon der Katholizismus nur am Rande vorkommt, die anderen Religionen dann gar nicht mehr.
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| Meiner Ansicht nach haben es die Bahai in dieser Hinsicht viel einfacher, weil die Botschaft Baha'ullahs an modernen Fragen und Wissen ausgerichtet ist und so frühere Irrtümer in Christentum und Islam ad acta legt, zum Beispiel die Anthropomorphie Gottes oder die Schöpfungsmythen als dem menschlichen verständnis entsprechend dargestellt. |
Ja, das stimmt durchaus. Allerdings bezeichnet Bahá'u'lláh die Schöpfungsmythen vorheriger Religionen (z.B. Judentum, Christentum und Islám) nicht als Fehler, sonder lehrt wohl, so interpretiert es der Bahai-Gelehrte Momen, einen Relativismus, welcher die Basis der Metaphysik darstellt. Hier der recht interessante Artikel von Momen:
http://bahai-library.com/articles/relativism.html
Die Kernstelle aus der dieser Relativismus aus den Schriften Bahá'u'lláhs lesbar ist (meiner Meinung nach):
Was deine Bemerkung über den Anbeginn der Schöpfung anbelangt, so ist dies ein Gegenstand, über den die Auffassungen wegen der Verschiedenheiten der Gedanken und Blickpunkte auseinandergehen. Wolltest du behaupten, die Schöpfung habe immer bestanden und werde allzeit weiterbestehen, so wäre dies wahr; würdest du hingegen diejenige Vorstellung vertreten, die in den heiligen Schriften erwähnt ist, so gäbe es daran keinen Zweifel, denn sie ist von Gott, dem Herrn der Welten, offenbart. Er war fürwahr ein verborgener Schatz. Dies ist eine Stufe, die niemals beschrieben werden oder auch nur angedeutet werden kann. Und auf der Stufe des »Ich wünschte, Mich bekannt zu machen« war Gott; Seine Schöpfung bestand immer unter Seinem Schutz, vom Anfang an, der keinen Anfang hat, abgesehen davon, daß ihr ein Vorsein voranging, das nicht als Vorsein betrachtet werden kann und von einer Ursache begründet ist, die selbst für alle Gelehrten unerforschlich bleibt.
Was besteht, bestand zuvor, aber nicht in der Gestalt, in der du es heute wahrnimmst. Die Welt des Seins entstand durch die Wärme, welche die Vermischung zwischen dem Wirkenden und dem Wirkung Empfangenden hervorrief. Beide sind gleich und doch verschieden. So unterrichtete dich die Große Verkündigung über dieses allherrliche Gefüge. Was wirkt und was die Wirkung empfängt, ist fürwahr beides durch das unwiderstehliche Wort Gottes erschaffen, das die Ursache der ganzen Schöpfung ist, während alles außer Seinem Wort erschaffen und bedingt ist. Wahrlich, dein Herr ist der Erklärer, der Allweise.
Wisse ferner, daß das Wort Gottes - gepriesen sei Seine Herrlichkeit - hoch und weit überlegen über allem steht, was die Sinne wahrnehmen können; denn es ist geheiligt über Natur oder Substanz. Es übersteigt die Grenzen der bekannten Elemente und ist erhaben über alle wesentlichen, anerkannten Substanzen. Es wurde offenbar ohne eine Silbe oder einen Laut und ist nichts anderes als der Befehl Gottes, der alles Erschaffene durchdringt. Niemals war es der Welt des Seins vorenthalten. Es ist Gottes alldurchdringende Gnade, von der jedwede Gnade ausgeht, eine Wesenheit, die hoch über allem steht, was war und sein wird. (Bahá'u'lláh, Tafel der Weisheit 8-10)
Eine weitere Erklärung ist das die Mythen in den vorherigen Offenbarungen dem Stand der Menschheit zu dem entsprechenden Zeitpunkt jeweils am meisten entsprach.
Liebe Grüße, Tobias
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| Zur ersten Frage: beides!
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