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| Es ist auf den ersten Blick und ohne jegliche religiöse Dogmatik nicht erkennbar, worin der Sinn von sexuellen Verboten, Geboten und Enthaltungen bestehen soll. Die menschliche Natur ist entgegen aller Bestimmungen, die den Menschen durch Unterdrückung dazu führen - zwanghaft unterlassene Sexualität im Zweifelsfall durch schädliche "Ventile" abzuleiten - die sich dann unter Umständen auch ganz negativ auf die Umgebung auswirken können. Männer sind offensichtlich Polygam veranlagt, und die pauschale Festlegung seiner Sexualität auf lebenslange Treue einer einzigen Frau gegenüber ist keine vortreffliche Variante der Moral.
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Nunja, es gibt jedoch durchaus genug Ehemänner, die ihrer Frau ihr Leben lang treu bleiben.
Ich persönlich halte auch nichts von kurzfristig angelegten Beziehungen. Jedoch gehen mir Moralapostel furchtbar auf die Nerven, welche meinen anderen sagen zu müssen, wie sie sich korrekt zu verhalten haben.
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Hallo, Offen,
das ist genauso pauschalisierend wie die Sexualmoral-Statements von Seiten der Moralapostel, die sich Gläubige nennen.
Warum akzeptiert man nicht einfach, dass jeder Mensch aufgrund der biologischen Vorgaben (hetero, homo, bi) so mit seiner Sexualität umgehen kann/darf/soll, wie er meint, dass es für ihn und seine/n Partner/in richtig und für keinen von beiden unangenehm, belastend oder verletzend ist?
Weder die Aussagen der Bibel zur Ehe noch solche Aussagen wie "Männer sind offensichtlich polygam veranlagt" bringen einen da wirklich weiter, weder moralisch noch praktisch, weil sie an unseren gesellschaftlichen (!) Bedingtheiten vorbeigehen.
Liebe Grüsse
PeBu
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As salamu aleikum.
Nun, also die pauschale Aussage Männer seien offensichtlich polygam veranlagt halte ich für extrem fehlerhaft und unterstellt mir als Mann ein triebgesteuerter Vollidiot zu sein. Ich will eine Frau in einer möglichst lange anhaltenden Beziehung.Wenn man mich die Wahl stellen würde zwischen Polygamie und Monogamie käme für mich nur letzteres in Frage.
Zur Zeit als die religiösen Offenbarungen von Gott (swt) gesandt wurden waren die gesellschaftlichen Verhältnisse noch ganz anders. Damals hatte das meiner Ansicht nach schon einen Sinn. Heute in einer industrialisierten, modernen Gesellschaft die das Verhältnis der Geschlechtern anders (meiner Ansicht nach besser) regelt ist meiner Ansicht nach ein Großteil der islamischen und auch christlichen Sexualmoral und den Traditionen die damit in Verbindung stehen obsolet geworden.
Deshalb sehe ich das genauso wie PeBu. Jeder sollte da seine Dinge selber regeln, wie es den Beteiligten gefällt. Religiös verurteilbar ist meiner Ansicht nach in der heutigen Zeit nur noch wenn ein Partner den anderen hintergeht oder in der Beziehung ausnutzt. Wenn z.B. ein Mann seine Frau bescheißt wenn er denkt das sei sein Recht als Mann. Sowas ist meiner Ansicht nach das Allerletzte. Soviel zu meiner eigenen (ketzerischen) Meinung.
Ma'a Salama
Salama
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@PeBu
| Zitat: |
| Weder die Aussagen der Bibel zur Ehe noch solche Aussagen wie "Männer sind offensichtlich polygam" bringen einen da wirklich weiter, weder moralisch noch praktisch, weil sie an unseren gesellschaftlichen (!) Bedingtheiten vorbeigehen |
Du hast hinter dem Wörtchen "polygam" das Wörtchen "veranlagt" vergessen. Ich mag ja ein Klugscheißer sein, aber das hat es in sich, denn du zitierst so, als stünde da wir seinen determiniert in unserem Verhalten.
Es scheint in der Tat, als seinen Männer polygam veranlagt, aber Genotyp ist ungleich Phänotyp. Wir entscheiden, was wir aus unseren Genen machen.
Ansonsten schließe ich mich dir mal wieder einfach an
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