Selektieren, wer leben darf und wer nicht


Ursprungsthema: Thema Abtreibung - Menschenwürde von Anfang an
Beitrag von: Suchende


suchende hat folgendes geschrieben:
Ich bin der Meinung, dass wir nicht das Recht haben, zu selektieren, wer leben darf und wer nicht.

Könnte es letztendlich denn nicht genau das Schicksal sein, welches uns aus irgend einem Grunde auferlegt werden soll, eben dieses Kind in seiner Krankheit/Behinderung anzunehmen, es aufzuziehen, zu lieben? Wenn dies so ist, dann wäre es doch ein sehr starker Eingriff in seinen Willen, oder nicht?

Könnte es nicht genau deshalb so sein, dass ER die Menschen von Natur aus nicht so ausgestattet hat, dass man Makel, Krankheiten, Behinderungen bereits vor der Geburt feststellen kann?

Ich habe gelesen und gehört, dass die Kinder, die im Mutterleib getötet werden, sehr wohl Empfinden und vor allem ANGST haben. Denn wie ist es sonst zu erklären, dass sie verzweifelt versuchen, dem Mordwerkzeug zu entgehen? Oft spüren die Frauen in sich den lange währenden Todeskampf ihrer ungeborenen Kinder...


Noch eine Frage möchte ich aufwerfen: Was ist, wenn ein kleines Kind, welches gesund geboren wurde, schon einige Jahre lebt, plötzlich durch einen Unfall oder eine Krankheit behindert wird? Schreckt man dann nur noch vor dem Schritt zurück, weil es ja schon sichtbar ist, sich mitteilen, Schmerz, Angst äußern kann?

Jedem Menschen gebührt die gleiche Würde. Ob ungeboren, ob krank, ob gesund!

Und ich kann Desiree nur Recht geben. Meine Mutter wurde mit 18 Jahren schwanger. Sie hatte jedoch die Verlobung gelöst, da ihr Verlobter sie anfing zu schlagen. Ihre Mutter drängte sie regelrecht zur Abtreibung. Und damit ist sie heute noch nicht richtig fertig geworden, sie ist jetzt 77 Jahre alt. Das erste Kind, welches sie mit meinem Vater bekam, lebte nur eine halbe Stunde, es starb an einem Herzfehler. Die gesamte Schwangerschaft war sehr riskant. Und die Schwangerschaften bei meinem Bruder und mir verliefen ebenfalls jedesmal mit erhöhtem Risiko. Mein Bruder kam krank zur Welt, allerdings nichts Tragisches. Und ich kam zur Welt mit einem Hüftleiden. Konnte auch durch Gymnastik im Säuglingsalter völlig korrigiert werden. Aber sie denkt, dass da vor allem, weil ihr erstes Kind sterben musste, ein Zusammenhang besteht, dass sie vielleicht sogar dafür bestraft worden ist.

Man weiß es ja nicht, ob es nicht wirklich so sein könnte...


Und was Sterbehilfe betrifft: das sehe ich etwas anders. Sofern man noch und überhaupt vom geistigen Zustand her in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen, trifft man diese Entscheidung ja für sich selbst. Und nicht Dritte würden, dürfen und sollten allein, wenn überhaupt, entscheiden, wann ein Leben zu Ende ist. Ein Ungeborenes kann keine Entscheidung treffen. Es muss schon froh sein, wenn es überhaupt geboren werden "darf". Das ist tragisch und traurig.
seh ich genauso!!
Ich hab das auch gelesen das Kinder sich im Mutterleib zu verstecken versuchen, da sie Angst vor den Instrumenten haben.
Noch viel schlimmer sind die erklärungen oder Haltungen anderer (nich falsch verstehn, jede Frau muss das selbst entscheiden)
wie in einer Diskussion mit ehemaliegen Kollegen. ,, Man möchte das Kind leiber abtreiben, sie könnten ihm kein Leben in Hülle und Fülle bieten"
Fragt euch selbst, hättet ihr heute die Wahl: Lieber ein Leben ohne Luxus, oder lieber gar kein Leben???
Auch die Aussage : ,, Ne, zur Adoption freigeben könnt ich es nicht, dass würd mir das Herz brechen. Dann doch lieber eine Abtreibung"
Ich denke das sind keine guten, sondern eher fadenscheinige Argumente!!!!!
Wenn man Sex hat muss man auch die Verantwortung tragen. leider gibt es noch keine 100% Verhütung.

Ich denke auch behinderte Kinder haben ein Recht auf leben, wie können wir uns das Recht herrausnehmen zu sagen wessen leben lebenswert oder nicht ist. ich denke selbst diese Kinder wollen leben. Und ich habe selten so glückliche Kinder wie z.B.: Down-Syndrom Kinder gesehen.
Wir haben kein Recht über Leben und Tod Dritter zu entscheiden!!!!!
Wenn ich ein Kind abtreiben würde, würde ich ihm das Recht nehmen zu leben. Wie kann ich dann überhaupt für mich selbst das Recht fordern zu leben, wenn ich es jemand anderen abspreche?
Hab' schon oft darüber nachgedacht, was ich tun würde, wenn ich jetzt schwanger wäre. Mit 15 ein Kind zu behalten und zu erziehen, ist nicht gerade leicht. Mal davon abgesehen, das ich die Schule abbrechen müsste. Aber ich könnte mich selbst nicht mehr im Spiegel ansehen, wenn ich mich so fühle, als wäre ich eine Mörderin. Ich verurteile keine Frauen die sich zu einer Abtreibung entschließen, aber für mich selbst, würde ich nicht diese Entscheidung treffen.
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Das Heute gehört ihnen,
aber die Zukunft gehört uns!
Das ist schon so ne Sache mit dem Abtreiben. Da spielen die Verhältnisse , denk ich, auch eine ganz wichtige Rolle. Das ist natürlich übel , wenn man sein Kind abtreibt und sich dann für eine Mörderin hält. Da haben schon viele Frauen Probleme mit gekriegt.
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Denkt selber nach!
Für mich ist Abtreibung kein Mord und ich würde es auch machen, wenn ich das Kind nicht haben wollen würde. Das kommt aber auch ganz auf die Zeit ein.

Wie sib schon sagte (ich bin auch erst 15), müsste ich auch die Schule abbrechen, um mich um das Kind zu kümmern. Ich habe viele Pläne für die Zukunft, ich glaube nicht, dass ich das Alles mit einem Kind schaffen würde.
du sollst nicht töten, ganz einfach.wie wärs mit vorher überlegen.
katharina
Hallo -

ich denke dass Emotionen da wenig bringen. Wenn frau immer Gelegenheit
hätte vorher zu überlegen, wär's zumindest einfacher. Das Zitieren eines
Gebotes aus einer Kultur, in der die absolute Verfügunggewalt über das
Leben der Familienangehörigen beim Patriarchen lag, bringt's auch nicht.

Ich persönlich bin strikt gegen die Abtreibung (und weiß wovon ich rede),
aber ich kann einen Menschen in einer Zwangssituation nicht verurteilen.
Dass ein Schulabbruch und ein Sich-Ändern von Lebensplänen automatisch
eine Zwangssituation darstellen muss, bezweifle ich allerdings auch...
Hallo,
bevor soetwas diskutiert und auseinandergepflückt wird, sollte man sich doch bitte erst einmal in einer solchen Situation befinden.
Ich bin mittlerweile im 5 Monat Schwanger und auch ich habe mich mit Gedanken des Abbruchs herrumgeschlagen obwohl es zeitlich nicht mal in die Frist gepasst hätte. Was nicht zuletzt dadurch geschah, weil die Situation nicht die optimalste war.
Nicht zuletzt will man seinem Kind ja nicht nur das Leben an sich schenken, sondern damit verbunden auch eines was es überhaupt Lebenswert macht.

Es bringt rein gar nichts m.E. nach, wenn ich das Kind in eine Welt setzten würde in der es am Hungertuch nagen muss. Sicher, ein Kind braucht viel Liebe - aber allein davon lässt es sich nunmal, den Tatsachen nach, nicht leben.
In soweit kann und muss ich auch jede Frau verstehen die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet; es geht hier nicht um das eigene Wohlfühl-Gefühl, sondern um das Wohl des zukünftigen Kindes.


Lieben Gruss
Gaby
LIEBER WU,
ich weiß, dass ich nicht töten soll. ich zitiere nicht nur daher. eine lebensmaxime, an die ich mich halten will. ich habe genug bekannte, frauen, die des lebens nicht mehr froh werden, weil sie abgetrieben haben.
macht es wirklich einen unterschied, ob ein fünfzigjähriger mann getötet wird oder ein 3-monatiger embryo? welchen?
wie dekadent und roh möchten wir noch werden?
Und wie naiv? sexualität und kinderkriegen, wie gemein auch, sollen plötzlich zusammenhängen? Da macht ja die ganze fungesellschaft keinen spass mehr, oder?
KATHARINA
HALLO GIRL,
warum sollte jemand, der aktuell nicht gerade schwanger ist, nicht auch darüber nachdenken? den ungeborenen stimme verleihen?
Nachdenken, sehen ,was unrecht ist, kann ich auch so.

LIEBEN GRUSS
KATHARINA