Selektieren, wer leben darf und wer nicht


Hallo Günter,

ich fürchte Du machst Dir die Sache da doch etwas leicht - ich bin durchaus gegen
die Abtreibung, nicht aus kulturellen oder religiösen Gründen, sondern aus Respekt
vor jedem Leben. Ich habe wie gesagt einmal durch meine Einflußnahme eine
Abtreibung verhindert - ist lange her; und für den jungen Mann, der dieser Tatsache
sein Leben verdankt, war dieses zweifellos nicht leicht - da er dem Vernehmen nach
zeitweise suizidgefährdet war, war er für diesen Einfluß möglicherweise nicht immer
dankbar - trotzdem bin ich der Meinung, dass niemand das Recht hatte, über seine
Weiterexistenz zu entscheiden, solange er noch gar nicht geboren war. Dennoch
hätte ich seine Mutter zumindest ansatzweise verstanden und nicht verurteilt,
wenn sie anders entschieden hätte. Darum geht es m.E. hier...
Hallo Wu

Suizidgefärdet? was wird dieser junge Man wohl für ein Leben gelebt haben, wenn er in solch eine Phase seines Lebens geraten ist? Hast Du schon einmal mit Ehefrauen die von ihren Männern über Jahrzehnte Misshandelt und Vergewaltigt wurden zu tun gehabt? Mit Kindern, die ihren Vater anbetteln mussten damit sie ihre Spielsachen benutzen durften?

Häusliche Gewalt scheint zur Normalität geworden zu sein.

Eltern die Unfähig sind, Drogenabhängig, Aidskrank, Schwerverbrecher usw. all diese Menschen haben Kinder. Viel zuviele Menschen die ihr eigenes Leben nicht im Griff haben, setzen ein Kind in die Welt.

Der neueste Trend sind jene Zensur mit 14-15 Jahren, ohne vernünftigen Schulabschluss, Keine Ausbildung, meistesn verlassen vom Erzeuger ihres Kindes, aber Schwanger. All diese Menschen verfügen nicht über genügend Respekt, Ehrfurcht und Verständniss dafür was es heist, menschliches Leben so aufzuziehen, das es sich bestmöglichst entfalten kann. Genau darum geht es aber. Jede Familie hat die Verpflichtung ideale vorraussetzungen für ihre Kinder zu schaffen, um ihnen eine unbeschwerte, lebenswerte Kindheit und Jugend zu garantieren.

Abzutreiben ist schon schlimm genug und jede frau musss die für sich selber entscheiden, aber ein Kind unter den genanten wiedrigen Umständen aufzuziehen ist eine noch grössere Katastrophe.

Wer von uns möchte, das seine Mutter eine unerfahrene Minderjähriege ist, Vater gewalttätig oder Alkoholiker. Eltern zu haben, die ihr eigenes Leben nicht in den Griff bekommen und dann ein Vorbild sein wollen?

jeder von uns hat nicht nur einen Anspruch auf einen unversehrten Körper, sondern auch auf eine unbeschwerte Kindheit.

Nicht alles ist natürlich negativ und es gibt auch viele anständige und verantwortungsbewusste Eltern, aber Abtreibung ist oftmals, obwohl es nicht als Problemlöser betrachtet werden sollte, die bessere Wahl für das ungeborene Leben.
Lieber Günter,
Zitat:
Suizidgefärdet? was wird dieser junge Man wohl für ein Leben gelebt haben, wenn er in solch eine Phase seines Lebens geraten ist? Hast Du schon einmal mit Ehefrauen die von ihren Männern über Jahrzehnte Misshandelt und Vergewaltigt wurden zu tun gehabt? Mit Kindern, die ihren Vater anbetteln mussten damit sie ihre Spielsachen benutzen durften?

ich habe schon mit einigen Menschen zu tun gehabt, die Heftiges ertragen mussten -
aber noch mit niemand der aus klarer Erkenntnis gesagt hätte "Mir wäre es lieber, als
Embryo abgetrieben worden zu sein." Auch der erwähnte junge Mann lebt nicht ungern,
soviel ich weiß...
Alle Missstände die Du da so schön beschreibst, gibt es. Das ist aber kein Grund,
Abtreibung zu propagieren - dass sie (in gewissen Grenzen) straffrei ist und Leute,
die jeder Abtreibungswilligen aus 'Verantwortungsbewusstsein' taxfrei den Titel
'Mörderin' verleihen, von der Polizei weggewiesen werden, scheint mir vollauf
zu genügen. Unterschriftensammlungen für 'freie Abtreibung auf Krankenschein
bis fünf Minuten vor Geburtstermin', wie ich's schon erlebt habe, sehe ich nicht
als vernünftig an.
Zitat:
Abtreibung ist oftmals, obwohl es nicht als Problemlöser betrachtet werden sollte, die bessere Wahl für das ungeborene Leben.

Das ist im Einzelfall durchaus möglich, aber so plakativ wie Du die Lage darstellst,
würde ich die Entscheidung darüber doch lieber Objektiveren überlassen...
Wu hat folgendes geschrieben:
[..]die Entscheidung darüber doch lieber Objektiveren überlassen...


Lieber Wu,
Objektivität kannst Du, in diesem und ähnlichen Fällen, nicht verlangen. Ist man erst einmal in einer jeweiligen Situation.. - ob nun positiv oder negativ - arbeiten Herz & Kopf; meist wird sich das Herz durchsetzten - vereinzelt auch mal der Kopf. Je nach Empfinden des Einzelnen.

Aus meiner Subjektivität herraus kann ich jedoch beide Entscheidungen nachvollziehen - im Kopf wie auch im Herz.

lieben Gruss
Gaby
Hallo !

Wenn sich eine Frau fragt, soll ich abtreiben oder nicht, geht es ihr nicht gut. Wenn sie das Kind trotzdem bekommt, geht es meist beiden nicht gut.

Diese Kleine hier heisst Alina, sie lebt in einem Waisenhaus in Russland und hat somit wohl nicht gerade ein Leben in Fülle.
Ihre Mama ist im Frauengefängnis - keine Ahnung warum, Papa gibts wohl keinen wie so oft.



Sie ist mein Patenkind.
Wer helfen möchte, schaue bitte hier rein:

Patenforum für Waisenkinder
http://www.foren.de/system/user_aljoschaundlena.html

Alles Liebe,
Daniela
Liebe Gaby,

es kann natürlich sein dass Günter gerade in der jeweilgen Situation ist,
aber irgendwie glaub' ich nicht daran...

Alles Liebe Euch
() Wu
Lieber Wu,
Glaube ist nicht gleich Wissen; manche Dinge sollte man im Leben auch lieber Ruhen lassen um evtl. Wunden nicht wieder aufzureissen. Jeder hat seine eigenen Gedanken dazu aus einem ganz bestimmten Grund. Sei es, weil man vielleicht ein Kind solcher Situationen ist und negative Erfahrungen ins positive wandeln möchte; oder man hat einfach nur genug Leid gesehen welches man zum Einhalt bringen möchten. Völlig egal welcher Hintergrund - wir sollten wirklich lernen jede dieser Meinungen zu akzeptieren; denn beide sind auf ihre Art Begründbar (auch wenn man es nicht immer sehen möchte).


lieben Gruss und eine angenehme Nachtruhe da draussen
Gaby
Hallo zusammen,

hm ... das Thema ist ganz schön emotionsbeladen - und das ist gut so.

Meiner Meinung nach ist der Mensch in dem Moment da, in dem Eizelle und Samen sich verbinden, d.h. seine Seele erscheint in dieser Welt. Mit anderen Worten: jede Abtreibung, ganz gleich zu welchem Zeitpunkt vorgenommen, bedeutet, dass ein Mensch getötet wird. Das wiegt schwer.

Natürlich kann es Gründe geben, die eine Abtreibung rechtfertigen, zum Beispiel wenn das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft oder Geburt in Gefahr gerät. Letztlich bleibt es wohl in vielen Fällen eine Gewissensentscheidung und genau das macht die Sache schwierig.

Wenn ein Mensch in diese Welt hineingeboren wird und abzusehen ist, dass er in diesem Leben große oder sogar sehr große Schwierigkeiten haben wird, egal, ob es materielle Probleme, das Fehlen elterlicher Wärme, eine Behinderung oder was auch immer ist, sollte man meiner Meinung nach bedenken, dass jede Lebenssituation eine Situation ist, in der ein Mensch wachsen kann. Und genau dafür sind wir hier. Leben ist nicht nur dann lebenswert, wenn alles glatt geht, sondern auch und gerade, wenn schwere Prüfungen anstehen. Wieviele Menschen sind durch dieses Leben gegangen und haben schwerste, aus unserer heutigen Sicht kaum mehr vorstellbare Prüfungen über sich ergehen lassen müssen? Könnte man deshalb sagen, dass es für sie besser gewesen wäre, nicht geboren worden zu sein? Wie wollen wir mit unserem auf diese Welt begrenzten Verständnis beurteilen, welchen Wert ihr Leben und Leiden in dieser Welt im Hinblick auf ihr Leben in der nächsten Welt hatte?

Ich denke, dass die zeitgenössische Geisteshaltung, die überwiegend geprägt ist vom Denken an materielle und soziale Sicherheit, es sehr erschwert, es vielleicht sogar völlig unmöglich macht, eine echte Gewissensentscheidung zu treffen.

Ich beneide niemanden, der in der Situation ist, eine solche Entscheidung treffen zu müssen, und ich wünsche allen, die damit zu tun haben, viel Ruhe, Klarheit und Bewußtheit im Umgang mit allen Gedanken und Gefühlen, die dabei auftauchen.


Liebe Grüße ,

Herzlich
Herzlich hat folgendes geschrieben:
[...]sollte man meiner Meinung nach bedenken, dass jede Lebenssituation eine Situation ist, in der ein Mensch wachsen kann. Und genau dafür sind wir hier. Leben ist nicht nur dann lebenswert, wenn alles glatt geht, sondern auch und gerade, wenn schwere Prüfungen anstehen.


Lieber Herzlich,
ich stimme Dir zu, wenn Du sagst das ein jeder Mensch daran wachsen kann. Dies bedarf aber auch sehr oft der Hilfe von aussen; Menschen die immer wieder aufbauen, trösten, abwägen und anderweitig unterstützende Arbeit leisten. Allerdings ist auch dann nicht immer zu 100% gewährleistet das es aus einer bestimmten Misere auch Auswege geben wird.
Als Beispiel werfe ich einen Blick zum Äquatorbereich. Millionen von Menschen - Kindern wie auch Erwachsenen - wird Hilfe zu Teil; eine Besserung wird dadurch aber für die die momentan dort ihr Leben aufrechterhalten müssen nicht sichtbar. Es fehlt einfach an allem - Essen, sauberes Wasser, medizinische Versorgung und und und. Jährlich sterben - durch die fehlenden Umstände - über zehn Millionen Kinder, bevor sie fünf werden. Täglich fast 4000 weil's Wasser fehlt; Todesfälle wegen medizinischen Mangels lass ich mal aussen vor. Die Zahlen sind so schon erschreckend genug!
Ich weiss; nicht vergleichbar, weil wir ja eines der reichsten Länder der Welt sind... aber glaube mir; wenn wir so weiter wirtschaften wie bisher, dann hat auch uns eine ähnliche Situation eingeholt. In Deutschland ist jetzt bereits schon die Anzahl der Kinder in Armut auf ein erschreckendes Mass gestiegen - ein Ende bisher nicht in Sicht.
Vielleicht leben auch wir (bzw. unsere Nachfahren) irgendwann mal wieder mit der Holzkiepe auf dem Rücken.. darin ein vor Hunger jammerndes Kind, welches glücklich die Mundwinkel nach oben ziehen wird, wenn es eine Handvoll Reis bekommt.
Man sollte dieses Thema ruhig mal näher betrachten - es macht Angst; Angst um meine Kinder (die ich bereits jetzt schon habe) ...
dann geht es nicht mehr um Materialismus, sondern ums nackte überleben.. wo der eine dem anderen versuchen wird die Butter vom Brot zu stehlen


lieben Gruss
Gaby
liebe gaby,
ja das leid in der welt ist groß.
bitte mach dir gerade jetzt das herz nicht so schwer, nicht zuviel sorgen.
bis jetzt hast du es mit deinen kindern doch so gut gemacht.
und das nächste kind wird von all deinen erfahrungen mit den ersten kindern profitieren und es ganz gut bei dir haben.

wenn kinder bei klassenfahrten, etc. aus spargründen nicht mitmachen können, finde ich ein gespräch mit der klassenlehrerin gut. sie darum bitten, dass sie auf das klassenklima im allgemeinen und speziellen schaut. dann wird auch nicht gehänselt.

wenn kinder zurückstecken müssen aus finanziellen gründen, können sie es in der regel, wenn es nur gerecht zugeht. wenn nur ja keines mehr rechte als die anderen hat. also peinlich genau auf gerechtigkeit achten, damit sich ja keins benachteiligt vorkommt.

ich habe davon gesprochen, dass abtreibung für mich mord ist.
ich sagte aber nicht, dass die mutter die mörderin ist. sie selbst stirbt ja zu einem gewissen teil mit.

es ist der umgang mit der sexualität, da wäre ein umdenken die lösung.
mit der pille wurde ein bild von der frau geprägt, ein allzeit bereites wesen.und dass es überhaupt keine folgen gibt.
und das stimmt natürlich nicht.

noch meine vorfahren wussten wenig darüber, wann empfängnis stattfinden kann. wir sind die ersten in einer langen reihe , die darüber information haben.
die aborigines dachten, wenn sie an einem bestimmten stein vorbeigehen, werden die frauen schwanger.

wir wissen nun um zyklen. doch mit der chemie wird alles weggedröhnt.
warum gerade den weiblichen zyklus achten. es wird ja auch kaum ein anderer geachtet: die nacht wird zum tag gemacht, erdbeeren zu weihnachten....

dir gaby einen lieben gruß und deinem baby eine welle von liebe
katharina