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Bekehrung als Folge der Berufung durch Gott
Andere Kirchen und Gruppen im Protestantismus vertreten die Auslegung, dass die Erlösung einzig das Werk Gottes ist, ohne jede Mitwirkung von Seiten des Menschen. Diese Gruppen lehnen die freie Entscheidung des Menschen als "Synergismus" ab (d.h. Gott muss etwas tun und der Mensch muss etwas tun: Angebot und Annahme), der im Widerspruch steht zur Errettung des Sünders allein aus Gnade (sola gratia). Sie legen die Bibel so aus, dass die Umsinnung erst nach dem Gläubigwerden möglich ist (Apg. 11:22), die eine rein passive Berufung (κλησις kläsis (Eph 4,1)) durch Gott ist. Gott hat die Berufenen vor Beginn der Welt auserwählt (Eph 1:4, 2. Thess. 2:13, 5. Mose 7:6- .
Innerhalb dieser Sichtweise gibt es noch zwei unterschiedliche Auslegungen der Folgen der Erwählung Gottes:
Erwählung zur Errettung
In Kirchen mit calvinistischer Lehre gilt die schon von Augustinus von Hippo entwickelte Lehre der doppelten Prädestination, nach der Gott vor aller Zeit entschieden habe, wer zu den Geretteten und wer zu den Verlorenen gehören wird. Daher bekehrt sich nach dieser Theologie ein Mensch nur, wenn Gott das vor aller Zeit so entschieden hat. Da die Menschen aber nicht wissen, wie Gott im Einzelfall entschieden hat, kennen auch diese Kirchen Mission und Aufruf zur Umkehr.
Erwählung zur Berufung
Daneben gibt es Christen, die diese Auswahl Gottes als eine Erwählung für Aufgaben auslegen (jetzt und im äonischen Leben), analog der Erwählung von Jeremia (Jer. 1:5). Letztlich gerettet werden alle Menschen (siehe Allaussöhnung).
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