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Außerkörperliche Erfahrung












Mögliche Interpretationen von außerkörperlichen Erfahrungen
Spirituell steht das Phänomen meist im engen Zusammenhang mit der Reinkarnationstheorie. Hier gelten OBE als reale Wahrnehmung, als Ausdruck für Seelenreisen, Astralreisen oder -projektion, in manchen Religionen auch als Zeichen für eine erreichte geistige Höherentwicklung. Manche Religionen sehen darin allerdings auch eine dämonische Beeinflussung.
Parapsychologisch gilt außersinnliche Wahrnehmung wie Hellsehen oder Telepathie als energetisches Phänomen.
Neurologisch wird zum Teil von Nervenechos auf reale Restreize gesprochen.
Psychologisch wird das Phänomen als Illusion und phantasievolle Realitätsflucht gewertet.
Vertreter von OBE
Bei folgenden Gruppen oder Personenkreisen spielt außerkörperliche Erfahrung eine Rolle:

Neosikhismus
Anthroposophie
Eckankar, Religion von Licht und Ton Gottes
Einige indigene Religionen wie z.B. der Schamanen
Einige hinduistischen Gruppen
Einige esoterische Richtungen
Sensitive Menschen
Scientology
Merkmale der wissenschaftlichen Reinkarnations- und OBE-Forschung:
Der größte Teil der Ergebnisse stammt von Universitäten, wenngleich sich nur wenige Institute dem Thema widmen.
Das Material und die Methoden sind offengelegt.
Die wissenschaftlichen Diskussionen erfolgen in Fachpublikationen.
Replikationen (Versuchswiederholungen) mit vergleichbaren Ergebnissen sind von 4 Universitätsinstituten bekannt.
Die Arbeit ist unabhängig von Kirchen/Religionen.
Die Sorgfalt in der Untersuchungstechnik wird von den meisten Kritikern anerkannt. Streitpunkt ist die Interpretation der Daten.
Es liegen keine kommerziellen Interessen vor.
Viele Wissenschaftler lehnen es ab, sich ernsthaft mit der Thematik zu beschäftigen, und nehmen diejenigen Forscher, die es tun, oft nicht ernst.
In diesem Zusammenhang sei auf den nachgelagerten Diskurs zum Thema Reinkarnationstheorie und dem damit im engen Zusammenhang stehenden Nahtodeserlebnis (engl. near-death experience, NDE) verwiesen.

Besonders bekannt sind die wissenschaftlichen Forschungen von Robert A. Monroe. Aufgrund eigener spontaner Außerkörperlichen Erfahrungen gründete er zur weiteren Erforschung das von ihm selbst finanzierte Monroe-Institut. Er hat die Ergebnisse von über 40 Jahren Forschung in seinen Büchern veröffentlicht.
Kritik
Vereinfachte Annahmen: so wird z.Bsp. angenommen, dass der Probant sich zunächst schwebend über dem physischen Körper erlebt, dass er sich in der bekannten Realität befindet, dass die ihm gestellten Aufgaben immer noch Vorrang haben, ...
Wissenschaftler stützen sich zu sehr auf Erfahrungsberichte anderer. Ein Informationsverlust durch persönliche, methodische und weltanschauliche Filtermechanismen ist somit vorprogrammiert. Viele Menschen, die diese Phänomene erleben, vertreten jedoch die Ansicht, dass jeder es erlernen könnte.
Gehirnaktivitäten werden axiomatisch als Ursache angesehen, dabei könnte es genau so gut das "Bio-Feedback" sein. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die letzte Aussage natürlich problematisch, denn der erlebte Zweitkörper oder das wahrnehmende, scheinbar imaterielle Etwas des Erlebenden entzieht sich der Zeit der Meßbarkeit.
Die Bedeutung von Begriffen, das Problem der Meßbarkeit und Unklarheiten über die Grundannahmen auf beiden Seiten erschweren einen Konsenz.
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