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Theravada












Bodhi
Gemäß der Theravada-Lehre gibt es drei Arten von Bodhi, durch die ein Buddhist Nibbana verwirklichen kann:

Savaka-Bodhi wird von jenen erreicht, die Bodhi als Schüler eines spirituellen Lehrers erlangen. Ein solcherart Erleuchteter wird Arahat (auch Arhat) genannt. Arahats sind selbst, nicht zuletzt auf Grund der eigenen Erfahrung, hilfreiche Lehrer für andere.
Pacceka-Bodhi wird erreicht ohne die Hilfe oder Unterweisung durch Lehrer. Ein in dieser Weise Erwachter wird Pratyeka Buddha ("Einzelerwachter") genannt. In der Tipitaka steht dazu, dass solche Buddhas zwar in größerer Zahl erscheinen können, aber nur in Zeiten in denen die Lehre (Dhamma) verloren ist. Die Fähigkeit eines Pratyeka Buddha anderen Menschen auf dem Weg zur Erreichung der "Erleuchtung" zu helfen ist geringer als bei den beiden anderen Erscheinungsformen der Buddhas.
Samma-Sambodhi ist die höchste, perfekte Form des Erwachens. Wie ein Pratyeka-Buddha erreicht ein Samma-Sambuddha ("Vollkommen Erwachter") Bodhi durch eigene Kraft, ohne die Unterweisung durch andere. Aber er hat auch die Fähigkeit anderen das Dhamma weiterzugeben und sie ebenfalls zum Nibbana, zur Befreiung aus dem Samsara, zu begleiten. Während die Art der Befreiung für alle drei Wesen die selbe ist, gilt ein Vollkommen Erwachter aufgrund seiner Befähigung zum Lehren als höchste Autorität.
Bodhisattva
Im Theravada wird ein Bodhisattva als jemand betrachtet, der Erleuchtung sucht, um in der Folge anderen auf ihrem Weg helfen zu können. Buddha selbst war in seinen früheren Inkarnationen, bevor er als Siddhattha Gotama geboren wurde, ein Bodhisattva gewesen. In den Texten der Jataka ("Geburtsgeschichten"), die von den früheren Leben des Buddha erzählen und Teil der Suttapitaka des Tipitaka sind, wird auch davon berichtet. Sie werden von buddhistische Laien gerne als Inspirationsquelle benutzt. Gemäß dem Theravada ist der einzige derzeit existierende Bodhisattva der kommende Buddha Metteyya (sanskrit: Maitreya).
Unterschiede zum Mahayana
Während der Theravada, mit sehr wenigen Ausnahmen, praktisch ausschließlich die Texte des Pali-Tipitaka als Grundlage für die Lehre und das Leben der Mönche akzeptiert, wurde im Mahayana nie ein endgültiger Kanon von Schriften festgelegt. Zwar bildet der Sanskrit-Tripitaka auch hier den Kern der Überlieferung, daneben wurden aber auch andere Sutren herangezogen, beispielsweise, um nur einige der bedeutendsten zu nennen, die Herz-Sutra (Prajnaparamita-Sutra), die Diamant-Sutra (Vajrachhedikaprajnaparamita-Sutra) und die Lotos-Sutra (Saddharmapundarika-Sutra).

Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist, dass die drei Wege Bodhi und damit Nibbana oder Buddhaschaft zu erreichen, wie sie der Theravada kennt, im Mahayana zugunsten der Bodhisattvaschaft verschoben wurden. Nicht das Erreichen des Nibbana durch eigene Kraft, wie es der Theravada kennt, steht im Mittelpunkt, sondern das Ideal des Bodhisattva, der auf das Parinibbana, das endgültige Aufgehen im Nibbana nach dem Tod, verzichtet, um statt dessen anderen auf ihrem Weg zum Erwachen zu helfen. Der Mahayana kennt eine Vielzahl von Bodhisattvas. Neben Maitreya sind Avalokiteshvara, oder Manjushri zwei der bedeutendsten.
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