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Upanishaden












Upanishaden
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Upanishad Sanskrit, f., उपनिषद्, upaṇiṣad, wörtl. "das Sich-in-der-Nähe-Niedersetzen"; gemeint ist damit: "sich zu Füßen eines Lehrers (Guru) setzen", um die transzendentalen vedischen Weisheiten zu lernen.

Die Upanishaden sind eine Sammlung von philosophischen Schriften des Brahmanismus und sind Bestandteil des Veda. Es existieren rund 150 Upanishaden, wovon 108 offiziell anerkannt werden. Die Texte wurden sowohl in Prosa als auch in Versform verfasst. Es wird angenommen, dass die Upanishaden in ihrer heutigen Form zwischen 400 v. Chr. und 200 v. Chr. entstanden. Von einigen wenigen Texten wird vermutet, dass sie bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. geschrieben wurden.

Einige sehr frühe Upanishaden sind:

Brihadaranyaka-Upanishad (700 v.Chr.),
Chandogya-Upanishad (650 v.Chr.),
Taittirya-Upanishad (vor 550 v.Chr.)
Die Upanishaden beschäftigen sich mit dem Wesen von Brahman, der universellen Weltenseele, von der Atman eine Reflexion in jedem Wesen ist, die innerste Essenz eines jedes Individuums. Brahman – und damit auch Atman – ist unvergänglich, unsterblich, unendlich, ewig, rein, unberührt von äußeren Veränderungen, ohne Anfang, ohne Ende, unbegrenzt durch Zeit, Raum und Kausalität, ist reines Sat-Chid-Ananda, reines Sein, Bewusstheit an sich (Sat), vollumfängliches intuitives Wissen (Chid) und immerwährende Wonne und Glückseligkeit (Ananda).

Charakteristika des Denkens der Upanishaden:

Verantwortung und Mitgefühl gegenüber anderen Wesen des Kosmos
Zyklische Existenz des Weltalls und der Menschen
Potentielle Erlösungsfähigkeit des Menschen
Die Upanishaden haben sich textgeschichtlich aus den Brahmanas (Ritualtexte) entwickelt (und sind teilweise auch Bestandteil von ihnen). Während die Brahmanas sich hauptsächlich mit Opferritualistik beschäftigen, werden in den Upanishaden die Zweifel an diesem System des (mechanischen) und korrekt ausgeführten Opfers formuliert. Es ist das Bestreben spürbar, hinter die Dinge schauen zu wollen.

Weitere Themen sind die Essenz und der Sinn des Daseins, verschiedene Arten der Meditation und der Gottesverehrung sowie Eschatologie, Erlösung und die Lehre von der Wiedergeburt Samsara.

Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer empfand die Upanischaden als "[...] belohnendste und erhebendste Lektüre, die [...] auf der Welt möglich ist: Sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens seyn."
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