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Einfluss Gottes












Sakon, wenn hier jeder Gläubige seinen Glauben als Glauben und nicht als Wissen hinstellen würde, wäre ich hier "wortlos", und würde schweigen, denn gegen Glauben argumentiere ich nicht.

Aber wer seinen Glauben als Wissen hinstellt, der fordert meine Kritik heraus. Oder er versteht meine Texte nicht, so wie Du z.B.

Gruss

PeBu


Über Glauben kann man streiten

PeBe: Du willst jetzt allen Ernstes sagen, mein unsichtbares rosafarbenes Einhorn gibt es nicht, nur weil ich es nicht beweisen kann?! andererseits: Wenns in wikipedia steht wirds das wohl geben, oder? *verschmitztgrins*

Ich weiß dass es Gott gibt, weil ich ihn erfahren habe. Aber ich diskutiere da nicht drüber denn es war MEINE individuelle und persönliche Erfahrung. Ich nenne es Gott, wer anders nennt es anders (Rigpa, Licht, Allah whatever...). Ist das so wichtig?

Ich glaube auf alle Fälle daran, dass wir den FREIEN Willen haben unser Leben selbst zu bestimmen, um hier mal auf die Ursprungsfrage zurück zu kommen.
Hallo PeBu,

Zitat:
Zitat:
@jivatma
Wenn du so überzeugt bist das Gott nicht existiert, dann beweise es mir doch.

Keineswegs. Wer eine Existenz-Aussage macht, der hat zu beweisen, dass sie stimmt, und nicht derjenige, der sie anzweifelt.


Nun in der vedischen Philosophie wird die Existenz Gottes bewiesen - mit Logik.
Die Definition von Gott lautet dort:
Gott ist der Ursprung allen Ursprungs und die Ursache aller Ursachen.
Ein Beispiel.
Wenn ich dich fragen würde ob du deinen Ur-Ur-Ur-Ur-Grossvater kennst müsstest du dies verneinen. Bedeutet dies nun das es diesen nicht gegeben hat? Nein, sicher nicht, aber genau das ist deine Logik.
Weil du IHN nicht kennst bist du der Meinung es gibt IHN nicht.

Jedoch beweist der Umstand deiner Existenz die Existenz deiner Vorfahren zweifelsfrei. Da Gott der Ursprung von allem ist, ist er zweifelsfrei auch der Ursprung deiner Existenz.

Die Existenz einer Maschine setzt zweifelsfrei die Existenz eines Konstrukteurs voraus. Weil die Maschine existiert, existiert auch der Ingenieur der sie konstruierte. Die Maschine zu kennen setzt nicht voraus den Konstrukteur zu kennen und doch zwingt uns die Logik die Existenz des Konstrukteurs zu akzeptieren.
So was nennt sich Indizienbeweis.

Unsere Sichtweise oder Verständnis von Gott ist die des Dr.Frosch.
Dr.Frosch sitzt in seinem kleinen dunklen Brunnen und wenn jemand kommt und ihm vom unbegrenzten Ozean erzählt versucht er diesen mit der Pfütze in seinem Brunnen zu vergleichen - aha der Ocean ist also zehn mal so gross wie meine Pfütze...
Die Größe des Ozeans liegt aber jenseits der Vor-Stellungskraft von Dr.Frosch.
In diesem Sinne versuchen wir, wenn von Gott die Rede ist, immer unsere eigenen Vor-Stellungen als wahr zu sehen und wollen nicht einsehen das Gott jenseits all unserer materiellen Vorstellungskraft liegt.
Der Umstand unserer Existenz setzt also auch automatisch die Existenz Gottes voraus.
Und wie ich schrieb braucht es für dieses Verständnis nur ein wenig feine Intelligenz.

Gruss
Jivatma,

"Gott ist der Ursprung allen Ursprungs und die Ursache aller Ursachen."

Null-Aussagen sind sinn-los. Und dieses IST eine Null-Aussage. "Ein Baum ist ein Baum". Na, bravo!

Und warum masst Du Dir ständig an, jemandem, der Deiner Logik nicht folgt, die Intelligenz abzusprechen? Das ist eine armselige Art der Diskussion... Bist Du so überzeugt von Dir, dass Du andere diskriminieren und herabwürdigen musst?

Deine vedische Logik ist nur innerhalb dieses Glaubenssystems "logisch", weil sie nicht allgemeingültig sein KANN. Von mir auf meine Vorfahren und von diesen quasi auf den "Grossen Ursprung" zu schliessen, ist anmassend, weil es dazwischen tausenderlei Zufälligkeiten geben kann, die damit nicht berücksichtigt worden sind und werden können.

Und glaube mir, es sind grössere als Du und ich an den Gottesbeweisen gescheitert. KEINER der grossen Gottesbeweise der Philosophie konnte widerspruchsfrei geleistet werden und es haben sich wahre Geistesgrössen daran versucht, u.a. Kant, Anselm von Canterbury usw., denen nichts so wichtig gewesen wäre in ihrem Leben, wie Gott zu "beweisen". Es ist ihnen misslungen. Es MUSSTE misslingen, weil das eine Frage des Glaubens ist, und nicht des Wissens. Was ist eigentlich so schwer daran, zuzugeben, dass man in religiösen Dingen nur GLAUBEN, aber nicht WISSEN kann? Fällt Euch da ein irgendein anthropozentrischer Zacken aus Eurer Krone-der-Schöpfungs-Krone?

Gruss

PeBu
>PeBe: Du willst jetzt allen Ernstes sagen, mein
> unsichtbares rosafarbenes Einhorn gibt es
> nicht,

Hallo, Light,

ich muss zerknirscht gestehen, dass ich in meinem Agnostizismus so weit herunter bin *schäm*

>Ich weiß dass es Gott gibt, weil ich ihn
>erfahren habe. Aber ich diskutiere da nicht
>drüber denn es war MEINE individuelle und
>persönliche Erfahrung.

Ich freue mich darüber für Dich, und ich meine das durchaus ernst. Ich weiss von Freunden, die aus ihrem festen Glauben ganz viel Kraft geschöpft haben, teilweise sogar zum Weiterleben. Aber von anderen Freunden weiss ich, dass sie das nicht konnten oder auch brauchten, sie lebten (und starben) auch als Atheisten würdig und vorbildlich. Zur Zeit liegt einer meiner besten Freunde in der Endphase einer unheilbaren Krebserkrankung, er wird das Jahresende nicht mehr erleben, und wie er, als Atheist, stirbt, das bewundere ich geradezu. Ich weiss nicht, wie ich in solchen Zeiten der körperlichen Qual, der Hoffnungslosigkeit und der Angst sterben würde...

>Ich nenne es Gott, wer anders nennt es
>anders (Rigpa, Licht, Allah whatever...). Ist das
>so wichtig?

Ganz und gar nicht. Wenn man es "Liebe" nennt, könnte ich sogar dran glauben, denn Liebe erfahre ich seit Jahrzehnten, ich spüre sie aktiv und passiv, und wenn jemand das z.B. "Gott" nennen mag, würde ich keinerlei Probleme damit haben.

Ich wünsche Dir einen angenehmen Abend

PeBu (nicht PeBe )
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