|
|
|
| Zitat: |
Bist Du ohne Autorität groß geworden?
|
Ab einem gewissen Alter: ja!
| Zitat: |
Ich glaube nicht, dass man in dieser Welt gänzlich ohne Autorität groß werden kann. |
Warum nicht? Das würde der Freiheit des Menschen widersprechen!
Gruß
|
|
|
|
Positiv, das sehe ich anders.
Ich bin der Meinung, dass Kinder Autoritäten brauchen um groß zu werden. Wenn sie später selbst Autoritäten wählen, wofür auch immer und diese Autoritäten sie nicht unterdrücken sondern etwas lehren, warum nicht? *Schulterzuck*
Wenn ich mir freiwillig jemanden aussuche, der mich vielleicht etwas lehren kann, wo ist das Problem? Ich kann ja jederzeit wieder gehen.
Zu Freiheit gehört auch die Wahl, ob ich eine Autorität (wofür auch immer) im Leben haben möchte oder eben nicht.
|
|
|
|
Liebe Light,
ich denke, das Wort "Autorität" ist da nicht ganz schlüssig. Meiner Meinung und Erfahrung nach brauchen Kinder VORBILDER (ich denke, dass das "Lernen am Modell", wie das fachlich heisst, wirklich eine der wichtigsten Lern-Formen überhaupt ist). Das KÖNNEN Autoritäten sein, müssen es aber nicht.
Lieben Gruss
PeBu
|
|
|
|
Ursächlich für diese Diskussion war:
| Zitat: |
| Lernen wollen bedeutet immer auch eine Autorität zu akzeptieren. |
In Zusammenhang mit "lernen" habe ich diese Äußerung bestritten.
Lernen wollen hat nichts mit Autorität zu tun und schon gar nicht "immer".
Danach ist das Thema vollkommen ausgeweitet worden und es wurde über Autorität im allgemeinen geredet. Das ist aber ein grundsätzlich anderes Thema.
In dem ursprünglichen Zusammenhang hat Autorität für mich eine eindeutig negative Assoziation, weil sie impliziert, dass der Herr und Meister alles weiß und in seiner undendlichen Weisheit alles zum allerbesten geordnet hat und es frevelhaft ist, irgendeine der Weisheiten zu hinterfragen - auch wenn sie noch so kümmerlich daher kommt und allerdürftigst, oder zuweilen gar nicht begründet ist.
| Zitat: |
| Ich bin der Meinung, dass Kinder Autoritäten brauchen um groß zu werden. |
Da würde ich nicht vollständig widersprechen wollen. Was aber nach meiner Meinung nur heißt, dass ich in Zweifelsfällen und bei Sachverhalten von einiger Bedeutung gegenüber meinen Kindern das letzte Wort habe. D.h. das Kind folgt zwar nicht unbedingt meiner Begründung, muss aber letzendlich akzeptieren, dass ich die Entscheidungskompetenz habe.
|
|
|
|
Lieber PeBu, lieber neki,
| Zitat: |
| In dem ursprünglichen Zusammenhang hat Autorität für mich eine eindeutig negative Assoziation, weil sie impliziert, dass der Herr und Meister alles weiß und in seiner undendlichen Weisheit alles zum allerbesten geordnet hat und es frevelhaft ist, irgendeine der Weisheiten zu hinterfragen |
Ich sehe Autorität noch anders.
Was Du geschrieben hast ist für mich eher Diktatur oder Diktator, auch eine Form, eben in negativer Ausprägung, von Autorität.
Es gibt für mich aber auch die positive Ausprägung: Jemand, der kompetent auf seinem Gebiet ist, der über Wissen und Lebenserfahrung verfügt und dem durchaus klar ist, dass er MENSCH ist und auch seine Fehler hat und macht. Jemand, der seine Macht (falls er welche hat) nicht ausnutzt.
Ein Richter beispielsweise, der sehr wohl weiss, dass das Gesetz Lücken hat und nicht perfekt ist, der dennoch immer versucht, sein bestes zu geben und fair dabei zu sein.
Neill war meiner Meinung nach in Summerhill Autorität, sowohl für die anderen Lehrer (er hat sie eingestellt), als auch für seine Schüler und die Eltern seiner Schüler (er hat bestimmt, wer aufgenommen wird an die Schule und wer ggf. wann wieder gehen muss), als auch für die Schulbehörden und als solche Autorität hat er eben versucht, seine Schüler in Freiheit zu erziehen ohne autoritär zu sein.
Liebe Grüße Euch
Light
|
|
|