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Jenseits












Islam
Nach dem Tod folgt für die Muslime die Grabesstrafe, nach einem Verhör durch Engel wird das Grab erweitert, resp. verengt. Erst mit dem Jüngsten Gericht erfolgt die Zuweisung in das Paradies al-ganna bzw. die Gehenna. Freuden und Qualen werden in Sure 56 detailliert beschrieben.

Die Erlösten sitzen zum Beispiel "auf kostbaren Teppichen", erhalten leckere Speisen, verkehren "mit schönen Jungfrauen" und bekommen "jeden Wunsch erfüllt". Klare Wasserbäche fließen durch das Paradies, in dem sich üppige Gärten befinden.

Die Verdammten dagegen erleiden schreckliche Qualen. Die Hölle "bäumt sich auf vor Wut" über die "Ungläubigen". Die Verworfenen werden "von Skorpionen gestochen, deren Stich noch vierzig Jahre lang spürbar ist". Als Nahrung erhalten sie bittere Kräuter und "Disteln, die den Hunger nicht stillen" und "ihr Getränk ist trübes Wasser". Es ertönt ein ohrenbetäubendes Geschrei "wie das eines Kamels aus Baktrien". Die besonders schmerzempfindliche Stelle zwischen dem Ohrläppchen und der Schulter wird "groß wie ein Berg", damit sie den Qualen mehr Angriffsfläche bietet.

Der Koran macht aber auch deutlich, dass die Höllenstrafen nicht ewig andauern werden. "Es wird eine Zeit kommen, da werden die Tore der Hölle im Wind klappern und es wird niemand mehr darinnen sein."
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