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HASS












Der Hass ist im Menschen deshalb verwurzelt, weil er ohne "ihn" nicht auskommen könnte - unter den gegenwärtigen Bedingungen. Obwohl man viel von "Liebe" spricht, ist man dem Hass noch viel näher. Die Beschäftigung mit den eigenen Gefühlen offenbart die abgründigen Seiten jedes Menschen. Die verborgenen und persönlichen Eigenschaften weisen ein hohes Aggressionspotential auf, wodurch sich jeder auch insofern definiert - wenn eine Notsituation eintritt. Jegliche Form von Abneigung ist uns "zu eigen", und keiner kann leugnen daß seine wahre Natur ganz anders aussieht als er sie "präsentiert". In diesem Sinne ist es wichtig sich selbst nicht zu verleugnen, weil man sowieso "hassen" wird wenn der "gewisse Zeitpunkt" eintritt.
Besser zu sich selbst stehen und ab und zu öffentlich hassen, als im Verborgenen tiefe Abgründe aufgehen lassen...
Ist nur leider nicht so einfach.
Wenn jemand in Saudi Arabien laut sagt "Ich hasse alle Wahabiten!", wird es ihm wohl kaum gut bekommen.
Hallo OFFEN,

Hass ist kein Teil des Menschen, vielmehr ist es eine Widerspiegelung seiner Unwissenheit.

Shri Krishna erklärt Seinem Freund und Schüler Arjuna in der Bhagavad-Gita 7.27:
Zitat:
"O Nachkomme Bharatas, o Bezwinger der Feinde, alle Lebewesen werden in Täuschung geboren, verwirrt von den Dualitäten, die aus Verlangen und Hass entstehen."

In seiner Unwissenheit identifiziert sich der Mensch mit seinem Körper, dem Land in dem der Körper geboren wurde, der Sprache, der Kultur, der Religion etc. die er in diesem Leben hat.
Sobald der Mensch Gott vergisst, sobald er vergisst dass der Höchste Herr der Ursprung und Besitzer von allem ist, trennt er sich von Gott.
Getrennt vom Höchsten Herrn lebt der verblendete Mensch in Dualität wie Schmach und Ehre, Leid und Glück, Frau und Mann, Gut und Schlecht, Freude und Schmerz. Er denkt: "Das ist meine Freu; dies ist mein Haus; ich bin der Besitzer dieses Hauses; ich bin der Ehemann dieser Frau."
Dies sind alles Dualitäten die aus Illusion entstehen und diejenigen die von diesen Dualitäten getäuscht werden, sind völlig verblendet und sind deshalb nicht in der Lage, die Höchste Persönlichkeit Gottes zu verstehen.

Die Lösung des Problems liegt nicht darin seinen Hass in die Welt hinaus zu schreien oder ihn in sich zu verstecken, sondern ihn durch das Schwert des Wissens zu transformieren.

Materialismus bedeutet Dinge getrennt von Gott zu sehen.
Sobald wir etwas getrennt von Gott sehen sind wir gefangen in der Illusionierenden Dualität. Getrieben von Verlangen und Hass leidet so der Mensch Leben für Leben und sinkt in ein immer tieferes Bewusstsein.

Sentimentaler Glaube, oder mit anderen Worten, blinder Glaube, hilft da nicht weiter. Einzig und allein transzendentales Wissen führt den Unwissenden aus der Dunkelheit ans Licht.

Jedes Lebewesen muss etwas besitzen, kein Lebewesen kann leben ohne etwas zu besitzen. Aber da das Lebewesen nicht materiell sondern spirituell ist, kann es durch materielle Dinge nicht glücklich werden. So wenig wie auch ein Fisch der an Land gespühlt wird je an Land glücklich sein kann.
Wenn der Mensch jedoch sein ursürünglich spirituelles Wesen wiedererkennt und die Bezieung die er mit dem höchsten spirituellen Wesen, dem Höchsten Herrn, hat, kann es die Dinge so sehen wie sie wirklich sind. Und so verflüchtigt sich auch aller Hass aus dem Herzen des wahrhaft Suchenden.

Liess doch mal die Bhagavad-Gita
http://www.amazon.de/Bhagavad-Gita-.....9171490590/ref=pd_sim_b_1

Gruss
Zitat:

Der Hass ist im Menschen deshalb verwurzelt, weil er ohne "ihn" nicht auskommen könnte - unter den gegenwärtigen Bedingungen.


Es gibt sicher einen evolutionären "Sinn", warum es Hass gibt, aber ich komme ganz gut ohne ihn aus. Wie kommst du zu der Aussage, dass man ohne ihn nicht auskommt?

Zitat:
[...]einer kann leugnen daß seine wahre Natur ganz anders aussieht als er sie "präsentiert". In diesem Sinne ist es wichtig sich selbst nicht zu verleugnen, weil man sowieso "hassen" wird wenn der "gewisse Zeitpunkt" eintritt.


Woher willst du wissen, dass Hass die wahre Natur des Menschen ist und nicht Liebe. Was ist wohl das erste komplexere Gefühl, was ein Baby empfindet - Hass oder Liebe?

Man kann durch bestimmte Techniken seinen Geist so schulen, dass man nicht mehr hasst.

Zitat:
Besser zu sich selbst stehen und ab und zu öffentlich hassen, als im Verborgenen tiefe Abgründe aufgehen lassen...



Ich ziehe es vor mich nicht zum Objekt eines so ungünstigen Gefühl zu machen, man kann ihn auch einfach ignorieren.
Zitat:
Zitat:
Besser zu sich selbst stehen und ab und zu öffentlich hassen, als im Verborgenen tiefe Abgründe aufgehen lassen...

Ich ziehe es vor mich nicht zum Objekt eines so ungünstigen Gefühl zu machen, man kann ihn auch einfach ignorieren.


Hm, ich denke so eine stark negative Emotion zu ignorieren kann auch in die Hose gehen. Es wäre wohl sinnvoller den Hass in Mitgefühl zu transformieren.

@OFFEN
Ich muss sagen, ich komme ohne Hass sogar viel besser aus. Seitdem ich angefangen habe meine Emotionen besser zu kontrollieren, geht es mir psychisch wie auch physisch besser.
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