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Der Schmetterlingseffekt in der Religion durch Bida












Beispiel zum Schmetterlingseffekt
Der Flügelschlag eines Schmetterlings in Australien, löst ein Tornado in Texas aus.

Eine geringschätzig kleine Veränderung der Anfangsbedingungen in einem System, kann nach einiger Zeit ein völlig anderes Ergebnis zur Folge haben (als ohne dieser Veränderung). Man nennt dies auch die Sensitivität der Anfangsbedingungen.

Die Angst des Muslims vor der Strafe Gottes. Oder warum der Islam keine "Veränderungen bzw. Anpassungen" in der Religion (Bida) zulassen kann.

Führen Anpassungen und Veränderungen eines Systems (z.B. auch ein Glaubenssystem, wenn man es als solches betrachtet) nicht das System selbst ad absurdum? Welche Veränderungen sind zulässig und welche können das System zerstören? Sind Veränderungen überhaupt möglich?

Bislang konnte ich nur Korrekturen (keine Veränderungen) am Islam ausmachen. D.H. Dinge die dem Islam angedichtet werden, aber mit Islam nichts gemein haben - ja sogar vom Islam verurteilt werden. Oder Dinge die mangels Wissens in der Religion (bewusst oder unbewusst) falsch ausgelegt werden.

An die Islam-Kritiker
Was wäre für euch ein akzeptabler Islam? Würdet ihr diesen Islam dann auch annehmen? Welche Elemente des Islams empfindet Ihr als störend?

P.S.: Ich persönlich halte den Islam für ein Perfekt in Sich geschlossenes System. Welches eigentlich keiner Änderung bedarf.
Lieber Niceday,

wenn du so offen dazu einlaedst darueber zu diskutieren, nehme ich die eiladung gerne an.

Mich wuerden folgende Dinge stoeren:

- die Sure in der empfohlen wird die Frau zu schlagen

- der Fatalismus (Maktub), d.h. keine Freiheit des Idividuums vom Ursache-Wirkungssytems

- die Kuerzung der Weisheit Jesu auf etwa 5 Prozent von dem, was im NT steht

- die persoenliche Geschichte Mohammeds: durch Weiber und Kriege war er in meinen Augen zu nah an der Welt.

- der Tonfall der spaeten Suren

- die Zweifelhaftigkeit der Echtheit grosser Bestandteile der Sunna

Bitte nimm mir das nicht uebel, aber du hattest offen danac gefragt was einem am Islam stoert und das ist meine Antwort als Christ.

Bei all dem bin ich aber ueberzeugt, dass ihr (echte) Muslime und wir (echten) Christen mehr gemeinsam haben, als viele denken und auch mehr als das was uns trennt!

Gruss,
Andreas
Hi Niceday,

auch ich werde Dir ganz offen schreiben, was mich stört - also bitte verzeih mir meine Deutlichkeit .

Ich persönlich halte den Islam für falsch, weil ich die ganze Gottes-Geschichte für unglaubwürdig halte, weil ich den Koran für nicht-göttlich halte (sondern eher für eine Hetzschrift, aufgrund der ganzen Beschimpfungen gegen die "Ungläubigen") und weil ich Mohammed (nach den Überlieferungen) für ein extrem schlechtes Vorbild und für sehr unglaubwürdig halte. Ebenso stört es mich, dass die Überzeugung mit Höllendrohungen verbreitet wird.

Am gelebten Islam - HEUTE - stört mich aber vor Allem, dass in nahezu allen islamischen Gesellschaften scheußliche Zustände herrschen. Teilweise Sharia-Theokratien, in denen Homosexuelle oder "Ungläubige" benachteiligt oder verfolgt werden, in denen nicht-Moslems keine gleichen Rechte bekommen (z.B. bei Missionierung, Glaubenswechel, Heirat, etc...), und in denen die Erniedrigung Andersgläubiger (Allah hasst sie...) in der Schule unterrichtet wird. Bei denen man nicht offen seine Meinung sagen kann, ohne Gewaltexzesse oder Fatwas zu riskieren.

Ich persönlich fürchte, dass mit der Verbreitung des Islams genau diese Probleme mitverbreitet werden. Und DESHALB bin ich so gegen den Islam.

UG
@niceday

Zitat:
Ich persönlich halte den Islam für ein Perfekt in Sich geschlossenes System.

Das stimmt! Jede Ideologie ist in sich geschlossen. Das macht ihren Reiz aus.
Sie sind einfach strukturiert, wenig differenziert und nicht komplex. Sie sind ueberschaubar und berechenbar. Sie geben deshalb Halt und eine Rechtleitung, Handlungsanweisungen im Leben ihrer Anhaenger.
Leider haben alle diese Systeme 2 nicht unerhebliche Nachteile:
1. Sie sind vereinfachende Modelle und
2. blenden sie zudem wichtige Strukturen der Wirklichkeit, welche nicht in ihr System passen, aus. So versuchen sie diese "Lecks" ihres Systems mit "Glaubenssaetzen" (s. Thread "warum gibt es Dogmen) zu kitten.

- die Wirklichkeit aber kennt keine Patentrezepte! -

lg
@niceday

Liebe niceday auch ich bin ein Kritiker des Heute praktizierten Islams.

Obwohl ich in meiner Islamischen Tradition gut aufgehoben, wohl versorgt und zur Friedlichkeit und Toleranz in der Gesellschaft erzogen worde, muss ich inzwischen erkennen, dass "der Islam" nicht "EIN Islam" ist.

Es gibt vieles erstaunliches, für mich Haarsträubendes in dem praktizierten Islam in vielen verschiedenen Ländern und sicherlich auch jetzt bei meinen Nachbarn.

Ich könnte als aussenstehender Beobachter ohne weiteres sagen:

Den Islam gibt es in den Islamisch geprägten Ländern nicht!

Ich gehe weiter und sage:

Den praktizierten Islam gibt es inzwischen mehrheitlich und immer deutlicher in einigen bestimmten Gegenden auf dieser Welt.
Einig davon sind Christlich geprägt andere nicht so sehr.
Allen diesen Ländern ist der Respekt vor dem Individuum zumindestens Verfassungsrechtlich Garantiert.

Dieses fehlt eindeutig bei der grossen Mehrheit der Islamisch geprägten Ländern.

Da sich diese Menschenmassen ( damit nicht immer Länder mit derzeitigen Grenzen gemeint bleibt ) auf den Islam und auf Deutungen des Islams und Rechtsgelehrte, Staaten, Politiker allgemein Machthaber dieses Islam zu bestimmen suchen, bin ich persönlich von der Bezeichnung eines übergreifenden Islams abgekommen.
Dieses Islam, das heute in Kritik steht ist kein übergeordnetes, sondern ein Propheten-bezogenes Religionswerk geworden.

Dies ist der Grund, warum ich nur noch von Mohammedaner-Muslimen spreche, die Gleichwertig angesehen oder eben schlechter bewertet als Christen-Muslime, Juden-Muslime oder Bahai-Muslime werden.

Eine Religion ist nicht dazu da, Menschen einzuengen oder zu Straftätern ( Sündern ) zu machen. Das wird aber von einigen sehr lauten und zuweilen Macht-Innehaltern permanent und mit Vorbedacht praktiziert!

Doch jetzt sind wir bei den Religionen angelangt. Und dort ist "ein Islam in allen Religionen zu finden oder eben auch nicht.

Je nachdem wer was sucht ...

Ich denke Türkei hat mit dem Islam eine Europäische Sichtweise übernommen, die sie wirklich weiter ausbauen und mit Rückblick in die Vergangenheit ( Osmanisches Reich ) wieder zu etwas Lebenswertem machen könnte.

Den Türken wird ihre Geschichte, die des Osmanischen Reiches bewusst und vorsätzlich vorenthalten! Denn nur so können die unsichtbaren schattenhaften aber real existierenden Machthaber ihre Interessen schützen ...

Gruss
Nasruddin
Forum -> Islam


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