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Als was ist Baha'ullah als Manifestation Gottes anzusehen












Liebe Freunde.

Aufgrund einiger Diskussionen in dieser Site, sehe ich mich innerlich gezwungen diese Fragen an die Bahai zu stellen.

a) Kann jemand der nicht an Baha'ullah glaubt, sondern nur an den alleinigen einzigen Gott Allah glaubt ein Ungläubiger sein.

b) Gibt es einen Unterschied zwischem dem Glauben der Mohammedaner an Allah und dem Glauben der Bahai an Allah?

c) Kann jemand teilweise Ungläubig sein?

Ich habe keinerlei Probleme die Aussagen von Baha'ullah zu akzeptieren.
Ich sehe aber alle Propheten oder Offenbarer oder Manifestationen als "Werkzeuge", "Wegweiser" und deren Religionen als einen Weg zu dem EINEN an.

Muss ich nun dem Wegweiser Glauben oder einfach dem Wegweiser vertrauen?

Denn wie gesagt.

Ich kann nur an den alleinigen einzigen Gott Allah glauben.

Und mein Ziel ist :

Frei übersetzt, Sinngemäss nach dem Spruch vom Hüdayi:

Was soll ich mit dieser Welt?
Mir ist nur Allah recht...

Gruss
Nasruddin
Zitat:
a) Kann jemand der nicht an Baha'ullah glaubt, sondern nur an den alleinigen einzigen Gott Allah glaubt ein Ungläubiger sein.


Nun, in dem Sinne, dass Er nicht de erste Pflicht eines Gläubigen erfüllt schon.

Die erste Pflicht, die Gott Seinen Dienern auferlegt, ist die Anerkennung dessen, der der Tagesanbruch Seiner Offenbarung, der Urquell Seiner Gesetze ist und Gott im Reiche Seiner Sache und in der Welt der Schöpfung vertritt. Wer diese Pflicht erfüllt, hat alles Gute erreicht, und wer dessen beraubt ist, geht in die Irre, hätte er auch alle gerechten Werke vollbracht. Wer diese höchst erhabene Stufe, diesen Gipfel überragender Herrlichkeit erreicht, muß jedem Gebot dessen folgen, der der Ersehnte der Welt ist. Beide Pflichten sind untrennbar, und nur die Erfüllung beider wird angenommen. So wurde es von Ihm, dem Quell göttlicher Eingebung, verfügt. (Bahá'u'lláh, Kitáb-i-Aqdas 1)

Es besteht auch das Problem, dass der Mensch ja nur über die Manifestation Gottes von Gott weiß und auch nur über diese auf Gott hören kann.

O Salmán! Das Tor zur Erkenntnis des Altehrwürdigen Seins ist immer vor den Menschen verschlossen gewesen und wird es für immer bleiben. Kein menschliches Begreifen wird jemals zu Seinem heiligen Hofe Zutritt erlangen. Als Zeichen Seiner Barmherzigkeit und als Beweis Seiner Gnade hat Er jedoch den Menschen die Sonnen Seiner göttlichen Führung, die Sinnbilder Seiner göttlichen Einheit offenbart und verfügt, daß die Erkenntnis dieser geheiligten Wesen mit der Erkenntnis Seines eigenen Selbstes gleichzusetzen sei. Wer sie erkennt, hat Gott erkannt. Wer auf ihren Ruf hört, hat auf die Stimme Gottes gehört, und wer die Wahrheit ihrer Offenbarung bezeugt, hat die Wahrheit Gottes selbst bezeugt. Wer sich von ihnen abwendet, hat sich von Gott abgewandt, und wer nicht an sie glaubt, hat nicht an Gott geglaubt. Jeder von ihnen ist der Pfad Gottes, der diese Welt mit den Reichen der Höhe verbindet, und das Banner Seiner Wahrheit für alle in den Reichen der Erde und des Himmels. Sie sind die Manifestationen Gottes unter den Menschen, die Beweise Seiner Wahrheit und die Zeichen Seiner Herrlichkeit. (Bahá'u'lláh, Ährenlese 21)

Das heißt nicht, dass ein Muslim Gott nicht erkennen kann, auch Mohammed führt zu Gott. Aber Bahá'u'lláh ist der Weg zu Gott in diesem Zeitalter.
Zitat:
b) Gibt es einen Unterschied zwischem dem Glauben der Mohammedaner an Allah und dem Glauben der Bahai an Allah?


Das kommt darauf an, was du unter Unterschied verstehst. Auch Bahá'í geben sich Gott hin, wie Muslime. Wie Bahá'í Gott auch lieben, wie Christen.

Unterschiede gibt es aber z.B. darin, was der Größte Namen Gottes ist, wie er gepriesen wird und was es für Gebote gibt.
Zitat:
c) Kann jemand teilweise Ungläubig sein?


Also ich würde sagen ja.
Zitat:
Ich habe keinerlei Probleme die Aussagen von Baha'ullah zu akzeptieren.
Ich sehe aber alle Propheten oder Offenbarer oder Manifestationen als "Werkzeuge", "Wegweiser" und deren Religionen als einen Weg zu dem EINEN an.

Muss ich nun dem Wegweiser Glauben oder einfach dem Wegweiser vertrauen?

Denn wie gesagt.

Ich kann nur an den alleinigen einzigen Gott Allah glauben.


Sie sind ja auch die Manifestationen des einzigen Gottes und nicht eigene Götter. Sie sagen ja auch nicht was Ihnen gefällt, sondern verkünden Gottes Willen.

Und nun zu deinem Hinweis auf das Bestehen zweier Götter. Gib acht, daß du dich nicht verleiten lässest, dem Herrn, deinem Gott, Gefährten beizugesellen! Er ist und war von Ewigkeit her einzig und allein, ohne Gefährten oder Seinesgleichen, ewig in der Vergangenheit, ewig in der Zukunft, gesondert von allen Dingen, immerwährend, unveränderlich und selbstbestehend. Er hat sich in Seinem Reich keinen Teilhaber bestimmt, keinen Berater, Ihn zu beraten, keinen, Ihm zu vergleichen, keinen, mit Seiner Herrlichkeit zu wetteifern. Jedes Atom des Alls bezeugt dies, und darüber hinaus die Bewohner der Reiche der Höhe, sie, die die erhabensten Sitze einnehmen, sie, derer Namen vor dem Throne der Herrlichkeit gedacht wird. (Bahá'u'lláh, Ährenlese 94:1)

O König [Násiri'd-Dín Sháh]! Ich war nur ein Mensch wie andere und schlief auf Meinem Lager – siehe, da wehten die Winde des Allherrlichen über Mich und gaben Mir Kenntnis von allem, was war. Diese Sache ist nicht von Mir, sondern von dem, der allmächtig und allwissend ist. Und Er gebot Mir, Meine Stimme zu erheben zwischen Erde und Himmel, und darum überkam Mich, was jedem verständigen Menschen die Tränen in die Augen treibt. Die übliche Bildung der Menschen erwarb Ich nicht; ihre Schulen besuchte Ich nicht. Frage nach in der Stadt, wo Ich wohnte, auf daß du Gewißheit erlangst, daß Ich nicht falsch rede. Dies ist nur ein Blatt, das die Winde des Willens deines Herrn, des Allmächtigen, des Allgepriesenen, bewegen. Kann es ruhig bleiben, wenn der Sturmwind weht? Nein, bei Ihm, dem Herrn aller Namen und Eigenschaften! Er bewegt es, wie Er will. Was vergänglich ist, ist wie ein Nichts vor Ihm, dem Ewigen. Sein allbezwingender Ruf hat Mich erreicht und ließ Mich Seinen Lobpreis unter allem Volke anstimmen. Fürwahr, Ich glich einem Toten, als Sein Befehl erscholl. Da verwandelte Mich die Hand des Willens deines Herrn, des Mitleidigen, des Barmherzigen. Wer könnte aus eigenem Antrieb verkünden, was alle Menschen, hoch oder niedrig, zurückweisen? Nein, bei Ihm, der die Feder die ewigen Geheimnisse lehrte: das kann nur, wem die Gnade des Allmächtigen, des Allgewaltigen, dazu die Kraft verlieh. (Bahá'u'lláh, Súratu'l-Haykal 192 In: Anspruch und Verkündigung 1)

Aber das ändert eben nichts an der Sache, dass die Manifestation Gottes eben der einzige Pfad zu Gott ist.
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