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Als was ist Baha'ullah als Manifestation Gottes anzusehen












Sakina

@Tobias
Zitat:
Du wiederholst immer nur deine abstrusen Thesen, welche nichts mit dem Text zutun haben

Welche Thesen?

In dem Text steht
Zitat:
Am verächtlichsten in den Augen Gottes ist, wer dasitzt und bettelt.


Auch wenn du sagst dass er anderst zu verstehen ist.
Das akzeptiere ich ja.

Aber in meinen Schädel geht es nicht rein dass der "Faule" Bettler der Verächtlichste sein soll.

Ist das Faultier dann das Verächtlichste Tier.?

Und wenn das nicht bei dir ankommt dann frage ich mich was bei dir überhaupt noch ankommt.

Wir können das Thema der "Verächtlichste" Generalisiert erforschen.
bezogen auf Aussagen der verschiedensten Religionen.oder Manifestationen.

bzw. wie diese "Beurteilungen" dann durch ihre "Anhänger" in "Glaubensakten" umgesetzt wurden.

mffffgggg gnostik
Achsooooo,

jetzt hab ichs verstanden, liebe Gnostik, war schon fast am verzweifeln, warum du alle Antworten gnadenlos ignorierst und stets auf diesen Satz pochst...

ok halten wir mal einige Aussagen fest, die du schön zitiert hast:


Zitat:
"Das Ziel ist, die Bettelei völlig zu beseitigen.


Absolut korrekt. Das ist in der Sozialpolitik pareto-optimal. Das heißt es wird schon heute versucht dieses Ziel zu erreichen, wobei man erwähnen muss, dass erhebliche Zweifel an die Zielerreichung auf politischer Ebene herrschen (Lissabon-Vertrag) - Aber die Richtung ist absolut richtig!

Zitat:
obliegt es den Reichen und den Bevollmächtigten, ihm monatliche Unterhaltsleistungen zu gewähren ...


damit hast du sehr aufmerksam darauf hingewiesen, dass dieses Ziel nicht durch die Vernichtung der Bettler (das würde noch fehlen, dass jemand sowas abstruses behauptet) geschieht, sondern durch das Bewusstsein und die Verantwortung der Reichen. Das heißt wir Menschen müssen zusammen die Armen in unserer Mitte hüten.

Kommen wir nun zu deiner Lieblingsstelle

Zitat:
Am verächtlichsten in den Augen Gottes ist, wer dasitzt und bettelt.


Die scheints mehr um die Steigerung des Begriffs verächtlich zu gehen. Im Persischen steht dieser Vers sehr schön und wird an andere Stelle genau erläutert. Der Kreis auf den sich dieses Zitat bezieht, nimmt Verbrecher oder Mörder aus. Wenn jemand einen Mord begeht, ist das in den Augen Gottes natürlich die schlimmste Tat, die ein Mensch begehen kann. Gott schenkt uns das Leben, liebt jeden einzelnen Menschen unermeßlich, deshalb hat kein andere Mensch das Recht ein Leben zu beenden. Es geht hier um Menschen, die jederzeit die Möglichkeit haben eine Arbeit nachzugehen, diese aber nicht tun, damit sie von den Mitteln anderer Leben können (oh welch ein Wunder, dass Verbrecher auch hierzulande nicht zur Erwerbstätigenquote dazugezählt werden --> Statistisches Bundesamt)

In meinen Augen (unabhängig davon dass ich Bahá'i bin) sehe ich das nicht viel anders, weil es eindeutig um das Freiwillige Betteln geht. Da muss nichts relativiert werden, das ist nach meiner Meinung sehr eindeutig hinterlegt, wie die anderen Zitate, die du erwähnt hast, deutlich zeigen. Ich sehe das auch ganz klar, als Form der Erniedrigung an, das absolut der Würde eines Menschen nicht entspricht. Deshalb finde ich es auch wichtig, dass wir hierzulande ein System haben, das zumindest versucht soviele Menschen wie möglich abzufangen und ihnen eine Möglichkeit bietet ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Mit welchem Erfolg sei mal dahingestellt

@gnostik

Lieber Gnostik ich versuche mal auf Nasruddinische Art mein Verständnis, von dem was Du hier hinterfragst, Dir darzustellen.
Vielleicht habe ich es richtig erkannt. Dann ist es ja gut.

Vielleicht liege ich aber auch falsch.
Doch dann ist es auch gut, denn Du hast die Möglichkeit dieses Missverständnis aus der Welt zu schaffen.

Zitat:
Am verächtlichsten in den Augen Gottes ist, wer dasitzt und bettelt.


Es stört Dich das Wort "verächtslichsten" in den Augen Gottes.

Wenn Gott eine Einheit ist und wir in und Teil dieser Einheit sind, habe ich auch dann verständnisprobleme, da wir gelernt haben, dass kein Bahai sich über die anderen Menschen stellen soll. Also auch nicht "verachtend" sein.

Und da kommt Gott und "verachtet" ...
Einzelne Bahai lesen es und beginnen auch wie Gott bettler "zu verachten" ...
Und "verachten" dabei Gott.

Ich selbst sehe in Teilen der Übersetzungen des Persischen und der Arabischen Texte einige Mängel in der Wortwahl.
Dies wird noch verstärkt, dass keine Transkription ( im Modernen Alphabet ) der Persischen Texte beigegeben werden. Dann hätte ich die Möglichkeit das Wort, worauf es ankommt der "Lauteschrift" in Persisch oder Arabisch zu lesen und eventuell aus diesem den existierenden Wurzelbegriff hervorzuholen und dann dieses zu verstehen.

Obwohl ich nicht Arabisch lesen kann, habe ich den Koran in der "Lautesprach-Schrift" daneben und kann dadurch Arabische Wörter aussprechen, ohne die Arabischen Schriftzeichen kennen zu müssen.

Die Bahai nehmen sich gewissen Errungenschaften nicht an.
Oder sie haben die entprechende Schulung in der Übermittlung von Informationen nicht bekommen.

Kann ich es belegen.

Sicher. Und dies mit einem Zitat von Buddha selbst, der von den Bahai auch (hoffentlich) anerkannt wird:


Zitat:

A.I.31. Gute und schlechte Heilslehre (XVI,3. 5-12)

Wer da, ihre Mönche, zu einer schlecht verkündeten Lehre und Zucht anspornt oder sich anspornen läßt und dann dementsprechend lebt, der schafft sich große Schuld. Und warum? Weil die Lehre schlecht verkündet ist.

Wer da aber, ihr Mönche, zu einer gut verkündeten Lehre und Zucht anspornt oder sich anspornen läßt und dann entsprechend lebt, der schafft sich großes Verdienst. Und warum? Weil die Lehre gut verkündet ist.

In einer schlecht verkündeten Lehre und Zucht hat der Geber [beim Geben] (nämlich beim Geben an Asketen oder Priester) das Maß zu kennen, nicht der Empfänger. Und warum? Weil die Lehre schlecht verkündet ist.

In einer gut verkündeten Lehre und Zucht hat der Empfänger das rechte Maß zu kennen, nicht der Spender. Und warum? Weil die Lehre gut verkündet ist.

Wer in einer schlecht verkündeten Lehre und Zucht seine Willenskraft anstrengt, lebt leidvoll. (*1) Und warum? Weil die Lehre schlecht verkündet ist.

Wer in einer gut verkündeten Lehre und Zucht träge ist, lebt leidvoll. Und warum? Weil die Lehre gut verkündet ist.

Wer in einer schlecht verkündeten Lehre und Zucht träge ist, lebt glücklich. Und warum? Weil die Lehre schlecht verkündet ist.

Wer in einer gut verkündeten Lehre und Zucht seine Willenskraft anstrengt, lebt glücklich. Und warum? Weil die Lehre gut verkündet ist.

(*1) In diesem Leben lebt er leidvoll, wenn er bei der Ausübung der Schmerzensaskese eifrig ist, und auch nach dem Tode im Falle ungünstiger Wiedergeburt. Ist er aber lässig in der Ausübung falscher Lehre, so verringert er gegenwärtiges und künftiges Leid.


aus: http://www.palikanon.com/angutt/a01_011-033.html#a_i11

Gruss
Nasruddin
Zitat:
Einzelne Bahai lesen es und beginnen auch wie Gott bettler "zu verachten" ...


Was Bahá'u'lláh ebenfalls verbietet. Nur ein Beispiel:

O Sohn des Staubes! Wahrlich, Ich sage dir: Der nachlässigste aller Menschen ist, wer unnütz streitet und sich über seinen Bruder zu erheben trachtet. Sprich: O Brüder! Laßt Taten, nicht Worte eure Zier sein!

Der Mensch ist nicht Gott, alle Menschen sind auf der gleichen Stufe.

Zitat:
Dies wird noch verstärkt, dass keine Transkription ( im Moderenen Alphabet ) der Persischen Texte beigegeben werden. Dann hätte ich die Möglichkeit das Wort, worauf es ankommt der "Lauteschrift" in Persisch oder Arabisch zu lesen und eventuell aus diesem den existierenden Wurzelbegriff hervorzuholen und dann dieses zu verstehen.


Wenn es dich interessiert: Im Jahr 2009 werden das Kitáb-i-Aqdas (Arabisch) und der Brief an den Sohn des Wolfes (Persisch) in einer wissenschaftlichen Übersetzung im Verlag der Weltreligion herauskommen.

Ob aber ein Wurzelverzeichnis dabei sein wird, kann ich nicht sagen. Zumindest in der Arabistik gilt aber die englische Übersetzung des Kitáb-i-Aqdas als sehr schön und recht genau. Die deutsche Übersetzung ist ja aus dem Englischen, unter der Zuhilfenahme des arabischen Urtextes entstanden.

Zitat:
Die Bahai nehmen sich gewissen Errungenschaften nicht an.
Oder sie haben die entprechende Schulung in der Übermittlung von Informationen nicht bekommen.


Die Sache ist ganz einfach, dass für Bahai Arabisch nicht als die Sprache Gottes gilt, das aber bei muslimischen Gelehrten sehr verbreitet ist. Daher keine so große Begeisterung für Arabisch wie im Islam.

Auch darfst du die Kleinheit der Gemeinde hierbei nicht vergessen. Im Persischen gibt es eine große Bahai-Literatur um die arabischen Schriften von Bahá'u'lláh zu verstehen. Im Westen verließ man sich, zurecht, auf die Übersetzung von Shoghi Effendi und nun auf die vom Internationalen Lehrzentrum und den Verlagen, wobei das gewiss nicht das Gleiche ist.

Ich stimme dir aber zu, dass es schön wäre, wenn die finanziellen und anderen Möglichkeiten es zulassen, dass man auch Studienausgaben herausgibt, welche auch den Wortlaut der Ursprungssprache zeigen.

Kleinere Ansätze dafür gibt es bereits:

http://bahai-library.com/provisionals/aqdas/
http://bahai-library.com/writings/bahaullah/aqdas/about.html
http://bahai-library.org/resources/tablets-notes/kitab-aqdas/
http://www.grbooks.com/show_book.php?book_id=109
http://www.grbooks.com/show_book.php?book_id=110
http://www.cdlpress.com/catalog/product_info.php?products_id=48
http://www.cdlpress.com/catalog/product_info.php?products_id=92


Liebe Grüße, Tobias
Lol,

ja ich gehe morgen die Zeil entlang und verachte mal soeben jeden Bettler...

Was soll ich dazu noch sagen? Wie kann man eine Religion so stark entfremden? Wie kann man etwas, dass im Wortlaut den Menschen aufmerksam macht, dass Faulheit und Betteln nicht zum Lebensinhalt werden sollen, so umdrehen und behaupten dass die Bahá'i alle Bettler verachten? Wie kann man die Zitate und eindeutige Ermahnungen Bahá'u'lláhs, dass wir hingegen ALLEN Menschen ein Trost für die Seele sein sollten und ihnen nach helfen und unterstützen sollen so gnadenlos ignorieren?

Wenn ich diese Art "Feldzug" gegen den Islam oder das Christentum führen würde, dann müsste ich wochenlang Seiten füllen. Ich könnte bei jeder Religion Stellen nach meinen eigenen Gutdünkel herauspicken und es auseinander nehmen und gegen jede vernünftige Erklärung die Ohren und das Herz verschließen und dabei nur auf meine Sicht pochen. Aber das ist nicht die Methode der Bahá'i. Vielmehr versuche ich alles im Gesamtkontext zu sehen. Wenn gesagt wird, dass der Islam Frauen und Menschenfeindlich ist, sage ich dass diese Religion zu seiner Zeit große Fortschritte und sogar die Liberalisierung der Frauen mit sich brachte. Wenn gesagt wird, dass die Kirche Hexen verfolgt hat und das Christentum schändlich ist, sage ich dass das überhaupt nichts mit dem Kern des Glaubens zu tun hat, sondern die christliche Lehre auf Nächstenliebe basiert und was wunderschönes ist.

Ich glaub dass ist der wesentliche Unterschied zwischen unseren Herangehensweisen.

Was das mit "verächtlicht" bedeutet, habe ich ja schon erwähnt. Aber das ist ja auch egal. Schließlich ist ja nicht die Wahrheit wichtig, sondern ein Angriffspunkt. Also habt ihr wahrscheinlich recht und die Bettler müssen eliminiert und von allen Menschen verachtet werden. Ist zwar das genaue Gegenteil von der Botschaft Bahá'u'lláhs, aber am Einfachsten um dieses Zitat zu erklären.

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