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Als was ist Baha'ullah als Manifestation Gottes anzusehen












Lieber gnostik:

Zitat:
Weil in diesem Vers nicht steht daß bettelei von faulen bettlern verboten ist.


Ich glaube du übersiehst da etwas. In einer Bahá'i Ordnung gibt es gar keinen Bedarf sich das Betteln zum Beruf zu machen, da Almosensteuern erhoben und Fonds für Bedürftige eingerichtet werden.

Bettler brauchen ja somit auch nicht betteln sondern sollen sich ihren Unterhalt von den Kassen des Hauses der Gerechtigkeit beziehen.

Ist das jetzt unmenschlich ? Oder geht es dir eher darum den Lebensstil der Bettler zu bewahren ?

Zitat:
Alls nächstes wer entscheidet den wer ein fauler oder anderer Bettler ist?

Werden denen dann wieder offizielle Winkel an die Kleider genäht mit der Aufschrift Asozialer ?


Wer arm ist beantragt beim örtlichen geistigen Rat Sozialgelder und braucht somit nicht betteln. Deswegen gibt es keine Aufschriften, da dies auch nicht gefahndet werden braucht. In einem sozialgerechten Staat ist Bettelei gewiss kein Thema.

Auch in guten Sozialstaaten wie Deutschland gibt es Bettler, jedoch haben diese andere Probleme als finanzielle und statt dass man diesen Lebenstil fördert sollte man deren geistige Probleme und ihren Alkoholismus zu lösen versuchen.

LG
@Hitman

Zitat:
P.S. das mit dem umdrehen und alle Bettler verachten, war auf Nasrrudin bezogen, der das tatsächlich in den Raum gestellt hat!


Natürlich habe ich es in den Raum gestellt.

Schau her, wie es mit allen vorangegangenen Religionen praktiziert wurde.

Etwas gefällt Gott nicht. Also gefällt es den Gläubigen auch nicht!

Gott will das etwas verstanden und erkannt wird. Also Zwingen die Gläubigen andere dazu!

Gott sagt gehet hin und verbreitet meine Lehre.
Also gehen Gläubige hin und erzwingen die Lehre.

Damit weise ich klar und ohne Schnörkelei in meiner Aussage darauf hin.

Und zeige mit den Worten Buddha's welche Verantwortung in der Übermittliung der Lehre steckt.

Ich habe folgende Probleme. Jeder Bahai soll seinen Kenntnissen gemäss die Lehre übermitteln könne. So gut Er oder Sie es eben kann!

Das ist die Gefahr die die Bahai's jetzt ausgesetzt sind.

Wer jemanden der Baha'ullah nicht primär als die einzige Führerfigur ( neben Gott ) akzeptiert aber ansonsten uneingeschränkt Gläubig ist und von den Bahai als Irrenden oder jemand der im offensichtlichen Irrtum liegt , bezeichnet, ist bereits hinüber zu den "erzwingern im Geiste" gegangen.

Für mich ist das Wort schon der Hinweis zum Potenzial das darin steckt!

Ich wurde hier im Rahmen von einem "wenn dann" als "Ungläubigen" tituliert. Das ist in meinen Augen bereits weit weit weg von "der Pflicht" den jeder Bahai auf sich nimmt, wenn er sich als Anhänger der Religions Baha'ullah's bezeichnet ...

Das Du Dich mit Deinen Gefühlen angegriffen oder verletzt fühlst tut mir Leid. Doch da Du gradlinig bist, musst Du auch gnostiks Wort-Wörtlichkeit und meine Befürchtungen bei der Übermittlung der Lehre verstehen lernen.

Gruss
Nasruddin
@Tobias

Zitat:
despised = verachtet
to despise = missachten; verachten; verschmähen; geringschätzen


Nach der unendliche Bohrerei von gnostik kommt langsam der Ansatz für die Missdeutungen zum Vorschein.

Wenn ich missachten oderverschmähen als Übersetzer vorgezogen hätte, käme eine ganz andere und es könnte sogar eine nach menschlichem Ermessen logische Erklärung gegeben werden.

Zitat:

Vergeudet eure Stunden nicht in Faulheit und Müßiggang, sondern tut, was euch und anderen nützt. So ist es befohlen auf dieser Tafel, von deren Horizont die Sonne der Weisheit und der Rede scheint. Der Verschmähteste in den Augen Gottes ist, wer dasitzt und bettelt.


Zitat:

Vergeudet eure Stunden nicht in Faulheit und Müßiggang, sondern tut, was euch und anderen nützt. So ist es befohlen auf dieser Tafel, von deren Horizont die Sonne der Weisheit und der Rede scheint. Es wird dejenige in den Gottes am meisten missachtet, wer dasitzt und bettelt.


Und darunter verstehe ich, das diejenige der Faulheit und dem Müssiggang frönen von Gott missachtet oder verschmäht werden.
Es lässt sie links liegen. Ignoriert diese Menschen...

Das kann bedeuten:

Die Gebete und die Wünsche dieser Menschen wird nicht erhört!

Aufgrund fehlenden aufrichtigen Taten, obwohl Tatkraft vorhanden wäre, misslingt diesen Menschen der erfolgreiche Abschluss ihrer Unternehmungen.

Es ist keine Verachtung, Überhöhung oder etwas Erniedrigendes mehr im Text.

Und vielleicht hätte Gnostik mit dieser Nasruddinischer Darstellung weniger Angriffsfläche...

Gruss
Nasruddin
Zitat:
Wer jemanden der Baha'ullah nicht primär als die einzige Führerfigur ( neben Gott ) akzeptiert aber ansonsten uneingeschränkt Gläubig ist und von den Bahai als Irrenden oder jemand der im offensichtlichen Irrtum liegt , bezeichnet, ist bereits hinüber zu den "erzwingern im Geiste" gegangen.


Hatten wir das Thema nicht schon so oft? Nur die Manifestationen Gottes sind das Tor zu Gott. Bahá'u'lláh ist der Weg zu Gott in diesem Zeitalter. Deine Unterstellung des Polytheismus habe ich auch schon mehrmals wiederlegt. Ich werde diesmal keine Zitate bringen, weil ich das schon so oft tat.

Wenn man Bahá'u'lláh nicht als Manifestation Gottes für dieses Zeitalter anerkennt ist man nun einmal im Irrtum. Aber das ist kein Grund jemand zu irgendwas zu zwingen oder ihn zu diskriminieren. Der Qur'án ist voller solcher Darstellungen, nur das dort auch weltliche Folgen vorhergesehen sind. Im Neuen Testament wird auch der Anspruch von Jesus klar aufgestellt.

Zitat:
Ich wurde hier im Rahmen von einem "wenn dann" als "Ungläubigen" tituliert. Das ist in meinen Augen bereits weit weit weg von "der Pflicht" den jeder Bahai auf sich nimmt, wenn er sich als Anhänger der Religions Baha'ullah's bezeichnet ...


Ja, aber auf die Frage hast du nicht geantwortet. Wer nun einmal nicht an Bahá'u'lláh glaubt ist in diesem Punkt ungläubig. Das ist ganz einfache Logik. Du kannst sie mir gern wiederlegen. Und die Manifestation Gottes anzuerkennen ist nun einmal die erste Pflicht die Gott den Menschen auferlegt hat. Was auch logisch ist, denn ohne die Manifestation Gottes kann der Mensch weder Gott, noch seine Offenbarung erkennen.

Ich wollte dich damit nicht kränken, aber lügen soll ich ja wohl auch nicht, oder?


Liebe Grüße, Tobias
Hallo Liebe Freunde,
Wollte mich schon früher zur Wort melden, aber hatte leider Prüfungsstress gehabt. Ich werde mich mal auf den letzten Post beziehen.

@ Lieber Nasruddin,
Ich antworte mal auf deinen Beitrag.

Zitat:
Etwas gefällt Gott nicht. Also gefällt es den Gläubigen auch nicht!


Klar, hat auch niemand bestreitet. Bahais mögen nicht Menschen, die Arbeitsfähig sind und nicht versuchen eine Arbeit zu finden sondern Betteln. D.h. aber nicht dass man solche Menschen kennzeichnet oder sie dazu zwingt. Sie können betteln gehen, aber von den Bahais werden sie nicht dazu unterstützt nur wenn sie wirklich ihr Leben in den Griff bekommen wollen. Arbeitsunfähige Menschen müssen durch Sozialgelder selbstverständlich versorgt werden gar keine Frage. Eigentlich eine Zusammenfassung aus den letzten Aussagen in diesem Thread.

Zitat:
Gott will das etwas verstanden und erkannt wird. Also Zwingen die Gläubigen andere dazu!

Zumindest bei den Bahais und auch in den Islam verstoßen sie ihre eigene Gesetze, wenn Gläubige andere dazu zwingen "Gottes Gebote" zu befolgen. Bei den Bahais wird dann das Grundprinzip " Selbständige Suche nach der Wahrheit verstoßen" und beim Islam, dass es keinen Zwang im Glauben gibt. Bei den anderen Religionen kenne ich nicht die genauen Stellen.

Was man hier, um Missverständnisse zu vermeiden, machen muss man die Gottes Stufe mit der menschlichen Stufe, laut dem Bahai Verständnis, auf jeden Fall unterscheiden. So nehmen die Bahais auch nicht Gott als Vorbild, weil Gott eine viel höhere Stufe hat als es jemals ein Mensch haben kann, laut Bahai Verständnis. Zum Beispiel dürfen wir nicht urteilen wie Gut oder Schlecht ein Mensch insgesamt ist, also im Gesamtkontext betrachtet. Natürlich müssten wir Kriminelle fanden und sie gerecht verurteilen und können in Rahmen dieser Tätigkeit entscheiden, dass es nicht korrekt war (Wir = Volk = Staat ---> Idealbild der Demokratie). Aber es ist nicht gut zu sagen z.B. "Nasruddin ist viel besser / schlechter als Sam".
Wir als Bahais sehen selbst nicht mal Baha'u'llah als Vorbild sondern Abdul'Baha weil selbst die Manifestationen eine höhrere Stufe als die Menschen haben.

Zitat:
Wer jemanden der Baha'ullah nicht primär als die einzige Führerfigur ( neben Gott ) akzeptiert aber ansonsten uneingeschränkt Gläubig ist und von den Bahai als Irrenden oder jemand der im offensichtlichen Irrtum liegt , bezeichnet, ist bereits hinüber zu den "erzwingern im Geiste" gegangen.


Wir aktzeptieren doch auch Moses, Christus und Muhammad als Gottesoffenbarer bzw. Manifestations Gottes, nur denken wir eben dass sie eben für die Nöte der Zeit von damals gesorgt haben und heute eben andere oder genauere Erklärungen bedarf als damals. Und wir stellen Baha'u'llah neben Gott, er ist nur für uns das Sprachrohr Gottes. Manifestation Gottes sind laut der Bahai Lehre von der Stufe gesehen zwischen Gott (unterhalb) und Mensch (höher). Selbst sie können das komplette Wesen von Gott nicht begreifen, aber haben einen direkten Kontakt.

Zitat:
Ich wurde hier im Rahmen von einem "wenn dann" als "Ungläubigen" tituliert.

Ich sehe dich nicht als ein Ungläubigen. Soweit ich mich erinnern kann bist du Muslim oder? Außerdem wird das Wort Ungläubige wenn überhaupt bei den Bahais selten benutzt. Ich selber habe noch keinen Bahai gesehen, die einen nicht Bahai Gläubigen als "Ungläubige" bezeichnet hat. Entweder man sagt nennt man die Person welche Religion angehört (Muslim, Christ, Jude, Buddhis etc.) und bei Menschen die keiner Religion angehörgt ist Atheist, Agnostiker oder ums allgemeiner zu halten Nicht gläubige oder nicht theisten.
Ich finde jemanden als Ungläubig zu bezeichnet wirkt auch nicht konstruktiv für den weiteren Verlauf des Gesprächs.
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