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Lieber Gott - warum?












Jaha, schön wär's! Dem Fipps trieft der Sarkasmus schon aus den Nasenlöchern...

Und der Koran mag meinetwegen sogar göttlichen Ursprungs sein (was ich nicht glaube), aber seine Auslegung ist es eindeutig nicht. (Im Übrigen ist es auch den Suren nach nicht Aufgabe der Muslime über die Ungläubigen zu urteilen, sondern einzig und allein Allahs. Ich frage mich ohnehin wie er wohl über diejenigen urteilen wird, die sich anmassen seinen Job zu machen...)

@posi:

Her mit meinen Euronen, sonst !

Zitat:
Dem Fipps trieft der Sarkasmus schon aus den Nasenlöchern...
Naja, naja, aber meist meine ich es auch durchaus ernst, trotz aller Scherze. Offenbar traue ich mir selber nicht ganz über den Weg.

Muslime würden es als recht hochmütig von uns werten, wenn wir ihnen klarmachen wollten, wie sie ihren Koran zu deuten haben.
Siehe dazu auch den höchst interessanten Link in diesem Forum:
http://www.geistigenahrung.org/ftopic54272.html
In Europa haben wir nach langen qualvollen Jahrhunderten so etwas wie Freiheit des Denkens und der Meinungsäußerung. Deshalb können wir viel leichter alle möglichen Vorstellungen hinterfragen.
Sogar die katholische Kirche hat inzwischen -- nach einigem Zögern -- die Ergebnisse der historisch-kritischen Bibelforschung akzeptiert, und es sind heute Binsenweisheiten, dass fast nichts im alten und im neuen Testament wirklich von denen stammt, denen es zugeschrieben wurde. Was aber nichts an den grundlegenden Glaubensvorstellungen der verschiedenen christlichen Fraktionen ändern musste. Eher ist dieses Faktum Anlass zu einer tieferen Betrachtung der eigenen Traditionen und Vorstellungen. So könnte es auch mit dem Koran-Islam gehen. Aber das tut weh und ist wirklich nicht so einfach.

Zwar glaube ich nicht an einen personalen Gott, wie die Christen, Juden und Muslime es tun, aber ich sehe und respektiere, dass jeder Gläubige dieser Religionen die Fragen nach den höheren Dingen eben auf eine Weise betrachtet und angeht, in die er hineingewachsen ist und die ihm akzeptabel erscheint. Niemals könnte ich mit dem muslimischen Ehemann meiner Nichte in religiöse Streitgespräche geraten. Er lebt, wie kaum ein europäischer Christ es zustande brächte, und drückt niemandem seinen Islam aufs Auge.

Wenn man sich mal in eine große Moschee stellt, in Istanbul oder bald auch in Köln, fühlt man um sich herum Hingabe an etwas Höheres. Das kann man auch in christlichen Kathedralen spüren (wenn nicht zuviele Touristen drin herumlaufen). Und DAS ist -- alle sonstigen, eher kleinlichen Erwägungen beiseite schiebend -- meine Antwort auf die Startfrage "Lieber Gott - warum?"

Spiritus ubi vult spirat -- der Geist weht, wo er will).
Hallo Ellen,

Zitat:
Zitat:
selbst der Herr Jesus Christus wendete Gewalt an als er die Händler aus dem Tempel jagte)

Nun ich sehe auch diese Handlung eher aus geistiger Sicht.
Die Gewalt die hier angewandt wurde war geistiger Natur.


Nun Christus tat es, und er tat es aktiv mit Armen, Beinen und Stimme. (nebst der Peitsche als Waffe)
Und nicht "im Geist"...

Zitat:
Und zwar Gewalt in Sinne von Macht und Entscheidung.
Der lebendige Tempel Gottes ist im Geist des Menschen.
Es geht hierbei um die unterschiedlichen Denkarten mit denen man sich auseinandersetzt. Negativ-Positiv. Nützlich oder nicht. Gesund oder eher krankmachend. Fördernd oher eher hemmend. usw


Eine bedeutende (aktive!) Tat zum Frieden auf Erden wäre wenn der ernsthafte Christ aufhört Fleisch zu essen. Voraussetzung ist natürlich, das sich in ihm das Bewusstsein des Mitgefühls entwickelt hat. Und das entwickeln dieses Bewusstseins setzt, da gebe ich dir recht, eine gewisse "geistige Hygiene" voraus.

Zitat:
Als Mensch sind wir auf einer Ebene doch immer ständig am Handeln mit uns selbst mit Gott in uns mit unseren Nächsten.


Bingo!
Wieso sind dann die "frommen" Christen, Muslime, Juden, Buddhisten und Hindus nicht alle Vegetarier? Denn die Tiere sind unsere schwachen Brüder und Schwestern.

Zitat:
Es geht darum Denken das nicht gut für uns ist zu erkennen und diesem Denken ganz entschieden den zutritt zu unserem Geist zu verweigern.
Wenn sich Gedanken die uns schaden, hindern, uns nicht förderlich sind im Geist versuchen einzunisten und sich dort festsetzen wollen dann sollten wir eben dasselbe tun, nämlich sie schnellstmöglich aus unserem Tempel herausjagen. Ohne Kompromiss (Handel) in diesem Falle. Und unseren Tempel reinigen auf diese Weise.

Wie denn, mit der Peitsche wie Christus ?
Das geht wohl kaum. Denn Gedanken kommen und gehen, wir können sie nicht kontrollieren.
Was wir jedoch können ist, sie mit unserer Intelligenz zu kontrollieren.

Dafür gibt es in der Bhagavad-Gita ein gutes Beispiel.
Das Beispiel mit dem Wagen und den Pferden.

Die fünf Pferde sind die fünf Sinne.
Die Zügel sind der Geist.
Der Kutscher ist die Intelligenz.
Die Kutsche der materielle Körper.
Die Räder und ihre Speichen die frommen und sündhaften Handlungen.
Und der Fahrgast die individuelle, spirituelle Seele, unser wahres Selbst.

Die Pferde rennen einfach los, ohne Ziel. Durch den Geist können wir sie Zügeln. Dafür benötigen wir jedoch den erfahrenen Kutscher der die Zügel kontrolliert.
Die Intelligenz (in sanskrit genannt; buddhi) ist das Unterscheidungsvermögen, der Geist (genannt; mana) ist die mentale Ebene des Denkens, Fühlens, Wünschens.

Wüsste der Mensch das er eine ewige, individuelle, spirituelle Persönlichkeit ist und gezwungen ist, all das was er verursacht hat auch zu verantworten, so würde er beispielsweise aufhören Fleisch zu essen.
Denn damit erzeugt er entsprechend dem Gesetz von Aktion und Reaktion, Krama, in seiner Zukunft nur Leid für sich selbst.

Aber da es den meisten Menschen an transzendentalem Wissen mangelt weil sie irgendwelchen pseudoreligiösen Führern folgen, sind sie aller Intelligenz beraubt und die "Kutsche" ist schutzlos den drängenden Pferden ausgesetzt.

Gruss
Das mit dem Fleischessen ist so eine Sache.
Manche von uns können damit echt Probleme bekommen. Eine Verwandte von mir war jahrzehntelang Vegetarierin. Dann, sie war schon über 50, fühlte sie sich monatelang immer schlechter. Während einer längeren Eisenbahnfahrt aß sie dann doch endlich mal ein Steak -- es gab sonst nichts Brauchbares Vegetarisches.

Und im Nu waren alle Beschwerden verschwunden.

Lieber Jivatma, du hast ja Recht. Aber was tun? Uns, die wir doch nicht anders können, bleibt nur, im Verborgenen und voller Scham Tiere zu vertilgen. Das ist für die meisten Menschen eben auch der Preis dafür, einen Allesfresser-Körper zu haben.

LG, Fipps
Zitat:
Glaub ich nicht. Die meisten Muslime wurden von Kind auf angelogen, dass der Koran "göttlich" usw... sei - und verteidigen diese Lüge bis aufs Blut. Die checken gar nicht, dass Du ihnen helfen willst, oder sie auf einen Irrtum aufmerksam machen möchtest, sondern betrachten Dich nur als Gegner.


Das mag sein. Sie werden aber kurz oder lang nicht darum herumkommen, diese Erkenntnis zu schlucken! Da können sie noch so viel um sich herum beißen!

Gruß!
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