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Danke, lieber Nasruddin,
und ich bekenne, dass meine Postings über das Alter der Welt reine Fopperei und nicht ernst gemeint waren.
Lieben Gruß, Fipps
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Hallo Flipps,
sorry hab erst jetzt gesehen das du was geschrieben hast.
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| Ich esse schon Jahrzehnte vegetarisch und fühl mich topp fit. |
Dann droht dir also wenigstens aus dieser Richtung kein schädliches Karma. Wie hältst du es denn mit Milchprodukten, Eiern, Lederschuhen und all den anderen Dingen des Alltags, die ohne Tierleichen und Tierleiden kaum vorstellbar sind?
Ist es nicht geradezu typisch für die materielle Ebene, auf der wir leben, dass das eine nur auf Kosten des anderen leben kann? Es ist doch ein Kreislauf aus Leben und Tod, aus Werden und Vergehen.
Trotzdem, du hast bei mir einen wunden Punkt angerührt. |
Als Hare-Krishna enthalte ich mich auch der Eier und Fische und Schuhe gibts mitlerweile auch in Kunststoff ganz ordentliche.
Aber natürlich erzeugt auch jeder Liter Erdoel (Kunststoffe) ebenfalls ganz schön viel negatives Karma. (Umweltverschmutzung--->Tiersterben etc.)
Grundsätzlich wird Karma in den Vedischen Schriften in drei Kategorien geordnet:
- Karma = fromme Handlung
- Vikarma = sündhafte Handlung
- Akarma = Handlung die keine Reaktion erzeugt
Insofern erzeugt also ein Vegetarier auch eine Schuld gegenüber den Pflanzen die er isst. Dieses Karma ist natürlich mit dem Karma das man erzeugt wenn man Fleisch isst verschwindend klein, da die Pflanzen ein viel niedrigeres Bewusstsein haben als Tiere.
Du hast jedoch recht in der materiellen Welt lebt ein Lebewesen vom Leben eines anderen.
Abgesehen vom weitaus höheren Leidempfinden eines Tieres gibt es noch folgendes zu bemerken. Pflanzen werden grundsätzlich erst dann geerntet wenn sie reif sind, das heisst, wenn sie ihr Wachstum abgeschlossen haben und sich wieder in Richtung Verfall bewegen. So wird zum Beispiel Getreide erst dann geerntet wenn die Pflanze abgestorben ist. Tiere leben jedoch viel länger und müssen gewaltsam getötet werden.
Aus diesem Grund ist der Plan in der Schöpfung dass der Mensch sich von Pflanzen ernährt.
Nun zurück zum "technischen".
Wir sollten verstehen, dass uns "fromme Handlungen" ebenfalls nicht aus dem Kreislauf von Geburt und Tod befreien. Denn diese erzeugen ebenfalls eine Reaktion ---> Genuss in der Zukunft - und dieser Genuss verstrickt uns dann wieder auf ein Neues mit der materiellen Natur. Man kann zwar Vikarma durch Karma ausgleichen da wir jedoch trotzdem irgendwie mit unseren Sinnen (dem mat. Körper) gezwungen sind zu Handeln findet die Kette kein Ende = Aktion-Reaktion-Aktion-Reaktion.....
In unserer Philosophie (Vaishnava-Vedanta) negiert man nicht die materielle Welt in dem wir alles auf ein absolutes Minimum verringern = (Asketismus), sondern wir nehmen die annehmbaren Produkte der Natur und setzen sie in den Dienst Gottes. Diese dienende Hingabe zu Gott wird in der Bhagavad-Gita Bhakti-yoga genannt. Der Vorgang des Bhakti-yoga ist die Quintessenz, die höchste Schlussfolgerung der Bhagavad-Gita.
Wir opfern im Bhakti-yoga beispielsweise alles was wir Essen zuerst zu Shri Krishna. Natürlich braucht Krishna (Gott) kein Essen von uns, aber da Er der Ursprung und die Ursache von allem ist, ist er auch der Besitzer und Geniesser von allem. Insofern wird die Handlung des Kochens und das Ergebnis des Kochens (die Speise) zu Yoga (gleichbedeutend mit Re-Ligio, Rückverbindung). Wenn wir auf diese art und weise handeln, erzeugt weder das Kochen noch der Genuss des Essens eine karmische Reaktion.
Wenn wir also unsere Nahrung Gott darbringen, werden wir von allen Reaktionen befreit = Akarma.
Krishna erklärt hierzu seinem Freund Arjuna in der BG:
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| "Die Geweihten des Herrn werden von allen Arten von Sünden befreit, da sie Nahrung essen, die zuerst als Opfer dargebracht wurde. Andere, die Nahrung für ihren eigenen Sinnengenuss zubereiten, essen wahrlich nur Sünde." (BG 3.13) |
Der Begriff Sünde wird in den Veden ähnlich beschrieben wie im Deutschen ---> "sich ab-sondern"=von Gott trennen.
Gruss
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Hallo Ellen,
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| Was würdest du sagen wenn man dir deine Kinder nimmt - weil sie schön zartes Fleisch geben? |
Ein bisschen weit hergeholt, aber als Panther würde ich attakieren und ein anderes Tier reissen als Nahrung für meine Kinder. |
Das ist nicht weit hergeholt. Tiere haben eine starke soziale Bindung zu ihren Jungen. Ganz besonders diejenigen Arten die ihre Kinder mit Milch säugen. Da sind so viele Gemeinsamkeiten zwischen Tier und Mensch.
Sie haben Beine, Arme, Augen, Nase, Mund, Ohren, Herzen, Blut und geben ihren Neugeborenen Milch. Die Pflanzen sind weitaus entfernter.
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| Denn wer bewusst verbunden ist mit Gott, ist es mit allen Lebewesen. |
Mit Gott und mit allen Lebewesen sind wir auch verbunden wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. |
Ich sprach von einem ernsthaften Spiritualisten, also jemandem der sich dessen bewusst geworden ist das er mit allen Lebewesen durch Gott verbunden ist. Und als solcher kann so eine Person gar nicht mehr anders handeln als BEWUSST.
Das ist gemeint mit der Aussage Christi; "an den Früchten könnt ihr sie erkennen"
Gruss
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Hallo Flipps,
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| Im 7. Jahrhundert errechnete der Mönch Beda Venerabilis (Kloster Jarrow bei Newcastle upon Tyne) aus den unfehlbaren Angaben der Heiligen Schrift das Datum der Erschaffung der Welt und kam auf den 18. März 3952 v. Chr. |
Christopher Kolumbus Plan wurde damals ebenfalls durch die Kirche (sie nahm Bezug auf Biebelaussagen) bekämpft da die Erde eine Scheibe sei und die Seefahrer in die Tiefe stürzen würden.
Aber das bedeutet nicht zwingend das die Biebel Schrott ist, lediglich das es an ihrer Interpretation mangelt/e. Hinzu kommt das die Bibel von verschiedenen Personen "verfasst" wurde.
Viele historische Ereignisse die in der Bibel beschrieben werden sind jedoch nachweislich korrekt.
Die Jahrtausendealten Veden erklären, dass das Universum 4.32 Milliarden Erdenjahre besteht. Dieser Zeitraum wird als Kalpa bezeichnet.
Und ein Kalpa ist in 1000 Divyayugas unterteilt. Ein Divyayuga besteht aus 4 Zeitaltern Satya-Yuga 1,728 Millionen Jahre, Dvapara 1,296 Millionen Erdenjahre, Treta-Yuga 864'000 Erdenjahre und das Kali-yuga (in dem wir uns heute befinden) 432'000 Erdenjahre.
Das Kaliyuga begann vor ca. 5100 Jahren. Der genaue Beginn ist auf die Sekunde genau beschrieben (in einer Schrift die Surya-sidhanta genannt wird). Eine Konstellation bei der Erde, Mond, Mars, Jupiter, Venus, Saturn und Sonne in einer Linie deckungsgleich hintereinander aufgereiht sind. (wie an einer Straffgezogenen Perlenkette). Man hat mittels Computerberechnungen nachweisen können das die Zeitangabe im Surya-sidhanta korrekt ist.
Die Aussage der Biebel könnte sich (rein theoretisch natürlich) auf den Beginn des Kali-yuga beziehen. Denn das Urjudentum hatte wie auch der Zoroastrismus seine Wurzeln in der alt indischen (vedischen) Kultur.
Was ebenfalls in Frage kommt, sind Zeitangaben die gar keine "Erdenjahre" sondern Jahresangaben von höheren Welten beschreiben. Die Veden beschreiben dass das Universum grundsätzlich in 14 verschiedene Dimensionen unterteilt ist. Von feinstofflichen Welten bis hinunter zu grob verdichteten Welten zu der die Erde gehört.
Im Weiteren wird erklärt, das je verdichteter die Materie ist, je schneller die Zeit läuft. Was bedeuten könnte das Zeitangaben die kosmologische Abläufe beschreiben nicht nach Erdenjahren sondern nach Zeitangaben höherer Dimensionen beschrieben sind.
So entsprechen beispielsweise 1 Erdenjahr 12 Stunden auf Svargaloka, einer höheren Dimension auf der Lebewesen mit göttlichen Eigenschaften leben.
Die Qantenphysik spricht heute ebenfalls schon von "verschiedenen Dimensionen".
Wir wissen noch lange nicht alles und sollten immer offen bleiben für Neues.
Gruss
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Hallo Jivatma,
Fipps, nicht Flipps -- nicht dass man mich mit *Flips* verwechsle, der ebenfalls in diesem Forum seine Wirksamkeit entfaltet.
Danke für deine Ausführungen. Tja, hört sich etwas umständlich an, diese Befolgung von Reinheitsregeln in Bezug auf Essen. Ich denke mir, wenn sich das Bewusstsein entsprechend erweitert, dann ergibt sich das rechte Leben ganz von selbst. Die Befolgung strenger Regeln, vielleicht im Grunde gegen die eigene Natur, könnte eher zu spiritueller Verkrampfung führen, die das mühsam aufgerichtete geistige Kartenhaus irgendwann zusammenfallen lässt. Ist es nicht ein bisschen so, dass man mit einer womöglich etwas aufgezwungenen Lebensweise das Pferd gewissermaßen von hinten aufzäumt? Wenn die veganische Lebensweise wie von selbst die Folge eines entsprechend gewachsenen Bewusstseins ist, dann ist das natürlich richtig und gut. Aber andersherum funktioniert es wahrscheinlich nicht, man wird höchstens unduldsam und naserümpfend gegenüber denen, die immer noch Eier, Fisch, Milchprodukte oder gar Schweine- und Rundfleisch essen müssen.
Gruß, Fipps (OHNE "L")
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