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"Bundestagsabgeordnete kritisieren fehlende Religionsfreiheit
Einen Gottesdienst durften sie im türkischen Tarsus feiern, aber danach mussten Bibel, Kerzen und Altarkreuz schleunigst verschwinden - eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten, die in die Türkei reiste, ist empört über den Umgang mit religiösen Minderheiten in dem Land.
Hamburg - Mehrere Bundestagsabgeordnete äußerten nach Informationen des SPIEGEL scharfe Kritik an der Entwicklung der Religionsfreiheit im EU-Beitrittskandidatenland Türkei. Nach dem Türkei-Besuch einer parteiübergreifenden Abgeordnetengruppe in der vergangenen Woche stellte die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach "eindeutig Rückschritte im Umgang mit religiösen Minderheiten" fest.
Steinbach, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der Unionsfraktion ist, sagte, selbst in Tarsus, dem Geburtsort des Apostels Paulus, wollten die Behörden keinen Neubau einer Kirche erlauben, wie er von deutschen und italienischen Bischöfen und Kardinälen gewünscht werde.
Nun möchte die Abgeordnetengruppe die Gründung einer Stiftung in der Türkei prüfen. Mit deren Hilfe könnten sie vielleicht eine Paulus-Kirche in einem bestehenden türkischen Museumsgebäude in Tarsus ermöglichen.
Zu diesem Umweg hatte ihnen in Ankara der Generaldirektor der türkischen Stiftungsbehörde geraten, da der Staat Eigentum von Religionsgemeinschaften im Lande weiterhin nicht anerkenne. Die Bundestagsgruppe konnte zwar in Tarsus einen Gottesdienst feiern, Altarkreuz, Bibel und Kerzen mussten aber sofort danach wieder aus dem ehemaligen Kirchengebäude entfernt werden. "
Quelle: spiegel.de
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Noch was zum Laizismus ala Türkei:
"Streit um die Prominenten-Moschee
RELIGION. Das neue Gotteshaus in Ankara soll VIP-Logen bekommen. Das missfällt Kritikern. Sie wollen lieber ein Opernhaus.
ANKARA. Nicht nur in Deutschland sind Moschee-Neubauten umstritten. In der türkischen Hauptstadt Ankara sorgt ein neues Gotteshaus schon zwei Monate vor seiner Grundsteinlegung für Wirbel. Mindestens 5000 Menschen sollen in der neuen Moschee Platz finden, die 10,2 Millionen Euro kosten und in unmittelbarer Nähe des staatlichen Religionsamtes in Ankara errichtet werden soll. In dem neoklassischen Gebetsraum werden viele Prominente erwartet, die mit Hilfe unterirdischer Gänge, spezieller Aufzüge und eigenen Einrichtungen für die rituelle Waschung vor den Blicken der Normalsterblichen geschützt werden sollen.
Nicht nur deshalb wird das Projekt für die "VIP-Moschee", wie sie in der Presse bereits genannt wird, von Kritikern heftig attackiert. Die neue Moschee wird nach Angaben des Religionsamtes, das für alle 80 000 Moscheen der Türkei zuständig ist, von einer wohltätigen Stiftung errichtet. Vom Gebäude des Religionsamtes selbst soll ein unterirdischer Gang in das neue Gotteshaus führen.
Mit dem Aufzug in den Gebetsraum
Abgetrennt von den Normalbürgern sollen erlauchte Gäste die Waschung vor dem Gebet in eigenen Räumen absolvieren und mit Aufzügen in den Gebetsraum fahren können. Die Pläne ähneln einer modernen Form der Sultans-Logen, wie sie etwa in der Hagia Sophia in Istanbul zu finden sind: Plätze, an denen die Herrscher ihr Gebet ohne störende Beobachtung durch das Volk verrichten konnten.
Könne es denn sein, dass einige Zeitgenossen vor Gott gleicher seien als andere, fragten türkische Medien, als die Pläne für die "VIP-Moschee" bekannt wurden. Keinesfalls, erwiderte der Religionsamts-Vize Izzet Er. Im Gebet seien alle Menschen gleich. Die Berichte über die VIP-Räume in der Moschee dementierte der Vize-Behördenchef aber nicht. Sicherheitsvorkehrungen für Ehrengäste gebe es auch in anderen Moscheen, das sei nichts Ungewöhnliches, sagte er.
Ungewöhnlich ist es aus Sicht der Moschee-Kritiker aber, dass das Religionsamt sich überhaupt für die neue Groß-Moschee stark macht. Die Behörde spricht von einer schieren Notwendigkeit: "Bisher beten unsere Mitarbeiter in einer Turnhalle", sagte Er. Immerhin tausend Menschen seien das. Die Skeptiker überzeugt das aber nicht. Nur 700 Meter vom geplanten Standort der Moschee entfernt werde gerade ein weiteres neues Gotteshaus vollendet, sagte der Chef der Ankaraner Stadtplaner-Vereinigung, Erdal Kurttas.
Für die Kritiker zählt aber vor allem die Symbolik des Neubaus: "Im Westen, am Eingang zur Stadt, steht man dann zuerst einmal vor einer Moschee", sagte Nimet Özgönül von der Architektenkammer in Ankara. Auch sie sieht in dem Neubau eine Frage der kulturellen Identität der Hauptstadt und der Türkei überhaupt. "Wir brauchen nicht noch eine Moschee für tausende von Leuten", sagte Özgönül. Ein Staat, der seit Jahren aus Kostengründen den Bau eines Opernhauses ablehne, finde plötzlich zehn Millionen Euro für eine neue Moschee. Angesichts solcher Entwicklungen stelle sich die Frage, welche kulturelle Identität hier repräsentiert werden solle. (NRZ)"
Quelle:derwesten.de
Adios
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Aber in die EU wollen sie....
Gruß
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Böse Böse Türken.
Böse Böse Türkei.
Und immer trifft es Abgeordnete.
Diese. Armen Armen Abgeordneten.
Es trifft immer die Armen Minderheiten.
Vor allem die Religösesten unter den Politikeren ...
Und diese Türken wollen noch in die EU.
Und die Religion. Welch eine Treibende Kraft. Welch ein segen...
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Ich wäre eher dafür, diese Kette genauer zu beleuchten:
türkischer Staat -> Religionsamt(Diyanet) -> DITIB
und sich die Stellung des Religonsamtes im sich laizistisch nennenden Staat Türkei anzuschauen.
Gerade vor dem Hintergrund -> im Artikel heißt es, die Moschee wird von einer wohltätigen Stiftung gebaut. Der Kritiker Nimet Özgönül schreibt: "Ein Staat, der seit Jahren aus Kostengründen den Bau eines Opernhauses ablehne, finde plötzlich zehn Millionen Euro für eine neue Moschee." Damit dürfte ziemlich klar sein, wer hinter dieser Stiftung steckt und woher das Geld(Steuergelder ?) kommt. Eigentlich auch plausibel, damit umgeht man das Gesetz, das rel. Gemeinschaften kein Eigentum besitzen dürfen bzw. vertuscht, dass hier der türk. Staat oder die Diyanet baut. Und am Ende geht das fertiggestellte Gebäude eh in den Besitz der Diyanet über bzw. dessen Verwaltung.
Adios
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