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Türkei und Religionsfreiheit












>Wir geben nix ab! Türkei wurde nicht einfach so
>Türkei.. es wurde schwer zurück erobert.

Die Kurden sehen das vermutlich anders. Und wenn jeder so denkt wie Du ("NEIN heisst NEIN!"), dann wird es nie Frieden geben. Die Deutschen mussten auch einen Teil ihres Landes an Polen abgeben, nur so war ein Frieden mit den polnischen Nachbarn möglich. Das hat nicht allen gefallen, aber es war die einzige Möglichkeit, diesen Hass zu überwinden.

Mir ist die Mentalität, dass LAND mehr Wert sein soll als Menschenleben, abgrundtief fremd...

Gruss

PeBu
Hallo PeBu!

Naja, weil es für mich wichtig ist, mich mit einem Land zu identifizieren, mich irgendwo zugehörig zu fühlen.

Bei mir ist es eben so, dass mein Herz in der Türkei Zuhause ist, wobei ich mich in Deutschland sehr wohl fühle. Aber es gibt mir das Gefühl von Sicherheit, zu wissen, wer oder was ich bin, was mein Denken und mein Handeln prägt (sicherlich habe ich auch etliche deutsche Marotten angenommen ) !

Natürlich muss das auch nicht unbedingt auf dich oder andere zutreffen!

Lieben Gruß zurück
Hallo, Umay

dass Du die Türkei liebst, verstehe ich sehr sehr gut. Ich war zwar noch nie dort, aber ich mag türkische Musik, schaue mir prinzipiell ALLES im TV an, was es über die Türkei, besonders über Istanbul gibt, ich höre gerne "Funkhaus Europa", das ja einen grossen Teil türkischer Musik spielt, und der Film "Crossing the bridge" über die Musik von Istanbul, ist mein absoluter Lieblingsfilm...!

Das alles verstehe ich ja. Aber dass man sich deshalb mit einem Land "identifiziert" oder deshalb vielleicht sogar andere Länder herabsetzt (ich meine nicht DICH! Aber solche "Ich liebe mein Vaterland über alles"-Gefühle können sehr schnell ausarten...), das verstehe ich nur schwer. Vielleicht muss man dafür "eindeutig" sein, aber ich mit meinen drei "Vatermutterländern" komme da nicht ran...

Lieben Gruss

PeBu
Hallo,

die Probleme mit den Kurden sind hausgemacht, wobei, Probleme machen / machten eher die Kemalisten / Nationalisten / Rechtsextremisten.

Bis in die 90er Jahre waren die Kurden als Minderheit weder anerkannt noch wurden sie von türkischen Seite wahrgenommen / ignoriert. Man hat sie einfach zu Bergtürken gemacht und ihnen gesetzlich die eigene Muttersprache + eigene kulturelle Identität verboten. Die Türkei fährt / fuhr eine klare Assimilierungspolitik gegenüber ihren Minderheiten. Das diese Minderheiten irgendwann gegen dieses Vorgehen aufbegehren, ist nachvollziehbar.

Mit der Ära Erdogan findet in dieser Hinsicht das erstmal ein Umdenken statt, gerade auch durch den angestrebten EU Beitritt. Die Türkei besitzt seit 1999 den Titel eines EU-Beitrittskandidaten, dass bedeutet, dass die Kopenhagener Kriterien umgesetzt werden müssen. Die Türkei ist dadurch verpflichtet, ihre Minderheiten zu achten und zu schützen. Die Kurden besitzen zu dem ein weitaus größeres demographisches Potential als ihre türkischen Mitbürger, sodass es nur im Interesse der Türkei sein kann/muss hier schleunigst umzudenken.

Adios, *Flip*
@shukorina
Zitat:
Warum sollte Türkei einen stück abgeben!
Es gibt überhaupt keinen grund!


Mit welchem Recht hat die Türkei ihren anteil an Kurdistan annektiert? - Ich bin kein Kurde, einfacher Deutscher. Aber auch die russische wie auch die polnische Annektion sind bei mir nicht in Vergessenheit geraten.

Daraus resultierend die Frage: Mit welchem Recht nimmt sich ein Staat das Recht, Völker ihren Lebensbereich wegzunehmen?

Kurden ist ist meines Wissens nach verboten, innerhalb ihres angestammten Wohngebietes innerhalb der Türkei ihre Sprache zu sprechen! - Auf Deine Antwort bin ich gespannt!

Gruß!
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