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Moslen und Taufe.












Hallo. Ich habe eine frage . Meine Freundin will ihre kleine Tochter taufen ist evangelisch. Sie wollen bald die kleine taufen lassen. Jetzt zu dem Problem. Als Taufpaten wollen sie denn Besten Freund nehem aber er ist moslem. Nach meinem wissen darf er doch nicht weil er kein christ ist oder ? Sie weiß jetzt nicht was sie machen soll . Könnt ihr mir dazu was sagen. Es eilt. danke [/list]
Hallo Karti,

es gibt doch einen Experten, der an der Sache beteiligt ist: den evangelischen Pfarrer Er hat bestimmt nichts dagegen, dass ihr ihn anruft und fragt.
Prinzipiell dürfte das nicht gehen, da ein _Tauf_pate offiziell auch die Aufgabe hat dem Kind _christliche_ Werte zu vermitteln... Jedoch wir leben in Zeiten des interreiliösen Dialogs, also kann es gut sein, dass ein liberaler Theologe eine Lücke findet, durch die er den guten Freund als Paten zulassen kann...

Fragt doch einfach den Pfarrer!

LG
Ich würde auch sagen, das du da am Besten den Pfarrer fragen solltest. An sich ergibt es natürlich wenig Sinn bei einer christlichen Taufe einen Muslim als Paten zu nehmen.

Auf der anderen Seite hat Lisken natürlich recht, die Menschen öffnen sich: Gott sei Dank!
Endlich habe ich jetzt mal jemanden vom Pfarramt bei uns erreicht.
Ich habe der netten Dame dort am Telefon unsere 'Lage' erklärt - eben das wir einen türkischen Paten nehmen wollen.
Sie musste selber nachfragen und hat versprochen, uns zurück zu rufen. Hat sie dann auch heute gemacht und - wie hätte es auch anders sein können - geht es nicht.
Er wäre kein Christ und damit können wir ihn nicht offiziell zum Paten machen.
ist ja eigentlich doof... und ich hab immer gedacht, wir evangelischen sind toleranter wie die katolischen.
Aber da habe ich mich wohl getäuscht.
Da wird immer gesagt, seid nicht rassistisch und so und dann werden einem solche Steine in den Weg gelegt.
Ich habe dann gefragt, ob er wenigstens das Kind dann über das Taufbecken halten dürfte und sowas oder ob das auch nicht ginge.
Tja, auch das hat die Frau nicht gewusst und muss jetzt extra nochmal nachfragen.
Wir sind uns aber einig, dass wir ihn unbedinngt dabei haben wollen... und wenn er garnicht mitwirken dürfte, dann lassen wir den Kleinen mal nicht taufen.

Eigentlich ist das doch eh Hühnerkacke.
Wir wollen, dass dieser Mann unser Kind mal auf seinem Weg begleitet und ich verstehe überhaupt nicht, warum er das nicht offiziel auch tun darf.
Ist schon blöde jetzt... Das hat sie eben Geschrieben. Also es geht leider nicht
Schade ist es natürlich,

Zitat:
ist ja eigentlich doof... und ich hab immer gedacht, wir evangelischen sind toleranter wie die katolischen. Aber da habe ich mich wohl getäuscht.


Das ist erstmal generell ein Fehlschluss. Zwar gibt sich die Evangelische Amtskirche in Deutschland generell viel liberaler und offener als die katholische Amtskirche es tut, jedoch darf das nicht darüber hinwegtäuschen das der Evangelismus im Kern eine fundamentalistischen Bewegung war.

Luther beschreibt z.B. mal eben den Papst als "Antichristen" und die katholischen Bischöfe als die "Generäle Satans". Inzwischen hat sich das in der Hauptströmung zwar alles beruhigt, wohl auch wegen der Säkularisierung der Gesellschaft, aber schau dir die ganzen Freikirchen, Babtisten, Evangelikalen, Adventisten, Calvinisten etc. an, das sind alle evangelische Gruppen und die sind so gegen einige Sachen alles andere als Tolerant.

Zitat:
Da wird immer gesagt, seid nicht rassistisch und so und dann werden einem solche Steine in den Weg gelegt.


Mir Rassismus hat das wenig zu tun, es geht ja nicht darum das er Türke ist, sondern das er Moslem ist. Ich denke, wenn er orthodoxer Christ wäre, dann gäbe es kein Problem. (Sofern er nicht über die Dreifaltigkeit bei der Taufe redet )

Zitat:
Eigentlich ist das doch eh Hühnerkacke.
Wir wollen, dass dieser Mann unser Kind mal auf seinem Weg begleitet und ich verstehe überhaupt nicht, warum er das nicht offiziel auch tun darf.


Naja, es ist aber nun einmal eine christliche Zeremonie, welche den "Täufling" zum Christen machen soll, ich kann schon verstehen, dass der Pfarrer da zumindest niemanden von einer anderen Religion direkt im Spiel haben will. Dabei sein darf er sicher.

Kein Imam würde es zulassen, das ein Christ einem Säugling die Schahada, das islamische Glaubensbekenntnis, ins Ohr flüstert. Pate kann ein Christ für einen Muslim sowieso nicht sein.


Sicher ist die Situation ungünstig. Aber ihr könnt den Freund doch einfach dabei sein lassen und einen christlichen Freund als Taufpaten wählen. Logisch ergibt ja auch nur das einen Sinn.
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