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Leiden nach dem Tod












Wieso geht eigentlich keiner von einem ewigen Leiden nach dem Tod aus? Klar, wenn wir keine Seele haben, sollten wir auch nicht leiden, aber was wenn wir eine haben und diese überlebt, wir aber nichts weiter fühlen, außer die Einsamkeit die uns umgibt? Diese Vorstellung macht einem schon irgendwie Angst. Ich bin auf eure Meinungen gespannt.
Guten Morgen lagerto.
Du scheinst bisher nicht viel hier gelesen zu haben.
Die These das wir ewig Leben könnten und einsam bzw. es öde finden könnten habe ich in einem anderen Thread schon geliefert.
Es wäre dann eben so, genauso wie alles nichts wäre wenn es kein Leben nach dem Tod gibt oder wei alles schön wäre wenn es ein "erfülltes" dasein nach dem Tod geben würde.
Wir wissen es nicht.Manche Menschen glauben an eine Erlösung nach dem Toden, dessen sich ein besseres dasein anschliesst, andere glauben an nichts, wieder andere glauben an eine rein gesitige Existenz in Einsamkeit und mit unseren Gedanken allein.
Wie es sein wir erleben wir erst oder eben auch auch nicht.
Angst macht mir persönlich nur der Tod an sich, nicht das danach. Sollte es danach nichts geben kann es mir ja egal sein bzw. mir ist es noch nicht einmal egal, da ich eben nicht mehr bin, nichts mehr fühle, denke und begreife.
Es gibt mich dann eben nicht mehr.
Für mich selbst die schlechteste aller Aussichten, aber auch keine abwegige, doch Angst macht mir das nur jetzt (mitten im Leben).
Deswegen versuche ich mich mehr und mehr auf das hier und jetzt zu konzentrieren.
Danke für deine Antwort. Aber macht es dir nicht mehr Angst, das unsere Seele doch vielleicht überlebt, aber nur leidet, da sie nichts anderes als ewige Einsamkeit fühlt? Immerhin würde dieser Zustand ewig andauern, das ewige Nichts wäre nur Angst des jetzigen Seins, wie du es schon formuliert hast.
Hallo lagerto!

Erst einmal ein herzliches Willkommen in der Runde von Leuten, die sich mit dem Tod beschäftigen und sich ernstlich die Frage vorlegen, was nach dem Sterben sein wird oder sein könnte.

Dies ist für viele nicht bedeutsam, ist oft nicht eine Überlegung, mit der man sich befassen kann oder nicht, eher eine Spielerei der Gedanken. Doch für viele ist das Bewältigen von Fragen rund um den Tod sehr wichtig, weil dies Angst und schwere Depressionen auslösen kann. (Siehe die entsprechenden Threads.)

Sein deutet ja auch, dass für ihn die Aussicht des Nichts die schlechteste
Aussicht ist und dass ihm dies vor allem im Jetzt Angst macht. Angst hat man tatsächlich immer nur im Jetzt. Du kannst zu einem Psychiater gehen, um dir einige Tabletten zur Beruhigung aufschreiben lassen. Aber das berührt nicht das Ursächliche, die Frage an sich.

Und für solche Fragen findet man im Gespräch und im Gedankenaustausch am besten eine Hilfe. Wenn wir auch nicht geschult sind, aber wir machen hier sozusagen gegenseitige Gesprächstherapie. Sie wird immer versuchen, mit Argumenten sowohl positive Grundlagen aufzubauen als auch die Ängste zu zerstreuen bzw. aufzuheben.

Die erste Voraussetzung dafür ist, dass man auch undogmatisch zu seiner Seele findet, um sich als Seele erfahren und erleben zu dürfen, die nicht nur im Jetzt Freude, Lust und Leben hat, sondern auch unverwüstlich ist. Seele löst sich nicht auf, ist beständig.

Die zweite Voraussetzung ist, nicht an Zweifeln hängen zu bleiben oder immer wieder in solche zurückzufallen, wenn man erfährt oder Hinweise dafür bekommt, dass das Jenseits ebenfalls ganz undogmatisch betrachtet eine großartige Lebensvielfalt beinhaltet. Angefangen von der Freude, viele voraus gegangene Freunde und Verwandte zu treffen oder in ungeahnte Schönheiten einzutreten bis hin zu einem Ausleben von schweren Leidenschaften.

Und das ist nun als Abriss meiner Überzeugung meine erste Antwort darauf, ob das Jenseits nur ein einziges großes Leiden darstellen wird oder nicht. Nein, davon muss man wirklich nicht ausgehen, meint - reinwiel

www.balanceamweg.de.ki
Danke für deinen Beitrag. Das ist die Frage, ob man wirklich immer nur im Sein Angst hat. Sollte nichts mehr kommen oder das Leben danach schön sein, stimmt dies, aber woher nimmst du die Hoffnung, dass wir nicht doch leiden werden, weil wir eine Seele haben, die aber nun doch nicht zu so viel in der Lage ist, sondern einfach nur existiert und Einsamkeit und ähnliches fühlt, weil sie mehr nicht kann?
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