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"Der Koordinierungsrat der vier größten islamischen Organisationen in Deutschland hat seine Mitarbeit im Beirat des Centrums für Religiöse Studien an der Universität Münster beendet. Am Lehrstuhl würden Grundlagen des Islam in Zweifel gezogen
KÖLN/MÜNSTER - Die Mitgliedsverbände hätten beschlossen, die Mitarbeit aufgrund "erheblicher Diskrepanzen" nicht mehr weiterzuführen, teilte der Koordinationsrat am Freitag mit. Konkret gemeint ist der Leiter des Centrums und bundesweit erste Lehrstuhlinhaber für Religion des Islams, Prof. Muhammad Kalisch: Es gehe um die Diskrepanz "zwischen den Grundsätzen der islamischen Lehre und veröffentlichen Positionen des Leiters des CRS", heißt es in der Mitteilung weiter.
"Kalisch bezweifelt grundsätzliche Lehren des Islam in so einer krassen Weise, dass man dem nicht mehr folgen kann", sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZMD), Ayyub Axel Köhler in Köln. Der Zentralrat der Muslime ist eine der vier im Koordinationsrat zusammengeschlossenen Organisationen. Ayyub Axel Köhler sagte weiter, Kalisch ziehe etwa die Existenz des Propheten Mohammed und die Grundlagen der Entstehung des Korans in Zweifel. "Wir sind für die Freiheit von Forschung und Lehre und wollen ihm nicht den Mund verbieten", betonte Köhler. "Aber wir können niemandem empfehlen, bei ihm zu studieren."
Keine Auswirkung auf die Arbeit
In einer ersten Reaktion sagte Prof. Kalisch laut Mitteilung der Universität Münster: "Ich bedauere die Entscheidung der muslimischen Verbände. Es geht an einer Universität weder um die Vermittlung von Glaubensinhalten, noch darum, die Ansichten eines Professors als richtig zu erachten. Die Aufgabe einer Universität besteht vielmehr in unabhängiger, ergebnisoffener Forschung." Studenten sollten zu eigener kritischer Reflexion und zu geistiger Unabhängigkeit befähigt werden. Die Herausforderung für den Islam in der Gegenwart bestehe darin, sich mit modernen historisch-kritischen Methoden auseinanderzusetzen, sagte Kalisch weiter. "Es ist schade, dass sich die islamischen Verbände dieser Herausforderung nicht stellen wollen. Ich hoffe, dass die Mehrheit der Muslime dies anders sieht."
Der achtköpfige Beirat des Centrums war laut Universität gegründet worden, um den Austausch mit Vertretern orthodoxer, islamischer und jüdischer Kirchen, Gemeinschaften und Verbände zu fördern. Auch die Rektorin der Universität, Prof. Ursula Nelles, nannte den Ausstieg der Muslime aus dem Beirat "bedauerlich". Dies habe aber keine Auswirkungen auf die Arbeit des Centrums und die von ihm angebotenen Studiengänge. (dpa) "
Quelle:ksta.de
Ich finde die Nachricht recht interessant, sodass ich mir gedacht habe, sie hier ins Islamforum als Diskussionsgrundlage zu posten. Kalisch scheint der islamische Gerd Lüdemann zu sein.
Adios
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@flip
Ja diese Nachricht ist doch sehr interessant und überraschend..
| Zitat: |
| Kalisch ziehe etwa die Existenz des Propheten Mohammed und die Grundlagen der Entstehung des Korans in Zweifel |
Falls diese Aussage so stimmt, welche zuerst objektiv untersucht werden müsste, kann natürlich ohne die Existenz des Mohammeds welche ja eine der Grundlagen der Entstehung des Korans ist, keinerlei Thesen oder Annahmen mehr getroffen werden.
Es wäre genauso wie, "es gibt keinen Gott".
Und nun untersuchen wir ob es einen Gott gibt ...
Eine These aufstellen, die sich auf Annahmen begründen und dann diese Aussagen objektiv Verifizieren ist wissenschaftlich.
Hat jemand weiterführende Angabe über "die Streitpunkte".
Im Moment sind es politische Vorwürfe und nicht objektiv erhellte Tatsachen.
Flip danke für Deine Angaben.
Dieses muss geprüft werden.
*** ehm hier noch ein Link von der Uni selbst... ***
http://cgi.uni-muenster.de/exec/Rek.....t=200809&nummer=10252
Gruss
Nasruddin
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Hallo,
ich sehe es eher so, dass sich Prof. Kalisch an der Universität zu aller erst als Wissenschaftler sieht, der sich von den Moslemverbänden nicht ein Dogma überstülpen lassen möchte. Welches von vornherein kritische Sichtweisen / Theorien / Annahme, die der islamischen Tradition entgegestehen, untersagt.
Adios
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Diese Entwicklung war vorhersehbar.
Jede solche historisch kritische Untersuchung muss zwangslaeufig zum Beenden einer solchen Kooperation fuehren.
Dieses Verhalten ist ein weiterer Indikator fuer die Hypothese, das ein offener Dialog mit dem Islam auf fachlicher Ebene immer dann unmoeglich ist, wenn deren religoese Dogmen in Frage gestellt werden.
Das aber haette bereits vorher klar sein muessen, ist es doch als ideologische Verhaltensweise bereits bestens beschrieben worden und laengst akzeptiertes Standardwissen.
lg
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Ja hallo.
| Zitat: |
| ich sehe es eher so, dass sich Prof. Kalisch an der Universität zu aller erst als Wissenschaftler sieht, der sich von den Moslemverbänden nicht ein Dogma überstülpen lassen möchte. Welches von vornherein kritische Sichtweisen / Theorien / Annahme, die der islamischen Tradition entgegestehen, untersagt. |
Tja. Abgesehen von Vermutungen und Vorbeurteilungen ist bisher nichts belegt.
Denn:
Was hat der Professor gesagt oder getan?
Woraus holen sich diese Moslemverbände ihre Rechtfertigung für ihr Handeln?
Dogmen und islamische Tradition ist nicht mein Thema und diese Verbände können auch nicht damit etwas weg-argumentieren ...
Wo sind Publikationen aufzutreiben?
Warum ist alles so verschlossen?
Wer hat was zu verbergen?
Gruss
Nasruddin
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