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Wie paulus die Botschaft des Jesus von Nazareth veränderte












@gnostik
Zitat:
Unseriöse Quelle besagt noch lange nicht dass die Fakten falsch sein müßen.

Richtig! Da stimme ich dir zu. Tatsächlich bringt der Author von der besagten Seite bestehende Fakten auch richtig, soweit ich das einzuschätzen vermag. Sobald er aber in exegetische Auslegungen hineingeht, kommt seine nicht verarbeitete Vergangenheit hoch, was er ja indirekt an diversen Stellen auch zugegeben hat. Und eine gesunde Exegese sollte nicht aus Meinungsmache bestehen!

Gruß
@Tobias

Und nun lassen wir Paulus "die Weiterentwicklung" des Urchristlichen Lebens selbst beschreiben.

Für mich ist dies die Trennung von Paulus vom Urchristentum und auch die Einführung eines Kontoll-Authorität durch Menschen!, die im Names Gottes, sofern er es zulässt....

Eine Diskrepanz zwischen den Aussagen dem Jesus von Nazareth mit der Bergpredigt und den "Beamten Gottes" die "züchtigen" und "Führen" und zum "Gottes Glauben zwingen" wollen.

Zitat:
1Darum wollen wir die Lehre vom Anfang christlichen Lebens jetzt lassen und zur Vollkommenheit fahren, nicht abermals Grund legen von Buße der toten Werke, vom Glauben an Gott,
2von der Taufe, von der Lehre, vom Händeauflegen, von der Toten Auferstehung und vom ewigen Gericht.
3Und das wollen wir tun, so es Gott anders zuläßt.

[Luther-Bibel 1912: Der Brief an die Hebräer. Die Luther-Bibel, S. 9306 (vgl. Hebr 6, 1-3)]


Ich bin der Überzeugung, das jegliche "Authorität" ob Kirche, Imame oder irgendeine Organisation die Menschen zum Unglauben und zur Trennung von Gott führen!

Erst die Unbedingte Unterwerfung unter den Willen Gottes bringt die Freiheit des Menschen auch allen anderen Authoritäten zu widerstehen und seinen Glauben zu entwickeln.

Genau nach der Regel Gottes.

Zitat:
3Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
4Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.
[Luther-Bibel 1912: Das zweite Buch Mose (Exodus). Die Luther-Bibel, S. 5470 (vgl. Ex 20, 2-4)]


Dumm ist dabei die Interpretation einiger, das Gott eifersüchtig sei.
Erst aufgrund dieser "Eifersucht" wird dem Menschen die Freiheit vor sich und den anderen "Authoritären" Menschen gegeben.

Auch wenn es Paulus oder ein Imam oder die Kirche oder die Sunnah ist.

Gruss
Nasruddin
Sakina

@nasruddin
Zitat:
Für mich ist dies die Trennung von Paulus vom Urchristentum

Was für dich Urchristentum?
Zitat:
Besaß nicht Marcion schon vor der Großkirche einen Kanon heiliger Schriften? Harnack zufolge zwang dadurch der Häretiker die Kirche dazu, ebenfalls einen Kanon zusammen zu stellen.
http://www.hermann-detering.de/Radikalkritik_Bedraengnis.htm

Marcion ist inzwischen zu einer Schlüsselfigur in der Christentumforschung geworden.
Ohne Gnostik und Philo von Alexandria sind viele Zusammenhänge nicht zu sehen oder erklärbar. sie gehören mit zum Puzzel.

Zitat:
Für Paulus ist Christus etwas anderes als der jüdische Messias: Er ist der Sohn Gottes, der himmlische Mensch (1 Kor. 15 :45—49), älter als alles Geschaffene; er gibt seine göttliche Existenzweise auf und nimmt die menschliche Gestalt an (Phil. 2:6 ff.). Es ist der Gehorsam eines Himmelbewohners, der sich zu einem irdischen Leben erniedrigt, um die dunklen Mächte dieser Welt zu besiegen, schließlich auch den Tod (Römer 5 :19; 1 Kor. 15 : 26). Die an ihn glauben, werden aus der gegenwärtigen Welt erlöst (Gal. 1:4), und die Rettung des Gottes aus dem Tode verbürgt die Rettung seiner Verehrer. Das Christentum ist ein Zweig der gnostischen Bewegung, der nicht aus dem Neuen Testament hergeleitet werden kann. Es verhält sich umgekehrt: Der Paulinismus wurzelt in der vorchristichen Gnosis, in einem jüdisch-alexandrinischen Mysterium. Diejenigen, die dieses Evangelium annehmen, kommen unter Führung des Heiligen Geistes zum Bewusstsein, dass sie Söhne Gottes sind (Röm. 8:14—16) und werden mit der Zeit als solche erkannt werden (8:19 ff.). Dieser Sohn hat den Anschein des Fleisches, in Wirklichkeit ist er aber der Geist (2 Kor. 3 : 17), der Herr der Herrlichkeit (1 Kor. 2:8; 8 : 6). Paulus denkt nicht an die überlieferten Worte einer Person aus der Vergangenheit, einer historischen großen Persönlichkeit, Die wahre Erlösung kommt nicht durch den Tod eines religiösen Genies aus der Geschichte, sondern durch mystische Vereinigung mit dem Gott, der jeweils dadurch lebt, dass er sein Leben hingibt (Röm. 6:1-10; Gal. 5:24; 6:14). Der sterbende Christus ist das Prinzip göttlichen Lebens; dieses Leben bekommt man, wenn man dem natürlichen abstirbt. In der Kirche wird die Darstellung dieses Sterbens als ein irgendwann geschehenes, einmaliges Ereignis zum Hilfsmittel dieser Idee.

Philo lehrte, dass alles voll ist von Gott und Gott voll ist von sich selbst. Das ist das Pleroma, die Fülle. In der Gnosis werden die einzelnen Faktoren dieser Fülle Äonen genannt, ewige Wesenheiten, Kräfte, Ideen; sie entspringen dem göttlichen Logos wie Äste aus einem Baum, bleiben so im Wesen eins mit dem Vater und bewirken die Vollständigkeit seiner Größe, so wie die Finger zur Vollständigkeit einer Hand gehören (Irenäus II 17, 6); :Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten! Der Christus, der aufleuchtet, ist kein Zimmermannssohn aus Nazareth!
http://www.hermann-detering.de/Radikalkritik_Bedraengnis.htm

Zitat:
Die Idee der Erlösung ist freilich beim Katholiken und beim Gnostiker verschieden; Markion erwartet eine geistige, Tertullian verlangt eine fleischliche Auferstehung. Eben weil das jüdische Dogma von der Auferstehung des Fleisches der katholischen Kirche gefällt, muß Christus
fleischlich auferstanden und demzufolge auch fleischlich gestorben und geboren sein. Die konkrete, fleischliche Realität Christi ist das Postulat der Kirche, ebenso wie die metaphysische Wirklichkeit Christi das soteriologische Postulat der Gnostiker ist.1)
http://www.hermann-detering.de/Lebt_Jesus.htm

Die nächste Schlüsselfigur ist Tertullian.Der Erfinder der ewigen Höllenstrafe usw.

mfffffggggg gnostik
@gnostik

Zitat:
Was für dich Urchristentum?


Das Urchristentum orientiert sich eigentlich mehr den "Aussagen" bzw. "Vorgaben" von Jesus dem Christus, Sohn der Maria

Die "Weiterentwicklung" durch Paulus und andere, wie Du auch aufzeigst geht immer mehr in eine Fehlinterpretation und Verwässerung der Grundaussagen von Christus.

Jesus als Mensch wir in den Vordergrund gestellt. Seine Fleischlichkeit und seine Verletzlichkeit zu Schau gestellt und dann muss dieses "Fleischklops" noch an einem Kreuz Physisch sterben. Um dann mit theatralischen Kunstgriffen und "Verklärungen" dieses Fleischliche Ding auferstehen zu lassen.

Dein Zitat:

Zitat:
Die Idee der Erlösung ist freilich beim Katholiken und beim Gnostiker verschieden; Markion erwartet eine geistige, Tertullian verlangt eine fleischliche Auferstehung. Eben weil das jüdische Dogma von der Auferstehung des Fleisches der katholischen Kirche gefällt, muß Christus
fleischlich auferstanden und demzufolge auch fleischlich gestorben und geboren sein. Die konkrete, fleischliche Realität Christi ist das Postulat der Kirche, ebenso wie die metaphysische Wirklichkeit Christi das soteriologische Postulat der Gnostiker ist.1)
http://www.hermann-detering.de/Lebt_Jesus.htm


Und genau Mohammed musste diese Vorstellungen von "Gottfleisch = Gott-Mensch = Gottes Sohn = Ein Gott-Teil = Gott in der Trinität" wieder auf seinen rechten Stellenwert bringen.

Propheten sind nur "Menschen" wie alle anderen auch.

Das Wort "Vater" von dem das alte und das NT immer wieder spricht und somit die Propheten als Gottes-Söhne dargestellt werden könnten, wird gänzlich abgeleht.

Und die Weisung das Gott und nur Gott allein Urteil und Strafe gibt, und sonst keine anderen Wesen ( z.Bsp. Menschen ) die "an seiner Stelle" oder zu ihm Beigesellt werden dies dürfen.

Und das Christus zu dem wurde, was es schon immer war. Das Tor zur Glückseligkeit im Metaphysischen Herzen der Menschen welche nicht auf den einzelnen Menschen begrenzt ist sondern das ganze All und Alles umfasst.

Gruss
Nasruddin
Sakina

@nasruddin
Ein Versuch meine Gedanken zu ordnen.
Zitat:
Das Urchristentum orientiert sich eigentlich mehr an den "Aussagen" bzw. "Vorgaben" von Jesus dem Christus, Sohn der Maria

Alle folgenden Zitate sind aus
http://www.hermann-detering.de/Radikalkritik_Bedraengnis.htm
Zitat:
Der metaphysische Christus der Gnostiker ist älter als der kirchliche

Zitat:
Weder Tertullian noch Markion haben im 2. Jahrhundert von einem historischen Jesus gesprochen.

Zitat:
Evangelische Phantasie hat den Blick vom paulinischen und gnostischen Christus weggelenkt. Paulus spricht viel deutlicher von einer rein metaphysischen Größe im Sinne des antiken Dämonenglaubens

Zitat:
Genau das, was der moderne Theologe an Jesus verehrt, sein mutiges Martyrium für eine unerschütterliche Überzeugung, findet man bei Paulus nicht. Der Apostel ist von der Auferstehung nicht weniger überzeugt als von der Kreuzigung; keins von beiden bezieht sich auf ein Ereignis unter Pontius Pilatus, sondern es handelt sich um ein kosmisches Drama, inszeniert vom Fürsten dieser Welt, das jedoch von Gott zu einem guten Ende geführt wird.Paulus interessiere sich nicht für den historischen Jesus, weil er als Gnostiker das Leben Jesu in einer Weise erkläre, die der Realität fremd ist.

Zitat:
Lehrte die Gnosis, dass Christus Gott und kein Mensch war, so nannte die katholische Kirche ihn Gott und Mensch; die Liberale Theologie des 19. Jahrhunderts hielt ihn dann nur noch für einen Menschen

Zitat:
Die Annahme eines historischen Jesus ist ungeachtet der Evangelien und der Paulusbriefe eine gewagte Hypothese und jeder Maßstab, um in der Überlieferung über Jesus Historisches vom Unhistorischen zu scheiden, fehlt.

Und zum Abschluß
Zitat:
Die Worte des Herrn, die der Apostel zitiert, beziehen sich auf Ehescheidung (1Kor 7,10), auf das Recht der Apostel sich von den Gemeinden unterhalten zu lassen (1 Kor 9,14), auf die Feier des Abendmahls (1 Kor 11,23), lauter Gemeinderegel. Hier scheint der Herr der Genius oder Schutzpatron der Gemeinde zu sein; er gibt Offenbarungen, wann immer schwierige Probleme im Gemeindeleben auftauchen.

Das erinnert mich doch sehr an Mohammed den Koran und seine Gemeinde.
m.M.der Islam ist eine Fortsetzung der jüdisch-christlichen Theologie und die Streitereien, wer die richtige Interpretationen verkündet, wird die nächsten Tausend Jahre weitergehen.
viel Vergnügen.

mfffffggggg gnostik
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