|
|
|
Sakon, Einstein benutzte das Wort Gott entweder im pantheistischen Sinne oder als rhetorische Figur, aber er glaubte nicht an einen persönlichen Gott oder so etwas in der Art.
Die Würfel-Geschichte hatte eigentlich die Quantentheorie zum Inhalt, wenn man sich mal alles im Kontext ansieht und mit nichts anderem.
Es ist schon fast ein Trauerspiel: Immer wieder wird seitens von religiösen Menschen behauptet die Wissenschaft hat sowieso von nichts ne Ahnung, aber gleichzeitig wird versucht, die intelligentesten Köpfe derselben so darzustellen, als seine sie religiös. Wenn das mal nicht einem Eingeständnis gleicht.... Schon peinlich.
|
|
|
|
@Al-Mansur
Das kann ich auch für Sakon übernehmen.
Der Koran besteht aus zwei Hauptteilen.
1.) Mekkiah- Beinhaltet die Eingebungen Muhammeds in Mekka
2.) Medininiah- Enthält die Eingebungen Muhammeds in Medina
In Mekka entstanden die meisten friedfertigen Verse des Korans (Beispiel auch dein angeführtes Beispiel von Sure 5), weil Muhammed dort friedlich mit Christen und Juden zusammengelebt hat.
Der Grund dafür ist ganz einfach: Muhammed hatte in Mekka noch keine Macht, er hatte dort erst begonnen, Gefolgschaft anzuwerben, deswegen waren seine Offenbarungen noch friedlich.
Die Änderung begann mit der Etablierung von Muhammeds Mini-Staat in der Stadt Medina. Dort wird er zum Kriegsherrn, reich, mächtig und intolerant. Dann setzte er viele seiner früheren Verse ausser Kraft.
Sure 2, Vers 106
"Wenn wir (Allah) einen Vers wieder aufheben, so werden wir Dir einen geben, der besser ist."
Welches Zeichen wir (Allah) auch aufheben oder vergessen machen, Wir bringen ein besseres dafür oder ein gleichwertiges. Weisst du nicht, dass Allah die Macht hat, alles zu tun, was er will?"
Das ist die Lehre der koranischen Aufhebung!
Es geht um Koranverse, die widersprüchlich sind oder widersprüchlich erscheinen. Der Vers, der später offenbart wurde, ist der bessere und hebt den älteren auf, genau wie Allah in Sure 2, Vers 106 versprochen hat.
Jetzt beginnt die Phase der Gewalt. Der Erlass war, dass die friedlichen Verse GENULLT wurden.
Z.b galt vorher in Sure 2, Vers 256 : "Es gibt keinen Zwang im Glauben", und dann Jahre später erfolgt genau das Gegenteil in Sure 9, Vers 5:
"Tötet die Ungläubigen, wo immer Ihr sie findet....Aber wenn sie Reue zeigen und sich dem Islam unterwerfen, stellt euch Ihnen nicht in den Weg"
Der Koran ist nicht chronologisch geordnet. Wenn du genau hinschaust, dann fängt das Buch mit den längsten Kapiteln an und endet mit den kürzesten. So kommt es, dass man tolerante Verse am Ende des Buches findet und die intoleranten, weiter vorne. Das heisst aber nicht, dass sie später entstanden sind. Wann immer es einen Widerspruch gibt, so behalten die SPÄTEREN aus MEDINA die Gültigkeit, die früheren aus Mekka werden dadurch aufgehoben!
Man sagt, dass das neunte Kapitel die letzte offenbarte Sure von Muhammed ist. Es ist die einzigste Sura, die nicht mit "Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmerzigen" beginnt. Das könnte daran liegen, dass in dem Kapitel keine Gnade und Barmherzigkeit zu erkennen ist, volle Brutalität, es enthält genaue Anweisungen, wie man sich Ungläubigen gegenüber verhalten muss!
Sure 9, Vers 5: "Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind,
dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie,
umzingelt sie und lauert ihnen überall auf!"
Soviel dazu. Ich wünsche dir alles Gute, möge Gott dich rechtleiten.
Gruß
Baruch
|
|
|
|
|
Hallo _Leer_,
Gott würfelt nicht - Gott bestimmt nur!
Einstein - geboren 14.03.1897 - ist irgendwie doch der Tag vom Jüdischen PassahFest - 14.03 - oder der Nissan des Herrn - auch mit Jesus als Letztes Abendmahl - same Date 14.03!
Lovesoul-Alea jacta sunt!
|
|
|
|
Zum Threadthema:
Früher dachten Wissenschaftler, dass die Zukunft durch klare Naturgesetze eindeutig bestimmt sei. Demnach könnte man die Zukunft exakt vorhersagen, wenn man den Zustand des jetzigen Augenblicks exakt kennt. Diese Meinung vertrat auch Einstein, und er sagte dazu metaphorisch "Gott würfelt nicht". Dabei ging es aber nicht um einen "persönlichen Gott" wie im Koran oder Bibel, denn Einstein lehnte ein solches Gottesbild ab. Es ging einfach nur um ein "höheres Prinzip", das hinter allem steckt. Dieses sollte eben keinen Zufall beinhalten - so Einstein.
Später wurden jedoch Phänomene entdeckt, die echten Zufall zu beinhalten schienen. Stichwort: Quantenphysik, Doppelspaltexperiment, Heissenberg'sche Unschärferelation. D.h. Einsteins Vermutung schien falsch zu sein, da es nun doch echten Zufall zu geben schien.
Interpretiert man die Quantenphysik allerdings wie Everett ( http://en.wikipedia.org/wiki/Many-worlds_interpretation ) ist das "große Ganze" doch wieder ohne Zufall. Demnach ist die Zukunft einfach nicht eindeutig, und unsere Vorstellung von Vergangenheit und Zukunft ist einfach zu naiv, weil alles parallel "existiert" (wobei der Begriff "Existenz" dann möglicherweise genauer spezifiziert werden müsste).
So lief das etwa ab .
UG
|
|
|