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Gestört sein und Verbrecher sein schließt sich ja nicht aus. Fakt ist aber, dass es für einen Teil dieser Taten psychologische Erklärungen gibt. Diese sollte man dann vllt. mal zur Rate ziehen um die Gesellschaft so zu modifizieren, dass die Indikatoren für dieses Verhalten nicht mehr auftauchen.
Ein katholischer Pfarrer hat sich eben gar nicht sexuell zu vergnügen. Da gibt es Kirchenrechtlich keine Ausnahmen. Nur wird die Homosexualität halt meist stillschweigend hingenommen. Die Nummer mit der Haushälterin ist zu auffällig.
Wenn schon Zölibat, dann finde ich es sinnvoll wie es in der orthodoxen Kirche geregelt ist, wo man es wirklich nur für die höchsten Ämter benötigt, in dem die Herren sowieso schon etwas älter sind und wenig Kontakt zu Kindern haben...
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Hallo, Tobias,
richtig, ich bin ja auch dafür, dass diese Menschen psychotherapeutisch INTENSIV betreut werden, keine Frage. Aber auch die Opfer brauchen diese Hilfen! DIE finden übrigens selten mal einen Therapeuten, unsere Beratungsstelle mit 2,5 Planstellen war damals für eine 600000-Einwohner-Grossstadt zuständig. Aber wie gesagt: Klar sollen sie Therapie haben, schon für den Schutz anderer Kinder...
Aber ICH stehe nun mal (beruflich und dadurch mittlerweile auch privat) auf Seiten der Opfer. Um die Täter soll sich jemand anderer kümmern. Weisst Du, ich habe Menschen (ERWACHSENE!) begleitet, die unbedingt ihre Täter konfrontieren wollten, die ihnen gegenübertreten wollten. Ich habe davon dringend abgeraten, aber manche wollten es. Ich habe sie begleitet, ich habe erwachsene Männer zittern, jammern und weinen sehen, und die Täter grinsten nur blöde, bestenfalls, meistens aber hiess es nur "Was willst Du eigentlich, ist doch schon 30 Jahre her..."
Nee, ich KANN mir da kein Verständnis abnötigen. Wer das kann: okay. Damit werde ich leben müssen.
Viele Grüsse
PeBu
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@astrella,
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Das finde ich jetzt aber mal eine bitter Bestandsaufnahme.
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Das mag sein.
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Als Opfer würde ich neben einer Verurteilung doch wenigstens einen Ansatz der Wiedergutmachung fordern, Schmerzensgeld, Schadensersatz, was anderes ist ja nicht vorgesehen.
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Das ist schon klar. Das tue ich ja auch. Aber wie will man so etwas "wieder gut machen"? Welcher Betrag ist angemessen? Und welchen "Schaden" will man kommerzialisieren (klingt komisch - ist aber ein wertneutraler juristischer Terminus)?
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Ich weiß nicht, wie sehr der Staat einspringt, wenn beim Täter nichts zu holen ist.
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Es gibt ein Opferentschädigungsgesetz, dass allerdings sehr enge Grenzen hat und auch keinen Schmerzensgeldanspruch beinhaltet.
Was ich damit sagen wollte, ist, dass die Schwierigkeit darin besteht, dem Opfer die Grenzen der Möglichkeiten der Justiz klar aufzuzeigen. Ich kann im Laufe des Verfahrens abschätzen, was dem Angeklagten an Strafe blüht. Das macht es für das Opfer meistens aber nur bedingt besser. Ich kann ihm aber kein anderes Leben schenken und auch nicht die Zeit zurückdrehen.
Es ist schlicht eine schwere Gratwanderung.
Und nochmal zum Begriff der Pädophilie - also ich betrachte es nicht als einen Euphemismus. Jeder weiss, was sich dahinter verbirgt und es ist schlicht der wissenschaftliche Begriff.
Echte Pädophile sind glücklicherweise eher selten. Die mit Abstand meisten Täter sind eindeutig keine Pädophilen in eigentlichen Sinne des Wortes. Und auch längst nicht jeder Pädophile wird seine Neigung auch tatsächlich ausleben.
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>Und auch längst nicht jeder Pädophile wird seine
>Neigung auch tatsächlich ausleben.
Das ist richtig, Nekilotte, so einen Mann kenne ich sogar recht gut. Er wurde noch nie straffällig, er lebt zölibatär und ich habe allergrössten Respekt vor ihm und seiner Art, diesem Bedürfnis aus dem Weg zu gehen. Man muss das nämlich nicht ausleben (sieht man von ganz ganz wenigen Ausnahmen ab).
Lieben Gruss
PeBu
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@PeBu:
Alles klar, danke dir
LG
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