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Der Papst ist keine Authorität über dem Glauben












PeBu schrieb:
Zitat:
ich sage keinesfalls alle!


Das ist aber gnädig!

Ist denn überhaupt belegt, dass es unter den kath.
Priestern mehr Päderasten gibt, als im allgemeinen Durchnschnitt der
sonstigen männlichen Bevölkerung?
Kindesmissbrauch ist doch nicht hauptsächlich ein Kirchenproblem!
Es kommt lediglich auch im kirchlichen Bereich vor, wie in anderen
Bereichen, in denen Kinder und Jugendliche betreut werden.

@PeBu,
Zitat:
ja, ich denke auch, dass unsere unterschiedliche Sichtweisen (zumindest auch) an unseren Mandaten liegen:

Dass, was du beschreibst, ist ja ein andere Ansatz und ein unterscheidliches Feld. Manchmal, wenn auch deutlich seltener,vertrete ich auch Opfer als Nebenkläger. Und das erlebe aus meiner Sicht oft sehr viel schwieriger, obwohl man ja sozugen auf der Seite der "Guten" steht.
Aber was soll man da beantragen? Was ist aus Sicht eines Opfers, dessen Interessen man dann ja vertreten soll, ein angemessenes Urteil? Was ist überhaupt das juristische "Interese" eines solchen Opfers?
Fragen, die ich offen gestanden nicht wirklich beantworten kann.


Zitat:
ich denke, ein Anwalt "darf" das nicht

In der Tat bin ich der Auffassung, dass man das nicht sollte. Man muss eine sachliche Distanz zum Geschehen wahren, denn ich muss mich ja mit den Fakten befassen, die juristisch zu bewerten sind. Dennoch bleibt man ja von dem, was sich in den Akten oder in der Hauptverhandlung an Geschehen vor einem ausbreitet natürlich nicht völlig unberührt.
Zitat:
wie Neki das hinkriegt, ist mir auch ein Rätsel, aber ich glaube, man kann sich auch einen professionellen Umgang mit dem Thema angewöhnen.

Gewöhnung ist sicherlich ein Faktor. Es hat aber auch schon mit der eigenen Persönlichkeit zu tun. Wenn ich mich z.B. mit meiner Kollegin vergleiche, mit der ich zusammenarbeite und die überwiegend familienrechtlich tätig ist, stelle ich immer wieder fest, dass sie sich sehr viel emotionaler in einige Sachen reinhängt, bei denen ich dann nur sage:"Und? Ist doch ganz normal!"
@Tiamick

Es ist besonders da ein Problem. weil die Kirche als eine Art Schutzraum gilt, ein Ort, wo man den Menschen normalerweise vorbehaltslos vertraut.
Und das weitaus schlimmere ist, daß die Kirche versucht, dieses zu vertuschen. Vieles wird versucht "intern" zu regeln, und dann wird ein Prister höchstens mal abgemahnt und versetzt, um dann wieder sein Unwesen zu treiben.
Ich habe einen Artikel für dich - falls es dich wirklich interessieren sollte und du nicht enfach nur an Schwarzweismalerei interessiert bist.
http://www.zeit.de/2002/20/Suender_im_Talar?page=5
@Neki

Zitat:
Aber was soll man da beantragen? Was ist aus Sicht eines Opfers, dessen Interessen man dann ja vertreten soll, ein angemessenes Urteil? Was ist überhaupt das juristische "Interese" eines solchen Opfers?
Fragen, die ich offen gestanden nicht wirklich beantworten kann.


Das finde ich jetzt aber mal eine bitter Bestandsaufnahme.
Als Opfer würde ich neben einer Verurteilung doch wenigstens einen Ansatz der Wiedergutmachung fordern, Schmerzensgeld, Schadensersatz, was anderes ist ja nicht vorgesehen.
Ich weiß nicht, wie sehr der Staat einspringt, wenn beim Täter nichts zu holen ist.
Manchen Taten können durch Geld natürlich nicht "gesühnt" werden, aber als Opfer oder Angehöriger eines Opfers ist es doch eigentlich das Mindeste, dass dann nicht noch existenzielle Nöte dazukommen, die ursächlich durch die Tat herbeigeführt worden sind.
Zitat:
Ist denn überhaupt belegt, dass es unter den kath.
Priestern mehr Päderasten gibt, als im allgemeinen Durchnschnitt der
sonstigen männlichen Bevölkerung?
Kindesmissbrauch ist doch nicht hauptsächlich ein Kirchenproblem!


Ehm doch ist es und es ist anhand der aufgeklärten Fälle belegt.

Zitat:
Es kommt lediglich auch im kirchlichen Bereich vor, wie in anderen
Bereichen, in denen Kinder und Jugendliche betreut werden.


Ja, aber in einer niedrigeren Quote.
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