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Nekilotte,
ich bewundere Dich, dass Du immer so ruhig bleiben kannst. WENIG kann mich so aufregen, wie Menschen, die von keinerlei Faktenwissen beleckt sind, aber glauben, sich dazu ostentativ äussern zu müssen.
Lieben Gruss
PeBu
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@PeBu,
Ich verteidge pro Jahr im Schnitt 10 -15 Fälle in denen sexueller Mißbrauch von Kindern oder Jugendlichen im Raum steht. (Ein Pfarrer hatte ich allerdings noch nicht unter den Mandanten, von daher halte ich mich in Bezug auf Pfaffen ein wenig zurück)
Das ist ein sehr emotional besetztes Thema, bei dem jeder ob berufen oder nicht, glaubt etwas beitragen zu können/müssen. Man muss als Verteidiger in solchen Verfahren auch immer damit rechnen übel angefeindet oder gar bedroht zu werden, weil Außenstehende die Arbeit und die Person nicht trennen können. Passiert nicht immer, aber mit gewisser Regelmäßigkeit.
Von daher kann ich mich eigentlich über gar nichts aufregen, ist auch schlecht für die Gesundheit. Ich muss ja auch dem Mandanten in solchen Fällen, so widerwärtig seine Tat auch sein mag, ebenfalls sachlich gegenüber treten. Und in einer emotionsgeladenen Hauptverhandlung, was leider auch manchmal vorkommt (insbesondere wenn Nebenkläger anwesend sind), sollte man ebenfalls Ruhe bewahren können. Die Sache an sich ist, wie du sicher selbst gut weisst, unerfreulich genug.
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Nekilotte,
ja, ich denke auch, dass unsere unterschiedliche Sichtweisen (zumindest auch) an unseren Mandaten liegen:
Meine waren IMMER die Opfer, die manchmal schon um die 50 Jahre alt waren, und zum ersten Mal nach 40- oder 45jährigem Schweigen geredet haben. Geweint. Gewimmert. Fassungslos über den eigenen Schmerz, den sie jahrelang nicht direkt spürten, sondern nur inform anderer psychischer Störungen; und auch immer noch fassungslos über die Taten der Täter. Und das, obwohl ganze Menschenalter dazwischen lagen. Von den Kindern und Jugendlichen gar nicht zu reden, die derart verletzt waren, deren Seelen derart ermordet waren, dass man als Betreuer da oft nur mitweinen konnte (ich denke, ein Anwalt "darf" das nicht).
Ich kann (und will?) diese Wut nicht ablegen, die ich sowohl gegen die Täter habe als auch gegen die, die nicht "sehen" WOLLEN.
Und bei meinen Klienten waren zwar nicht viele, aber doch einige dabei, deren Täter eben besagte "gottgeweihte Männer" waren. Und ihr Anteil war doch höher, als ihr Anteil an der Bevölkerung vermuten liesse.
Ich generalisiere das nicht, ich denke, der allergrösste Teil der Priester und Mönche tut so etwas NICHT. Aber die (Mit-)Verantwortung für diesen Horror, nämlich die Verantwortung des Zölibats, als "Unsinn" abzutun, das regt mich auf und es verletzt mich, weil ich weiss, wie unendlich die Opfer darunter zu leiden haben. Ihr Leben lang.
Lieben Gruss
PeBu
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Hö Zölibat macht, dass Priester sich an Kindern vergreifen? Wurde hier behauptet. Schwachsinn! Warum vergreifen sich die Priester dann nicht grad an ältere?
Bin richtig sauer wegen dieser Dummheit.
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Hö Zölibat macht, dass Priester sich an Kindern vergreifen? Wurde hier behauptet. Schwachsinn! Warum vergreifen sich die Priester dann nicht grad an ältere?
Bin richtig sauer wegen dieser Dummheit. |
Sakon, lies meinen Beitrag bitte GANZ und nicht wieder nur HALB. Ich habe oben erklärt, warum MANCHE Priester das tun (nicht alle! Das habe ich auch nie behauptet), und warum der Zölibat dafür MIT-verantwortlich ist, und wenn Du das nicht begreifst, dann schweig doch wenigstens zu diesem Thema...! Dieses oberflächliche Gerede ohne jedes Nachdenken ist in diesem Thread absolut fehl am Platz.
PeBu
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