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Von daher erachte ich Dogmen innerhalb einer Glaubensgemeinschaft auch als ein reines Machtmittel, da sie lediglich eine Sichtweise ihrer Epoche festhalten. Der Gebrauch, wie bspw. in der r.k. Kirche, sie auf ewig, also für alle Zeiten als unumstößlich zu betrachten, stellt lediglich eine (eigentlich scheinbare) Verstärkung dieser machtdemonstration dar...
Gruß
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@ solution,
nun, das mit der 1,99999 Periode kann ich nachvollziehen. Auch, dass gesagt wird, die zwei wird im Unendlichen erreicht – das ist eben eine Definition, wie eben auch die Mathematik auf Regeln beruht: etwa, dass Minus mal Minus ein Plus ergibt... Es wäre schön, wenn Menschen auf zwei Konten, die jeweils Minus aufweisen, ein Guthaben erreichen. Was als Rechenregel stimmig ist, muss nicht unbedingt "logisch" in der Lebenspraxis verständlich sein Aber wir haben es so gelernt – es ist eine Lehrmeinung, also ein "Dogma"… - gleiches gilt auch für die Wahrscheinlichkeitsrechnungen. So "rechnen" einem die "Kreationisten" vor, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass es keine Schöpfungsmacht gibt, während die "Wissenschaftler" es für extrem unwahrscheinlich halten, dass es eine Schöpfungsmacht gibt…
Und Dein Beispiel mit den Flachländlern verstehe ich auch. Ich habe dies schon vor ein paar Jahrzehnten gelesen. Genauso wie die Flachländler sich eine Räumlichkeit nicht vorstellen können, genauso können wir "Räumler" uns nicht vorstellen, dass es weitere Dimensionen ( außer der Zeit ) gibt. Deswegen meine Behauptung, dass wir diese Geschehnisse um den Urknall noch nicht verstehen können. Wir denken eben als Räumler. Aber, wenn ich etwas nicht verstehen kann, dann muss ich dies auch klar und deutlich sagen. Deswegen wird ja auch am Cern geforscht. Nach einem "X-Teilchen", dass die Information in sich tragen soll, welche Masse die Atome haben. Wird, so habe ich noch im Ohr, dieses Teilchen auch nach hunderten Versuchen nicht gefunden, dann ist die "Weltformel" falsch, und es muss neu gedacht werden. Also: was Genaues weiß man ( noch ) nicht. Deswegen finde ich es unangemessen und unredlich, diese "Weltformel" als Waffe gegen die Existenz eines Gottes einzusetzen.
@ positiv
es wurde hier doch herausgearbeitet, dass Dogma "Lehrmeinung" bedeutet. Überall gibt es Lehrmeinungen. Auch in der Wissenschaft, was ich versucht habe, über die Herren Semmelweiß , Wegener und Velikovsky darzustellen. Auch in der Wissenschaft gibt es "Päpste"! Warum negierst Du das? Was die Dogmen in der römisch-katholischen Kirche betrifft – so will ich mich als Bahaí hierzu nicht äußern. Schade, dass Du nicht verstanden hast, dass die Kirche nicht mit "Religion an sich" verwechselt werden darf.
Lieben Gruß
Traude
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@Traude
Was die Wissenschaft angeht, gibt es in diesem Sinne keine Dogmen (oder was verstehst Du unter dem Begriff?), sondern Gesetzmäßigkeiten, die bei Bedarf korrigiert werden.
Du meinst, Religion und Kirche nicht zu unterscheiden? Ich glaube, da unterliegst Du einem Irrtum! Auch innerhalb einer Religionsgemeinschaft können solche Dogmen aufgestellt werden. Ob sie immer den Status wie in der r.k. Kirche haben, entzieht sich meiner Kenntnis.
Nur, seit wann stellt eine Religion Dogmen auf? Das sind doch ihre Anhänger innerhalb einer Religionsgemeinschaft! Außerdem, ein Dogma innerhalb einer solchen Gemeinschaft hat sicherlich nicht die Basis wie das Adäquat dazu in der Wissenschaft!
Gruß
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@Traude:
| Zitat: |
| Deswegen finde ich es unangemessen und unredlich, diese "Weltformel" als Waffe gegen die Existenz eines Gottes einzusetzen. |
Immerhin ist man bei dem Beweis der Existenz der Weltformel erheblich weiter als man bei dem Nachweis Gottes je sein wird:
Es existiert eine schluessige, theoretische Berechnung. Was noch nicht da ist, ist der praktische Nachweis. Der soll prinzipiell im CERN erfolgen. Uebrigens kann das noch ein par Jahre dauern. Zur Zeit wird justiert und eingemessen.
| Zitat: |
| es wurde hier doch herausgearbeitet, dass Dogma "Lehrmeinung" bedeutet. Überall gibt es Lehrmeinungen. Auch in der Wissenschaft, was ich versucht habe, über die Herren Semmelweiß , Wegener und Velikovsky darzustellen. |
Semmelweiss war ein tragischer Fall. Er hat einen Zusammenhang erkannt und empirisch nachgewiesen. Das Problem war, dass er seiner Zeit voraus war, das die Werkzeuge zum theoretischen Nachweis seiner empirisch gewonnen Ergebnisse noch nicht vorhanden waren. So der Beweis unvollstaendig und somit streng wissenschaftlich wertlos. Dieses Problem bescherte ihm seine Schwierigkeiten.
Wir haben auch heute noch aehnliche Faelle: Homeopathie nah Steiner funktioniert (empirischer Nachweis)! Aber keiner weiss warum. Uns fehlen die Werkzeuge zum Nachweis. Hygiene zur Zeiten Semmelweiss und Homeopathie heute sind Verfahren, die in ihrer Zeit nicht ueber das Experimentalstadium heraus kamen/kommmen. Man nennt dieses Beweisverfahren ueberigens "induktiv", also vom Speziellen (empirischer Befund) zum Allgemeinen (theoretischer Nachweis).
Die Suche nach der Weltformel funktioniert uebrigens genau andersrum. Vom theoretischen Beweis (von der existierenden mathematische Formel) zum Experiment (CERN).
| Zitat: |
| Auch in der Wissenschaft gibt es "Päpste"! |
Die Paepste der Wissenschaft sind heute knallharte Realisten, denen vollkommen klar ist, wann eine Hypothese zur Theorie wird und wann nicht.
Die ablehnende Haltung der Aerzte zur Zeit Semmelweiss kann jedoch gut nachvollzogen werden, wurde von ihnen doch verlangt, das sie ihre taegliche Praxis nur auf Grund einer Beobachtung irgendeines Assistenzarztes umstellen sollten.
lg
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@Traude
Also, ich würde mal sagen, dass die "Päpste" in der Wissenschaft dieses Attribut als eine Art "Kosenamen" erhalten haben, natürlich in Anspielung an den Begriff aus der r.k. Kirche.
Nur damit wirklich zu vergleichen, halte ich für etwas verkannt!
Gruß
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