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Warum gibt es Dogmen?












Lieber Solution

Darf ich dir nochmal deine Antwort auf diese meine Frage zeigen:

Zitat:
Zitat:
Was hat das anfängliche Licht, oder den Urknall verursacht, wenn davor nichts war?


Deine Antwort:

Zitat:
Das Prinzip des unbewegten Bewegers.


Willkommen unter den Theisten!

Ach und:

Zitat:
Die Annahme, dass Gott ohne Grund existieren könne, könnte ebenso gut auf das Universum übertragen werden.


Nicht wenn in Raum und Zeit ein Kausalitätsprinzip besteht und für Gott nicht.

Gruss,
Andreas
@Andreas80
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Was hat das anfängliche Licht, oder den Urknall verursacht, wenn davor nichts war?
Das Prinzip des unbewegten Bewegers.
Willkommen unter den Theisten!

Ich muss dich enttaeuschen, dies war eine Vorwegnahme der Gedankengaenge von "Theisten".
Damit ist jedoch keineswegs gesagt, das ich diese Meinung teile.

Denn:
Zitat:
Zitat:
Die Annahme, dass Gott ohne Grund existieren könne, könnte ebenso gut auf das Universum übertragen werden.
Nicht wenn in Raum und Zeit ein Kausalitätsprinzip besteht und für Gott nicht.

Das dieses fuer einen wie auch immer gearteten Gott nicht gelte, ist wieder reine, unbegruendete Spekulation.

Als Verfechter des Kausalitaetsprinzips halte ich im uebrigen z. Z. die Theorie der Multiversen fuer die plausibelste, da ihre Begruendung inzwischen mathematisch recht gut abgesichert ist.
(Siehe LISA RANDALL (eine beeindruckende Frau!) :
http://www.edge.org/3rd_culture/randall03/randall03_p2.html
http://arxiv.org/abs/hep-ph?papernum=9905221)

lg
@ positiv,

zumindest durch Überlieferung ist bekannt, dass es außer dem Islam, Christentum und Judentum noch andere Religionen oder Kulturen gibt. Es gibt da die babylonische, ägyptische, hinduistische, amerikanische und viele andere Religionen. Allen gemeinsam ist, dass bestimmte Glaubensvorstellungen nicht nur gedacht, sondern auch praktiziert wurden / werden. Die Inkas / Azteken hatten wohl die Meinung, dass alle 52 Jahre der Sonne Menschenopfer dar geboten werden müssen, damit die Erde, die Welt, weiter bestehen bleibt.
Das war die Lehrmeinung, das Dogma der Inkas oder Azteken, so genau weiß ich es nicht. Die katholische Kirche verkörpert nach ihrem Selbstverständnis das "Reich Gottes" auf Erden – das ist nicht hämisch gemeint.

Aber kann man sich vorstellen, dass die katholische Kirche noch 1000.000 Jahre bestehen bleibt? Dies ist doch wenig wahrscheinlich, oder siehst Du das anders, positiv? Immer, wenn eine "neue" Religion entsteht, kommt es doch auch zu neuen / veränderten Glaubensüberzeugungen und damit natürlich auch Lehrmeinungen, Dogmen. Mit dem Auftreten des Islams im 7. Jahrhundert ist die Zeit des Christentums eigentlich vorbei. Denn, wie selbst Augustinus im 4. Jahrhundert betont, gibt es immer nur eine gültige Religion in der Menschenzeit. Die Vertreter des Christentums sowie des Islams haben es nur noch nicht verstanden, dass die Gültigkeit ihrer Religion abgelaufen ist. Es wird versucht, durch Terror und Gewalttätigkeit das System aufrecht zu erhalten.

Mit dem Auftreten der Bahaí ist eine neue Reigion entstanden. Es sind neue Glaubensvorstellungen entstanden. Das zentrale Dogma der Bahai ist wohl die der fortschreitenden Gottesoffenbarung – oder eben die Evolution der Religionen in der Menschenzeit.

Lieben Gruß

Traude
@Traude
Zitat:
Aber kann man sich vorstellen, dass die katholische Kirche noch 1000.000 Jahre bestehen bleibt? Dies ist doch wenig wahrscheinlich, oder siehst Du das anders

Ob wahrscheinlich oder nicht, spielt das eine Rolle? Und wie ich das sehe, genauso wenig.

Aus meiner Sicht jedenfalls ist der muslimische Glaube kein Nachfolger des Christentums! Dafür springt der Islam mir viel zu sehr in alttestamentalischen Werten umher. Von einer nachfolgenden Religion erwarte ich eher Fortschritt. Da käme aus meiner Sicht eher die Bahei zum Tragen, abe da ist ja ebenfalls, soweit wie ich verstanden habe, eine Verwurzelung im Muslimischen.

Aber da ich von Religionen mittlerweile ohnehin nichts mehr halte, mache ich mir dahingehend auch kaum Gedanken!

Gruß
@ Positiv,

ich finde es schade, dass Du Dich von den Religionen abgewandt hast. Besonders die Bahai-Religion ist intellektuell
meiner Meinung nach sehr befriedigend, was natürlich von meinem Intellekt abhängt ( hihihi ).

Wenn man eine Rückschau der Religionen betreibt, so stellt man immer fest, dass es überall einen Synkretismus gibt.
Da ist in Ägypten das Henkelkreuz, da ist von Auferstehung die Rede und selbst "Maria mit dem Jesuskind" hat ihr
Vorbild in der ägyptischen Religion. Der Einfluss Babylons auf die jüdische Religion ist ebenfalls unübersehbar.

Man kann sich nun vorstellen, dass es eine Art "Ureligion" gibt, die bis heute ausstrahlt. Deswegen sind alle Religionen
eigentlich untrennbar miteinander verwoben, was sozial an der "Goldenen Regel" erkennbar ist. Es gibt also so eine Art "religiösen Urknall"...

Das besondere an der Bahaí-Religion ist nun, so dass Dogma, dass der "Mensch" eigentlich immer schon war – egal wie er
ausgesehen hat. Und das Religion den Menschen, das Sein, immer gefördert hat – aber auch Forderungen an ihn stellte. Ich sage dies
in der heutigen Ausdrucksweise. ..

Liebe Grüße

Traude
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