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Warum gibt es Dogmen?












Lieber Andreas,
Zitat:
Dogmen sind fest Glaubenssätze, die die heilige apostolische Kirche in Rom als Essenz ihrer fast zweitausendjährigen spirituellen Organisation des christlichen Glaubens definiert hat.

Sie dienen dazu, Kritiker mundtod zu machen, weil ihre Umwerflichkeit zu einem immerwährenden Streit führen würde, der die Führen der Kirche in Zweifel ziehen könnte.

Zitat:
Zwar kann man in den paar Jahrzehnten des eigenen Lebens nicht immer unbedingt auf seinem eigenen beschränkten spirituellen Weg so weit kommen, dass man die volle Erkenntnis der Kirche und Christi in sich umfassend vereint, so dass es sein kann, dass man nicht hinter jedes der Geheimnisse der Dogmen dringt.

Ds ist eines der Ziele (schon angedeutet): Kritiker schweig! Du bist nicht in der Lage, alle Gedanken Deiner heiligen kirche zu erfassen!
Zitat:
Dennoch sollte sich der Katholik an diesen Lehrmeinungen orientieren. Er sollte auf eine aufrichtige Art versuchen sie zu verstehen und sich ihnen in Gebet und Meditation annähern.

Die gebotene Ergebenheit gegenüber dem Herrn äh sorry Kirche gebietet es, den Mund zu halten und in Demut hinzunehmen!


Zitat:
Insofern ist die katholische Lehre und damit auch die Dogmen die leuchtenden Richtungsweiser auf dem rechten Erkenntnisweg des Christen.

Der( kritische) Mensch soll schweigen und in Demut annehmen!

Zitat:
Die Dogmen haben ausserdem die Funktion der Kohäsion der katholischen Gemeinde, dienen also dem Zusammenhalt.

Was ja ohne Widerspruch kein Problem darstellen sollte (in welchem Jahrhundert leben wir eigentlich?)!

Zitat:
Wie man an dem Versuch der protestantischen Bewegung gesehen hat, neigen unorganisierte Vereine zur absoluten Zersplitterung: unter den Protestanten gibt es unzählige Denominationen, die alle für sich beanspruchen alleine die Wahrheit zu kennen. Tw. unterscheiden sie sich nur wegen der Auslegung eines oder von ein paar Versen!

Dass sich die Katholiken auch aufgespalten haben, ist ja nebensächlich...

Zitat:
Bei der katholischen Kirche gibt es das nicht in der Form. Durch die päpstliche Lehrhoheit und die abschliessende einheitliche Beurteilung von Glaubensfragen bildet sich eine wesentlich einheitlichere Gemeinde.
Welch herrliche Theorie! Wo wird eigentlich die tatsächliche Praxis honoriert - bzw. warum ignoriert?

Zitat:
Aber klar sein muss auch: jeder Mensch ist auf einem eigenen spirituellen Erkenntnisweg auf dieser Erde. Und an verschiedenen Streckenabschnitten des Weges, sieht man die Dinge unterschiedlich.


Boah! Die Erkenntnis hätte ich jetzt wirklich nicht zugetraut! - Aber wo ist sie neu?

Zitat:
Deshalb ist auch in der katholischen Kirche Platz für Zweifel - denn nur der Zweifel kann einem zum Wachstum im Glauben bringen.

Darf aber nur konformbedingt auftreten, ansonsten wie üblich, Redeverbot! Entzug der missio canonica, wie es im kirchlichen Amtsdeutsch heißt!

Zitat:
Ich hoffe mit dieser Erklärung etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben. Und ich hoffe auch, dass man meinen Erläuterungen, die der Weg von 1 Milliarde Katholiken auf der Welt sind, mit Respekt und Interesse begegnet. Ich biete das auch jedem, egal welcher Meinung er ist, hier im Forum an.


Entscheidet mal wieder die Quantität über die Qualität? Wieviele Christen sind denn nurKarteileichen? Ist das auch erfasst?

Ich hoffe, du fängst jetzt nicht damit an, kritische Hinterfragungen auch als unfreundlich anzusehen! Und kritische Fragen wirst Du Dir auf dieses Posting meinerseits nicht ersparen können! - auf einen konstruktiven Dialog! - Ich freue mich schon darauf!

Liebe Grüße!
Schon gut lieber Positiv

Ich habe damit gerechnet

Aber der Thread heisst: Warum gibt es Dogmen?

Darauf wollte ich eine Antwort geben, denn ich denke, die Dinge, die ich beschrieben habe sind der Grund dafür.

Dass du das anders siehst bleibt dir unbenommen.

Allerdings heisst der Thread nicht: Warum sind Dogmen scheisse?



Gute Nacht!
Lieber Andreas,

Frage dich doch selbst einmal, warum gibt es Dogmen! Dienen sie der Willensbildung? Oder sind Dogmen lediglich dazu da, eine solche zu unterdrücken, da sie als unumstößliche Lehrsätze in die Welt gesetzt wurden!

Gruß!
Ich stimme positiv vollkommen zu.

Das Nichterkennen der Problematik von Dogmen kann nur aus einer bereits abgeschlossenen Ideologisierung der betroffenen Individuen heraus verstanden werden. Religionen sind dafuer sehr gute Beispiele.

lg
Schön, dass ihr beide euch einig seid

Damit steht die Wahrheit ja fest.
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