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Warum gibt es Dogmen?












Lieber Andreas

Zitat:
Was passiert mit den Gedanken und Erinnerungen in Gehirn eines Menschen, wenn dieser stirbt?

Das ist unbekannt. Deshalb sind saemtliche Mutmassungen ueberfluessig.

Zitat:
Da gibt es wirklich verdammt viele Beispiele.

Ich haette mir eher ein beispiel gewuenscht, als einen Verweis auf ein Buch.
Kennst du keines? Zumal du jetzt von Inspirierung wissenschaftlicher Thesen durch religiöse Schriften statt von religiöse Erklärungsmustern schreibst. Dies ist etwas vollkommen unterschiedliches.

Zitat:
Zitat:
so ist so doch seit hunderten von Jahren obsolet.
Ich würde eher sagen verkannt.

Warum? Du muesstest schon rund 2500 Jahre Erkenntnisphilosophie plausibel widerlegen, wenn du diese Behauptung vertrittst.
Also, warum wurde sie verkannt?

Zitat:
Allerdings wollte ich v.a. auf das Höhlengleichnis anspielen. Dessen Lehre im Grunde ist, dass die Welt, in der Welt leben, nur eine Illusion ist.

Eine solche Annahme ist jedoch nach Kant nicht vernuenftig.
Auch wenn sie nicht vollstaendig widerlegt werden kann, so ist doch eine Hypothese ueber die Existenz einer Realiaet wohl begruendet. Dass die Katze genau da die Loecher im Fell hat, wo die Augen sizten und Primaten eine Hand haben, mit der sie (be)greifen, sowie die Beobachtung, das die Evolution nichts nutzloses beibehaelt, zeigt exemplarisch, dass unsere Wirklichkeit wohl doch auf eine (hypothetische) Realitaet passt.

Zitat:
Oh, mit Sicherheit wirst du mich dann naiv-gläubig nennen. Aber ich glaube an so manche Begebenheiten, die den Heiligen der katholischen Kirche, aber auch den heiligen Hindus, Buddhisten und Sufis zugeschrieben werden. Taten, Visionen und Weissagungen, die dem normalen Menschen nicht möglich sind.

LeBon schreibt sehr schoen ueber die Entstehung von Marienerscheinungen. Sehr aufschlussreich. Taten, Visionen und Weissagungen entstehen hoechst irdisch durch Gruppendynamiken. Das ist bestens in der Psychologie dokumentiert.

Zitat:
Nur der Unglaube aus dem Satz, "was ich nicht mit eigenen Augen gesehen habe, glaube ich nicht", liess diese Dokumentationen nie die gesamte Weltöffentlichkeit überzeugen.

Unwahrscheinlich. Ich denke eher, dass das Fehlen der zum beweis notwendigen Praemisse der beliebig haeufigen Widerholbarkeit unabhaengig von Ort und Zeit diskreditiert hat.

Zitat:
Kaum hat ein renommierter und geachteter Wissenschaftler, der grosser Zweifler war, angesichts der Taten eines Heiligen seine Meinung geändert, schon glauben ihm seine alten Kameraden aus den weltlichen Kreisen kein Wort mehr.

Das passiert immer dann, wenn er sich nicht an die Spielregeln des Beweisverfahrens haelt.

lg
Friends,

DogMen = Herr&Hund als Tugend des Vatican! Ist keine Schande auch in Pagoden beten Moenche mit Hund und das Volk ist beGeistert!

Unfehlbar ist Niemand.

Lovesoul-Schoepfung komplett bitte beten lassen!
Liebe(r) Lovesoul

Dann bist du bestimmt ein Sympathisant der Dominikaner.

Dominus = der Herr

Canus = der Hund

Die Hunde des Herrn.

Gruss,
Andreas
Lieber Solution

Ich habe dich etwas warten lassen, will dich aber nicht um deine Antwort bringen.

Zunächst, Herr Wissenschaftler

Zitat:
Das ist unbekannt. Deshalb sind saemtliche Mutmassungen ueberfluessig.


Ist das deine Meinung? Dass man über unbekannte Dinge keine Mutmassungen anstellen soll?

Wie sollen dann Thesen aufgestellt werden, um sie wissenschaftlich zu prüfen?

Zitat:
Ich haette mir eher ein beispiel gewuenscht, als einen Verweis auf ein Buch.


Die Vorläufer der Wissenschaftler waren zunächst gleichzeitig Theologen. Sie und ihr Glaube formten unser wissenschaftliches Weltbild. Platon habe ich schon erwähnt, Thomas von Aquin scheint mir interessant, er verband die Philosophie des Sokrates mit dem Christentum.

Robert Grossteste, ein katholischer Theologe des 13. Jhdts. entdeckte auf spirituelle Weise den Urknall. Er sagte: "Das Universum entstand aus einem Punkt uranfänglichen Lichts, der sofort zu wachsen begann und so die Sphäre unseres Universums formte."

Papst Pius XII erklärte 1951 zum Urknall: Die Wissenschaft hat Beweise für einen zeitlichen Anfang erbracht. Deshalb trug sich die Schöpfung in der Zeit zu. Und deswegen gibt es auch einen Schöpfer, also Gott.

Am Anfang war nur Licht (in der Bibel) – am Anfang war nur Licht (beim Urknall). Und was war davor? Oder, wie es Roman Sexl, Spezialist für Relativitätstheorien, einmal formulierte: "Wer hat denn eigentlich urgeknallt?". Das ist eine unanständige Frage, sagen die Physiker. Das ist eine unanständige Frage, sagte schon der Heilige Augustinus. Wie sich die Argumente doch wiederholen!

Johannes Kepler und Isaac Newton waren überzeugt davon, dass die Wissenschaft ein Kind der Theologie ist.

Für Kopernikus war die Astronomie ein Weg zu Gott. Genauso Kepler. Der sagte: "Es ist absolut notwendig, dass das Werk eines vollkommenen Schöpfers von größter Schönheit ist."

Du siehst, die Väter der abendländischen Wissenschaft, gläubige Menschen. Angetrieben von der Theologie.

Rene Descartes, heute oft missbraucht, sah die Naturgesetze eingerichtet von Gott, "so wie ein König Gesetze in seinem Königreich stiftet."

Dann die mittelalterlichen Alchimisten, die in so vielem die Vorläufer heutiger Wissenschaft waren.

Ich müsste um alle dokumentierten Beispiele zu nennen das Buch, das ich erwähnt hatte, nochmals grossteils durchlesen. Leider fehlt mir dazu die Zeit. Vielleicht weiss Gabriele noch ein paar Beispiele, sofern sie hier mitliest. Ich denke sie kennt Blavatsky noch besser als ich.

Was Platons Metaphysik angeht, würde mich eher interessieren, warum du sie für "obsolet" hältst. Wieso nimmst du dir seine Weisheit als theoretische Grundlage moderner Wissenschaft, verwirfst aber ab einer bestimmten Ebene der Erkenntnis alles, nur weil wir Menschen noch nicht so weit sind diese Wahrheiten auch mit unserem Verstand zu begreifen? Nimm sie doch eher als Inspiration, geh in dein Labor und arbeite daran.

Ende Teil 1
Teil 2

Zitat:
Zitat:
Allerdings wollte ich v.a. auf das Höhlengleichnis anspielen. Dessen Lehre im Grunde ist, dass die Welt, in der Welt leben, nur eine Illusion ist.

Eine solche Annahme ist jedoch nach Kant nicht vernuenftig.
Auch wenn sie nicht vollstaendig widerlegt werden kann...


Warum ist sie nicht vernünftig. Sie kann doch auch nicht widerlegt werden, wie du selbst richtig sagst

Ich sage ja auch nicht, dass die "Realität" nicht existiert. Ich sage nur, dass es eine Illusion ist. Ein Gedanke Gottes.

Was ist Materie? Doch nichts anderes als Energie...

"dass die Evolution nichts nutzloses beibehaelt, zeigt exemplarisch, dass" Gottes Werk vollkommen ist Die Art wie er sein Werk tut, ist die Evolution.

Zitat:
LeBon schreibt sehr schoen ueber die Entstehung von Marienerscheinungen.


Auch Kreuzmale? Weissagungen, die hinterher wirklich exakt so zutreffen? Erinnerungen an vergangene Leben, die der erinnerte eigentlich nicht kennen kann, die aber dann tatsächlich so waren? Schwebende Menschen?

Zitat:
Ich denke eher, dass das Fehlen der zum beweis notwendigen Praemisse der beliebig haeufigen Widerholbarkeit unabhaengig von Ort und Zeit diskreditiert hat.


Das könnte sein, denn "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen."

Einem wissenschaftlichen Beweis wird sich Gott immer entziehen.

Zitat:
Das passiert immer dann, wenn er sich nicht an die Spielregeln des Beweisverfahrens haelt.


Wenn er etwas, dass er nicht mit der aktuellen Wissenschaft erklären kann, mit eigenen Augen sieht, so wie er es gelernt hat dokumentiert und anschliessend der Welt präsentiert?

Lieber Solution,

wenn du jemand bist, der wie ich, nie von der absoluten Wahrheit seiner Position überzeugt ist, und diese stets auf die Probe stellt, schaust du mal in dieses Buch rein:

http://de.wikipedia.org/wiki/Isis_entschleiert

Ich kann und will es nicht nochmal ganz lesen und hier abtippen. Aber es enthält unsere Debatte auf mehreren hundert Seiten. Wohldokumentiert und wohlformuliert.

Grüsse,
Andreas
Forum -> Gott

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