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Warum gibt es Dogmen?












Lieber Solution

Wir drehen uns im Kreis und kommen der Lösung kaum näher.

"Weil "Suende" sehr relativ ist und deshalb mangels Allgemeingueltigkeit ein sinnloser Begriff ist."

Sünde ist klar definiert.

"Doch, wenn Katolizismus die Funktionsweise der ganzen Welt zu erklaeren vermag, ist Forschung auf dem selben Gebiet ueberfluessig."

Die Funktionsweise der Welt wird durch Religion intuitiv erkannt. Für die Wissenschaft ist das ein hervorragender Erkenntnisansatz um Thesen aufzustellen, die man dann wissenschaftlich erforschen kann. Ganz einfach. Notwendig ist aber beides.

Ich denke ich habe das deutlich genug gesagt.

"Nein, in praezisen Ergebnissen. Vollkommen unbeeinflusst von weiteren Einfluessen. Sie sind neutral.
Frage: Ist ein Computer glaeubiger Katholik? Nein.
Sind die Ergebnisse seiner Berechnungen mit Materialismus und Wertverlust verbunden? Nein.
Warum sollten also solche, auf harten Fakten und Beweisen basierende Aussagen in Materialismus und Wertverlust enden?"

Muss ich darauf antworten?

Klar ist mein Computer kein Katholik. Er ist ein Mac.

Das von mir verwendete Sprichwort gilt natürlich nur für menschliche Gesellschaften.

"Zitat:
Fleisch ist das jüdisch-christliche Symbol für alle Materie die den Menschen ausmacht.

Also hauptsaechlich Kohlenstoff? (Ich frage extra so naiv, da der Inhalt dieser Verschluesselungen i.A. so unbekannt wie umstritten ist) "

Es steht für die menschliche Existenz als Materie. In der Religion hat der Mensch ja neben dem materiellen Körper auch noch eine Seele.

Gruss,
Andreas
Lieber Andreas,

Zitat:
Sünde ist klar definiert.
Das sehe ich anders. "Des Einen Freud ist des Anderen Leid." "Des Einen Suende ist des Anderen keine." Suende ist abhaengig vom Bezugssystem, deshalb relativ, deshalb eben nicht definierbar.

Zitat:
Für die Wissenschaft ist das ein hervorragender Erkenntnisansatz um Thesen aufzustellen, die man dann wissenschaftlich erforschen kann. Ganz einfach. Notwendig ist aber beides.

Nein, religioes naive Erklaerungsmuster sind kein gutes Fundamant um Thesen aufzustellen.
Beobachtungen sind erheblich bessere Fundamante als Glauben.

Zitat:
Klar ist mein Computer kein Katholik. Er ist ein Mac.

Schlimm genug!

Zitat:
Das von mir verwendete Sprichwort gilt natürlich nur für menschliche Gesellschaften.

Und damit nicht fuer exakte Wissenschaften?
Was uebrigens nicht heisst, dass Glauben an sich nichts in der Forschung verloren haette. Im Gegenteil, sie ist der Motor, der Forschung erst ermoeglicht.
Dieser Glauben ist jedoch vollkommen unabhaengig von irgendeiner Religion
Zitat:
Es steht für die menschliche Existenz als Materie. In der Religion hat der Mensch ja neben dem materiellen Körper auch noch eine Seele.

Wobei die Existenz der Seele ein weiteres Dogma darstellt.

lg
Lieber Solution

Dass du für dich eventuell Probleme hast "Sünde" zu definieren, sei dir ja unbenommen. Klar ist das Einteilen der Welt in Gut und Böse nicht leicht. Man muss dazu erkennen welche Ursachen welche Wirkungen haben. D.h. man muss das gesamte Prinzip von Actio und Reactio auf der Ebene des Geistes erkannt haben.

Aber wer hat das schon? Ausser, so mein Glaube, die Propheten und natürlich Christus, der ja die Inkarnation dieses Prinzips in Jesus ist.

Diese Menschen haben hinreichend Sünde definiert.

Zitat:
Für die Wissenschaft ist das ein hervorragender Erkenntnisansatz um Thesen aufzustellen, die man dann wissenschaftlich erforschen kann. Ganz einfach. Notwendig ist aber beides.

"Nein, religioes naive Erklaerungsmuster sind kein gutes Fundamant um Thesen aufzustellen.
Beobachtungen sind erheblich bessere Fundamante als Glauben."



Religiöse Erklärungsmuster, sind, richtig angewandt nicht naiv. Und sie sind ein sehr gutes Erklärungsmuster für die Formulierung von Thesen weil sie trachten die Funktion der Welt in abstrakter Weise zu verstehen. Aus Abstraktionen können dann gut, in die Welt der Materie projeziert Thesen aus Analogien gezogen werden.

Wenn du Platon gut kennst und schätzt, kennst du dann auch seine Metaphysik?

Beobachtungen sind ebenfalls geeignet. Klar. Wer sich aber nur darauf stützt, lässt sich ein weites Feld der Inspiration entgehen.

"Zitat:
Klar ist mein Computer kein Katholik. Er ist ein Mac.

Schlimm genug!"

PC User? Microsoft Jünger?

Ohne mich, so ein Elend!

"Wobei die Existenz der Seele ein weiteres Dogma darstellt."

Gehört offiziell nicht zu den Dogmen der heiligen apostolischen Kirche in Rom.

Ist aber natürlich ein Glaubensgrundsatz. Klar.

In meinen Augen einer, dessen Wahrheit sich aber durch Meditation leicht - indizienhaft - erfühlen lässt.

Zudem gibt es so manche Phänomene, die man eben ohne Seele, rein heutig-wissenschaftlich, nicht belegen kann.

Gruss,
Andreas
Lieber Andreas

Zitat:
Klar ist das Einteilen der Welt in Gut und Böse nicht leicht. Man muss dazu erkennen welche Ursachen welche Wirkungen haben.

Richtig. Und deshalb ist die Einsicht, das eine solche Einteilung nicht funktioniert evident.

Zitat:
Zitat:
"Nein, religioes naive Erklaerungsmuster sind kein gutes Fundamant um Thesen aufzustellen.
Beobachtungen sind erheblich bessere Fundamante als Glauben."

Religiöse Erklärungsmuster, sind, richtig angewandt nicht naiv. Und sie sind ein sehr gutes Erklärungsmuster für die Formulierung von Thesen weil sie trachten die Funktion der Welt in abstrakter Weise zu verstehen.

Kannst du mir ein solches Beispiel nennen?

Zitat:
Wenn du Platon gut kennst und schätzt, kennst du dann auch seine Metaphysik?

Natuerlich. Vermutlich spielst du auf Platons Idee des Guten an. So wichtig wie seine Ideenlehre auch heute noch als Ausgangspunkt fuer die Erkenntnislehre ist, so ist so doch seit hunderten von Jahren obsolet.

Zitat:
Zudem gibt es so manche Phänomene, die man eben ohne Seele, rein heutig-wissenschaftlich, nicht belegen kann.

Welches zum Beispiel?

lg
Lieber Solution

Hier bin ich anderer Meinung:

Zitat:
Und deshalb ist die Einsicht, das eine solche Einteilung nicht funktioniert evident.


Aus den Schatzkammern der Weisheit, tief aus unserer Seele, spricht eine Stimme zu uns, die uns alle Weisheit der Welt, alle Erinnerung, alles was der Mensch je gewusst hat, alles was Gott uns sagen will erzählt.

Das Problem ist nur, dass es eine sehr leise unaufdringliche Stimme ist, die man nur hört, wenn man alles andere in sich zum Schweigen bringt.

Diese Stimme vermag dir zu sagen, was gut ist und was böse.

Solution: Was passiert mit den Gedanken und Erinnerungen in Gehirn eines Menschen, wenn dieser stirbt?

Zitat:
Kannst du mir ein solches Beispiel nennen?


Da gibt es wirklich verdammt viele Beispiele. Klar hast du davon noch nicht gehört, wenn du einschlägige Literatur vermeidest. Aber ich rate dir mal von "Helena P. Blavatsky" das Buch "Isis entschleiert" zu lesen. Dort dokumentiert sie im Band "Religion und Wissenschaft" wirklich sehr viele (belegte) Beispiele der Inspirierung wissenschaftlicher Thesen durch religiöse Schriften.

Ganz ohne Eifersucht muss ich zugeben, dass hier v.a. die alten Schriften der Hindus, allen voran die Baghavad Gita, häufig auftaucht. Aber auch das, von unverständigen oft zu Unrecht gescholtene Alte Testament, steckt voller abstrakter Wahrheiten, die die Menschen schon seit Jahrtausenden für die Nachwelt festhalten.

Zitat:
so ist so doch seit hunderten von Jahren obsolet.


Ich würde eher sagen verkannt.

Allerdings wollte ich v.a. auf das Höhlengleichnis anspielen. Dessen Lehre im Grunde ist, dass die Welt, in der Welt leben, nur eine Illusion ist.

Zitat:
Welches zum Beispiel?


Oh, mit Sicherheit wirst du mich dann naiv-gläubig nennen. Aber ich glaube an so manche Begebenheiten, die den Heiligen der katholischen Kirche, aber auch den heiligen Hindus, Buddhisten und Sufis zugeschrieben werden. Taten, Visionen und Weissagungen, die dem normalen Menschen nicht möglich sind.

Diese Dinge sind immer wieder von Zweiflern, eifersüchtigen Angehörigen anderer Religionen und Wissenschaftlern in Frage gestellt, untersucht und geprüft und als echt und wahrhaftig dokumentiert worden.

Nur der Unglaube aus dem Satz, "was ich nicht mit eigenen Augen gesehen habe, glaube ich nicht", liess diese Dokumentationen nie die gesamte Weltöffentlichkeit überzeugen. Kaum hat ein renommierter und geachteter Wissenschaftler, der grosser Zweifler war, angesichts der Taten eines Heiligen seine Meinung geändert, schon glauben ihm seine alten Kameraden aus den weltlichen Kreisen kein Wort mehr.

Eine Szene, die sich wie die griechischen Tragödien, immer und immer wieder wiederholt.

Grüsse,
Andreas
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