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Ich (31, männlich) wohne seit 2 Monaten in einer WG mit 2 netten "Mädls", welche mittlerweile auch zu meinen Freundinnnen zählen kann.
Eine der beiden ist 33 und arbeitete in den letzten 3 Jahren in Afrika als Projektentwicklerin für Soziale Projekte. Sie ist ursprünglich aus Deutschland und nun seit 3 oder 4 Monaten in Wien. Ihr Chef hat sie nach Wien geholt um das Controlling dieser Projekte von Österreich aus zu machen. Wir wohnen eben seit 2 Monaten zusammen und es geht ihr nicht besonders gut hier bei uns. Sie fühlt sich in Ihrem Job zur Zeit überfordert bzw. traut sich diese neuen Dinge schwer zu. Obwohl Sie ihre Aufgaben immer wieder schafft, zweifelt Sie an ihren Fähigkeiten und diese Probleme wirken sich negativ auf ihre ganzes Privatleben aus.
Wenn man sie kennen lernt, würde man sie als außerordentlich lieben Menschen bezeichnen. Sie ist an und für sich kommunikativ und offenm ist hübsch und hat auch in Deutschland ein Studium abgeschlossen.
Ich würde Sie gerne unterstützen und vielleicht hat der eine oder die andere einen Tip für mich bei folgenden Fragen die ich mir stelle:
Wie lange dauert es wenn man in den letzten Jahren international (Afrika, Brasilien) unterwegs war, aufgrund des "Alters" wieder nach Europa kommt um irgendwie sesshaft zu werden? Hier hat sie einen "Kulturflash" und fühlt sich oft alleine und traurig.
Ihre Freunde sind irgendwo. In Deutschland, in Italien, in Afrika ... aufgrund des schlechten Zugangs zur Arbeit ist sie in der Freizeit eher von sich aus antriebslos und es macht sie fertig daß sie eben keinen Freundeskreis hier hat. Sie meint immer Sie hat einen großen Freundeskreis geliebt und Sie weiß daß Sie den neu aufbauen muss. Ist aber irgendwie ein Teufelskreis. Keine Freunde=keine Lust=keine neuen Menschen. Wie lernt man Menschen kennen wenn man in ein neues Land kommt? Vielleicht eine komische Frage, aber ich wohne ja schon immer hier...
Wie viel Sinn macht es über die negativen Dinge in der Arbeit zu reden? Macht es nicht mehr Sinn sich auf ein schönes Privatleben zu konzentrieren? Muss beides sein? Zuerst über die Probleme reden, akzeptieren und dann sich auf die "guten" Dinge konzentrieren (die zur Zeit wenig vorhanden sind). Sie meint immer, wenn sich die Arbeit als leichter erweist, hat Sie wieder Kraft um ihr Privatleben auszubauen. Aber ohne Glück im Privaten ist es auch schwer die schwierigen Zeiten im Job zu meistern, nicht?
Ich muss auch dazu sagen, daß Sie mit ca. 13jahren ihre Mutter verloren hat (Krebs) und sie auch vor vielen Jahren wegen Depressionen in Behandlung war. Von dem merkt man ihr aber nichts an - obwohl Sie schon Angst hat wegen der Situation auf Dauer von einer großen schwarzen Wolke geschluckt zu werden ...
Gibt es hier jemanden der das kennt? Wie hast Du dir geholfen?
Lg,
M.
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