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| Die westliche Wissenschaft ist mit nichten ein Plagiat, der griechischen, römischen oder arabischen Wissenschaft. Sie ist eine eigenständige Entwicklung, die sich natürlich Denkanstöße von diesen Quellen genommen hat. Wenn ich aber heute die Standardwerke der Inneren Medizin auf den Schreibtisch stelle und ich das mit dem vergleiche was Galenius, oder irgendwelche Araber im Mittelalter geschrieben haben ist der Plagiatsvorwurf vollkommen lächerlich. |
Dann hast du meinen Beitrag offenbar nicht verstanden.
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Sorry vielleicht sollte ich aufhören in der Nacht Beiträge zu verfassen
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@ Tobias:
Muhammad al-Fazari
übersetzte viele wissenschaftliche Bücher ins Arabische und Persische (nicht Innovativ)
Jabir ibn Aflah al-Ishbili Abu Muhammad war ein spanisch-arabischer Astronom und Mathematiker, der durch die Übersetzungen seiner Werke ins Lateinische den europäischen Gelehrten bekannt war (nicht Innovativ)
In seinem ersten Werk Al-Kitab al-Dscham führte er die Ziffer Null in alle modernen Zahlensysteme ein.
(Innovativ!)
Abu Ali al-Husayn ibn Abdullah ibn Sina: diverse Innovationen!
Sicher gab es offensichtlich arabische, innovative Wissenschaftler. Doch scheinen sie rar zu sein.
Im quantitativen Vergleich zu Innovationen im fruehen Mittelalter koennen sie kaum mithalten. (von anderen Perioden ganz zu schweigen!)
Alleine die Scholastik brachte viele hochinnovative Wissenschaftler hervor. Wiki nennt weit ueber 20 Namen.
Andere Erfindungen jener Zeit:
Alkoholdestillation.
Um 1025 Guido Arezzo erfand die Halbtöne und gab auch allen Noten Namen: Ut Re Mi Fa So Lo.
1195 Magnetnadel als Seeweiser (Europa)
12. Jahrhundert Die Kogge der Hanse gelten als erstes bekanntes Schiff, dass ein Heckruder besaß.
1285 Augengläser (Italien)
um 1300 Produktion von Gusseisen im Hochofen (Rheinland).
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| Trotzdem kannst du den einstigen Vorsprung der islamischen Welt kaum leugnen. |
Nicht nur das ein solcher Vorsprung irelevant waere, auch bezweifel ich, das er jemals existiert hat. |
Nimm dir ein beliebiges Geschichtsbuch, welches ab der Mitte des 20. Jahrhundert verfasst wurde. Und für die These, welche du hier vertrittst ist das sehr wohl relevant. |
Nun das finde ich in Geschichtsbuechern:
Vor allem in Relation zu zeitgleichen Erfindungen in Asien wird die geringe Bedeutsamkeit arabischer Innovationen deutlich:
1090 China Uhrenturm von Su Song. Wassertropfen fielen auf ein Rad, das die Uhr antrieb und zur vollen Stunde einen Gong anschlug.
595 Indien Dezimalsystem mit der Ziffer "0".
China Schiesspulver. Feuerwerke wurden bei religiösen Feiern eingesetzt.
900 China Porzellan
593 China Blockdruck: ganze Buchseiten wurden spiegelbildlich in Holzblöcke geschnitzt und auf Papier gedruckt.
868 China Erstmals wurde ein komplettes Buch gedruckt.
810 Persien Entwicklung der Algebra. Die Araber übernahmen das indische Dezimalsystem und die Algebra von den Persern und brachten sie nach Europa. (reine Informationszusammenstellung, nicht innovativ!)
um 1050 China Druck mit einzelnen beweglichen Lettern aus Ton
1202 Italien Abhandlung von Fibonacci über das hinduistisch-arabische Zahlensystem. (reine Informationszusammenstellung, nicht innovativ!)
1260 England Eine Abhandlung von Roger Bacon über Strahlenbrechung und Reflexion des Lichtes stützte sich auf arabische Werke (reine Informationszusammenstellung, nicht innovativ!)
1275 Erste menschliche Leiche seziert
1397 Korea Bewegliche Typen
1285 Brillen gegen Weitsichtigkeit (solche gegen Kurzsichtigkeit erst um 1430)
Trotzdem ist es natuerlich richtig zu behaupten, das jene Zeit als die relative Bluete der arabischen Wissenschaft gelte. Denn in allen nachfolgenden Jahrhunderten scheint der arabische Raum praktisch vollkommen von der Bildflaeche der Wissenschaften verschwunden zu sein.
Das dieses Verschwinden der Wisenschaften mit der Uebersetzungsfeindlichkeit / Bildungsfeindlichkeit, den vermehrt verlorenen Schlachten der Moslems und den Neuauslegungen des Korans durch Al Gazalli zusammenfaellt ist sicher kein Zufall.
lg
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Nur zu:
"810 Persien Entwicklung der Algebra. Die Araber übernahmen das indische Dezimalsystem und die Algebra von den Persern und brachten sie nach Europa. (reine Informationszusammenstellung, nicht innovativ!) "
"Arabische Wissenschaft" ist vielleicht nicht ganz richtig. Im Endeffekt war das islamische Weltreich in jener Zeit ein Potpurrie diverser Nationalitäten, zu denen auch die Perser zählen. Ein großer Teil der Perser war damals wohl schon Muslime und, wenn auch nicht ethnisch arabisch, fühlte sich der arabisch geprägten Kultur samt Sprache, Sitten zugehörig. In der Tat ist es auffällig, wieviele bedeutende islamische Wissenschaftler aus den ersten Jahrhunderten persischstämmig waren (auch wenn die Namen arabisiert wurden). Islamisierte Perser waren es, die für die arabische Sprache eine systematisierte Grammatik ausarbeiteten.
Allerdings gab es auch später wichtige arabische Wissenschaftler, wie Ibn Khaldun, der gerne als erster Soziologe bezeichnet wird (14. Jahrhundert).
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