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Meine Eindrücke beschränken sich auf Syrien und Istanbul. An den Preisen kann's da allerdings eher nicht liegen... Mein Eindruck war, dass eher eine Lesekultur fehlt. Interessanterweise publizieren ja viele Exilliteraten gar nicht mehr für den 'heimischen' Markt, sondern schreiben nur noch in der Landessprache ihres Exils, wie z.B. Rafik Schami.
Dazu muss man sagen, dass das viel ausgiebiger genutzte Fernsehprogramm in Syrien auch nicht sehr vielfältig ist. Neben islamischen Sendungen zur Koranauslegung und -rezitation gibts die ägyptischen Soaps, dann noch wenige übersetzte Dokus aus dem amerikanischen Raum (à la Wer ist wirklich für 9/11 verantwortlich!). Aus dem 'Westen' sieht man eigentlich nur Spielfilme, meistens Action und Geballer und nachts was mit erotischem Anklang. Interessante Diskussionen - wie scharf auch immer - gibts nur auf al-Jazeera.
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@Mutakallim
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| Meine Eindrücke beschränken sich auf Syrien und Istanbul. |
Relativ liberale Staaten. daraus schliesse ich keine bessere Entwicklung in weniger liberalen Staaten.
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| An den Preisen kann's da allerdings eher nicht liegen... Mein Eindruck war, dass eher eine Lesekultur fehlt. |
Voellig richtig! Ich denke das gleiche.
Angebot und Nachfrage haengen zusammen. Hohe Produktionskosten bei geringer Stueckzahl bedingen nunmal einen hohen Preis.
Auch deshalb ist der Koran (um Umkehrschluss) so billig. (zumindest hier)
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| Interessanterweise publizieren ja viele Exilliteraten gar nicht mehr für den 'heimischen' Markt, sondern schreiben nur noch in der Landessprache ihres Exils, wie z.B. Rafik Schami. |
Auch das ist signifikant!
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| Neben islamischen Sendungen zur Koranauslegung und -rezitation gibts die ägyptischen Soaps, |
Dito hier. Incl. Indonesian Idol etc. Nachrichten beschraenken sich fast ausschliesslich auf Ereignisse im Land.
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| ...dann noch wenige übersetzte Dokus aus dem amerikanischen Raum (à la Wer ist wirklich für 9/11 verantwortlich!). |
Hier Fehlanzeige!
| Zitat: |
| Aus dem 'Westen' sieht man eigentlich nur Spielfilme, meistens Action und Geballer |
Ohne ende hier, staendig unterbrochen von Werbung.
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| und nachts was mit erotischem Anklang. |
No Way in Indonesien!
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| Interessante Diskussionen - wie scharf auch immer - gibts nur auf al-Jazeera. |
Hier ueber Kabel zu empfangen. Auch europaeische Sender (BBC - Hard Talk) sind mit guten Diskussionen da.
Deutsche Welle kann da nicht mithalten.
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@Tobias
Ich warte noch auf deine Antwort!
lg
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As Salamu aleikum alle zusammen.
Ich kann die These über die These über die mangelnde Lesekultur in der arabisch-geprägten Welt leider nur aus eigener Erfahrung nur unterstreichen. Ich habe z.B. in Ägypten Städte mit mehreren Hunderttausend Einwohnern gesehn wo es keinen einzigen Buchladen gab. Das höchste waren irgendwelche religiösen Broschüren und kleine Bücher über Qur'an und Sunnah. Das ist aber auch eher ein seltener Anblick.
Ansonsten weil es mich wirklich stört : Die westliche Wissenschaft ist mit nichten ein Plagiat, der griechischen, römischen oder arabischen Wissenschaft. Sie ist eine eigenständige Entwicklung, die sich natürlich Denkanstöße von diesen Quellen genommen hat. Wenn ich aber heute die Standardwerke der Inneren Medizin auf den Schreibtisch stelle und ich das mit dem vergleiche was Galenius, oder irgendwelche Araber im Mittelalter geschrieben haben ist der Plagiatsvorwurf vollkommen lächerlich.
Für Tobias : Yasar Nuri Öztürk : "Der verfälschte Islam" Das Buch ist jedenfalls meiner Ansicht nach ein Anfang in eine schon lange überfällige Richtung.
Ma'a Salama
Ayyub
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| Sie hat griechische Fachliteratur überarbeitet und erweitert, sowie die Verbindung zur indischen und chinesischen Forschungstradition hergestellt. Na und? Eine Kompilation fuehrt zu keinerlei Erkenntnisgewinn. Anzahl der Innovationen im Gegensatz zu griechischer, roemischer oder in Folge europaeischer Literatur also gleich 0! |
Sicher haben arabische Autoren, darunter auch Christen, griechische Literatur übersetzt, überarbeitet und erweitert und auch verarbeitet. Wohlgemerkt hier aber fast immer mit einem Verweis auf den Autor.
Wie du sagst geschah das auch mit Literatur aus anderen Sprachen.
Nun zu einigen Einflüssen auf das Mittelalterliche bzw. Frühneuzeitliche Europa: da wäre Geber (Abu Musa Jábir ibn Hayyán) im Bereich der Chemie, Muhammad ibn Jábir al-Harrání al-Battání und Muhammad ibn Músá al-Khwárizmí und Muhammad al-Fazari im Bereich der Mathematik, Avicenna (Abu Ali Sina) und Abú Bakr Muhammad ibn Zakariyá Rází im Bereich der Medizin, Alhazen (Abí Alí al-Hasan ibn al-Hasan ibn al-Haytham) und Avicenna und Ibn Bajjah (Abú-Bakr Muhammad ibn Yahya ibn al-Sáyigh) im Bereich der Physik, etc....
Sicher waren das Erweiterungen auf bereits vorhandenem Wissen. Aber genau so läuft wissenschaftlicher Prozess ab.
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| Welche? Du selbst spricht doch nur das demographische Moment an. |
Die unterschiedlichen wirtschaftlichen, politischen und sonstigen nicht auf dem Islam bzw. dem Christentum basierenden kulturellen Gegebenheiten.
| Zitat: |
Nicht nur das ein solcher Vorsprung irelevant waere, auch bezweifel ich, das er jemals existiert hat.
Gehen wir doch mal in medias res! Kannst du diesen Vorsprung konkret belegen? |
Nimm dir ein beliebiges Geschichtsbuch, welches ab der Mitte des 20. Jahrhundert verfasst wurde. Und für die These, welche du hier vertrittst ist das sehr wohl relevant.
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