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Suche Literaturempfehlungen von Muslimen












@Tobias
Zitat:
Das würdest du erst herausfinden, wenn du ein genaues Experiment machen könntest, nämlich in einem die Elite rausnehmen und sie in einem Anderen darinlassen.

Das ist unnoetig. Ich sehe einfach ofter mal die Wohnzimmer meiner Nachbarn und ziehe Schluesse.

Zitat:
'Plagiate der westlichen Literatur', du weißt schon das die europäische Literatur angefangen hat mit den Plagiaten arabischer, lateinischer und griechischer Literatur?

Moeglichst originalgetreue Uebersetzungen, nicht Plagiate. Unter Plagiaten verstehe ich vielmehr einen meist bescheidenen Versuch Inhalte oder Ideen zu kopieren. Etwa die billige Rolex uhr aus China.

Zitat:
Zitat:
Natuerlich gibt es die, wenn auch in bescheidenem Umfang.
Was ist für dich bescheiden?

Bescheiden = Geringer Umfang

Zitat:
Letztlich der Fakt, dass Spanisch von 362-447 Millionen Menschen und Arabisch nur von 208-230 Millionen gesprochen würde, führt dazu, dass man das Ganze in Relativa sehen müsste.

Selbst dann haetten wir immernoch ein Verhaeltnis von ca 1:600, was die Situation nur unwesentlich verbessert.

Tobias, in islamischen Laendern besteht einfach keine lesekultur, und die hat auch nie bestanden.
Ich habe z.B. noch nie einen Menschen hier eine Zeitung lesen sehen, wenn er auf den Bus wartet.

Zitat:
Aber das führt mich auch nicht zu Literatur. Eben wurde mir wieder ans Herz gelegt ich solle mal den Qur'án lesen und sunnitische Ahadith solle ich lesen. Den Qur'án habe ich gelesen, sunnitische Ahadith auch, aber gewiss nicht alle. Da mag ich auch nicht weiterlesen, da weiß man ja teilweise nicht ob man lachen oder weinen soll.

Eben, die meisten kennen eben nicht mehr.
Was Koran und Sunna angeht, gebe ich dir Recht.
Allerdings befaellt mich beim Lesen von beiden zusaetzlich oft starke Uebelkeit.
Ich stehe eben nicht so auf Gewaltverherrlichung.
Zitat:
Moeglichst originalgetreue Uebersetzungen, nicht Plagiate. Unter Plagiaten verstehe ich vielmehr einen meist bescheidenen Versuch Inhalte oder Ideen zu kopieren. Etwa die billige Rolex uhr aus China.


Wenn ich möglichst genau übersetze, dann aber meinen Namen darunter setze ist das kein Plagiat? Das wurde nämlich in der Regel mit arabischer Literatur gemacht, welche nicht auf die 'erlauchten Heiden' zurückgingen.

Auch die Methode arabischer Forscher wurde vielfach verwendet, wo man diese aber her hatte wurde aber ebenfalls nicht angegeben. Fairerweise muss man sagen, dass dies wohl auch aus Angst vor Restriktionen so gemacht wurde.

Da wurden also auch ganz munter Ideen und Inhalte kopiert.

Zitat:
Bescheiden = Geringer Umfang


Das kann ich bei einigen islamischen Verlagen nicht teilen. Wobei man sich vllt. über die Qualität der Werke streiten kann.

Zitat:
Selbst dann haetten wir immernoch ein Verhaeltnis von ca 1:600, was die Situation nur unwesentlich verbessert.


Und die anderen Faktoren hast du noch immer herausgelassen.

Zitat:
Tobias, in islamischen Laendern besteht einfach keine lesekultur, und die hat auch nie bestanden.
Ich habe z.B. noch nie einen Menschen hier eine Zeitung lesen sehen, wenn er auf den Bus wartet.


Weil die nötigen Grundlagen nie völlig existiert haben. Trotzdem kannst du den einstigen Vorsprung der islamischen Welt kaum leugnen. Man kann also kaum sagen, dass 'der Islam' an sich für dieses Defizit zu verantworten ist, sondern höchstens seine heutige Ausprägung. Mal von den ganzen sonstigen Begleitumständen abgesehen.

Zitat:
Eben, die meisten kennen eben nicht mehr.
Was Koran und Sunna angeht, gebe ich dir Recht.
Allerdings befaellt mich beim Lesen von beiden zusaetzlich oft starke Uebelkeit.
Ich stehe eben nicht so auf Gewaltverherrlichung.


Ich würde hier auch nicht Qur'án und Ahadith in einen Topf werfen. Das sind ganz andere Schuhe.

Den Qur'án kann man friedlich auslegen, wenn man ihn als Gesamtwerk liest. Ob dies bei so einigen Ahadith der Fall ist, weiß ich nicht.

Zitat:
Das ist unnoetig. Ich sehe einfach ofter mal die Wohnzimmer meiner Nachbarn und ziehe Schluesse.


Subjektiv, selektiv... repräsentativ?


Aber wie gesagt, eigentlich warte ich auf Literaturempfehlungen von Muslimen.
@Tobias
Zitat:
Wenn ich möglichst genau übersetze, dann aber meinen Namen darunter setze ist das kein Plagiat? Das wurde nämlich in der Regel mit arabischer Literatur gemacht, welche nicht auf die 'erlauchten Heiden' zurückgingen.

Ich lese immer arabische Literatur. Ich kann nicht finden, das diese irgendeinen Einfluss hat oder jemals hatte.
Ebenso wie der Rest der afrikanischen Literatur scheint er keinerlei Relevanz fuer unser heutiges Weltbild zu haben.

Sie hat griechische Fachliteratur überarbeitet und erweitert, sowie die Verbindung zur indischen und chinesischen Forschungstradition hergestellt. Na und? Eine Kompilation fuehrt zu keinerlei Erkenntnisgewinn. Anzahl der Innovationen im Gegensatz zu griechischer, roemischer oder in Folge europaeischer Literatur also gleich 0!

Zitat:
Und die anderen Faktoren hast du noch immer herausgelassen.

Welche? Du selbst spricht doch nur das demographische Moment an.

Zitat:
Weil die nötigen Grundlagen nie völlig existiert haben. Trotzdem kannst du den einstigen Vorsprung der islamischen Welt kaum leugnen.

Nicht nur das ein solcher Vorsprung irelevant waere, auch bezweifel ich, das er jemals existiert hat.
Gehen wir doch mal in medias res! Kannst du diesen Vorsprung konkret belegen?

Zitat:
Man kann also kaum sagen, dass 'der Islam' an sich für dieses Defizit zu verantworten ist, sondern höchstens seine heutige Ausprägung. Mal von den ganzen sonstigen Begleitumständen abgesehen.

Behaupte ich ueberhaupt nicht. Auch viele animistische Religionen sind der Bildung nicht sonderlich foerderlich.
Der gesammte Kontinent Afrika leidet doch darunter. Gleiches gilt fuer das Christentun fuer die Zeit vor der Aufklaerung.

Zitat:
Ich würde hier auch nicht Qur'án und Ahadith in einen Topf werfen. Das sind ganz andere Schuhe.

Wenn ich Kriegssuren lese, stelle ich fest, das sie Gewalt verherrlichen.
Und dabei wird mir schlecht.

Zitat:
Den Qur'án kann man friedlich auslegen, wenn man ihn als Gesamtwerk liest.

Nein, das geht nicht.
Weder bei Massenmord als Verteidigung noch bei Todesstrafe fuer diverse Verbrechen kann ich Friedfertigkeit feststellen.
In Deutschland scheint es einiges an islamischer Literatur zu geben, siehe nur der Spohr-Verlag. Eine andere Frage ist natürlich, wieviel und was davon gelesen wird.
Für den arabischen Raum kann ich nur sagen, dass die Bücherkultur tatsächlich nicht sehr hoch entwickelt. Es gibt wenige, gute Buchhandlungen, allerdings werden davon einige von Christen geführt. Kleine Anekdote: Ich ging mal in eine und fragte den Buchhändler nach einem guten Buch. Nachdem er mir einige Romane gezeigt hatte, die damals grad en vogue waren und ich ablehnte, fragte ich ihn nach seinem Lieblingsbuch. Daraufhin führte er mich zum Neuen Testament!
Bei meinen syrischen Freunden hatte ich auch das Gefühl, dass außer Studienliteratur wenig gelesen wird - und wenn es Romane wären. Ich habe allerdings einen Freund, der in Damaskus die British Library (gute, reichhaltige Auswahl!) frequentiert und der sich sehr gut auskennt; allerdings auch dementsprechend kritisch urteilt.
Es gibt natürlich einiges an Literatur in weniger guten Buchhandlungen, wobei das Meiste davon Devotionalliteratur ist, also Kurzbiographien der Prophetengefährten, Hadithkompendien, diverse Koranausgaben und eine kleine Auswahl an englischen Romanen wie Harry Potter. Wobei das auch an den Touristen liegen kann.
Es würde mich interessieren, wie es z.B. in Ägypten, Jordanien oder der Türkei aussieht. War nur in Istanbul bisher und da war es nicht sehr viel anders.
@Mutakallim
Danke fuer diesen Einblick! Um welches arabische Land handelt es sich?
In Indonesien, in den grossen Staedten (Jakarta) gibt es reichhaltige Buchhandlungen, aber ich kann dort aehnliches feststellen. 80% uebersetzter Import, indonesische Kinderbuecher, etwas indon. Fachbuecher, wenig landeseigene Romane ansonsten Koran und Sunna.

Das so wenig gelesen wird, liegt auch an den recht saftigen Preisen.
So sind Buecher fuer die meisten Menschen hier unerschwinglich teuer.
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