Vorherbestimmung von Gott


Ach Leer,
entweder wollen sie oder können sie diesen Widerspruch nicht nachvollziehen. Vielleicht setzt da ja uch der Ansatz der Religionsblindheit ein, was weiß ich....

Gruß!
Jaja die Religionsblindheit, ne?
Was sonst?
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Ich habe eiserne Prinzipien, wenn die anderen nicht gefallen, dann habe ich noch andere.
Lieber blind für die Welt als tod in der Ewigkeit.....
@Aida
Welche Ewigkeit? Meinst doch nicht das Trostpflaster für gewisse Gläubigen?

Gruß!
Ich bin ganz einfach deshalb frei, weil ich die Zukunft nicht kenne.
Dass Gott die Zukunft kennt beschränk deswegen meine Freiheit nicht.
Frei sein heißt eben nicht tun können was man will, sonder ganz einfach die Zukunft nicht kennen.

Würde Freiheit bedeuten, dass ich tun kann was ich will, dann würde meine Freiheit im Laufe der Zeit immer mehr abnehmen und am Schluss hätte ich sie total verloren. Mit dieser Auffassung ist Sterben dann sehr schwierig.
Wenn ich jedoch davon ausgehe, das Freiheit bedutet die Zukunft nicht zu kennen, dann nimmt meine Freiheit im Laufe des Lebens immer mehr zu, weil ich immer weniger vorausplanen kann, und am Schluss bin ich in der totalen Freiheit, nach der ich mich immer gesehnt habe, und kann deshalb leicht sterben.
Zitat:
Wer sagt, dass es vorherbestimmt ist, ob man in die Hölle oder im Himmel kommt? Antwort: Das entscheidet man selbst. Man hat die Auswahl (die wurde nicht vorherbestimmt) - Sich zwischen einer guten und einer schlechten Tat zu entscheiden. Beispiel: Man sieht wie eine alte Frau überfallen wird, was tut man, das gute oder das schlechte? - Freier Wille! Es ist nicht vorherbestimmt, wie man sich entscheiden wird.

Es ist so, dass täglich dutzende Entscheidungen zum Guten oder Bösen fallen. Gute Handlungen haben die Eigenschaft uns für weitere gute Handlungen und die Tugenden zu disponieren, schlechte Handlungen disponieren zu weiteren schlechten und dem Laster.
Gott stellt uns vor viele Kleinigkeiten, die eine Chance für das "Training" im Guten sind. Teresa von Avila sagte einmal, dass Gott zwischen den Kochtöpfen zu finden ist. Jesus hat drei Jahrzehnte ein völlig "normales" Leben gelebt. Und er wuchs dabei, nahm zu an Weisheit und Kraft. Es ist so - entweder wir finden Gott in den alltäglichen Dingen oder wir werden Ihn niemals finden, hat der heilige Josefmaria immer wieder gesagt. Darum gibt es also keine "Ausrede" sich nicht um die Suche nach Gott in den kleinen Dingen zu bemühen. Es kommt nicht darauf an große Dinge zu tun, sondern die kleinen großartig - das ist dann der Fall, wenn sie aus Liebe zu Gott mit dem Ziel der Verwandlung der Welt getan werden, die nach katholischem Glauben nicht völlig verderbt ist, sondern geheiligt werden kann und soll. Die Möglichkeit daran mitzuwirken steht jedem offen.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Es ist so, dass täglich dutzende Entscheidungen zum Guten oder Bösen fallen. Gute Handlungen haben die Eigenschaft uns für weitere gute Handlungen und die Tugenden zu disponieren, schlechte Handlungen disponieren zu weiteren schlechten und dem Laster.

Im Leben gibt es nicht nur eindeutig Gutes oder Böses/Schlechtes bewirkende Handlungen, manches erkennt man auch erst im Rückblick. Außerdem sind alle Taten mehr oder wendiger korrigierbar, dass heißt es gibt keine Lawine, die einmal losgetreten, dann von selbst bis zum Ende ausläuft.
Für die Erkenntnis von Fehlentscheidungen und für deren erfolgreiche Korrektur ist der christliche Glaube absolut hilf- und erfolgreich.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Im Leben gibt es nicht nur eindeutig Gutes oder Böses/Schlechtes bewirkende Handlungen

Ja - es gibt auch moralisch neutrale Handlungen, wie z.B. die Auswahl welche Farbe der Pullover haben soll, was es zum Essen gibt, die Berufswahl oder Ähnliches im Regelfall darunter fällt.
Aber wichtig ist - es gibt das sog. "intrinsece malum", also Handlungen die jedenfalls und unter allen Umständen, unabhängig von äußeren Umständen und dem persönlichen Gewissen, böse sind. Die Gotteslästerung wäre ein Beispiel dafür oder der Ehebruch. Andererseits gibt es keine Handlung, die jedenfalls immer gut ist. Weil auch an sich gute Handlungen durch die innere Motivation ihr Gutsein verlieren können, z.B. das Spenden mit der Zielsetzung, gut dazustehen.

Zitat:
Für die Erkenntnis von Fehlentscheidungen und für deren erfolgreiche Korrektur ist der christliche Glaube absolut hilf- und erfolgreich.

Ja auf jeden Fall. Das beinhaltet sein Gewissen gut mit Hilfe der kirchlichen Lehre zu bilden und eine regelmäßige, am besten tägliche, Gewissenserforschung zu machen.