Der Sinn des Lebens


Hallo zusammen,

Ich bin ursprünglich Christlichen glaubens (Katholisch), glaube aber zwischenzeitlich nicht mehr an die Kirche bzw. deren Dogmen und Gottes definitionen etc. Ich halte die Biblischen weisheiten jedoch trotzdem für eine gute Lebenseinstellung.

Von meinen zweifeln getrieben, fing ich an zu rescherschieren und machte mir einige (sehr viele!) überlegungen über den Sinn des Lebens.

Schlussendlich bin ich zu einigen Vermutungen gekommen. Mich würde interessieren was Ihr davon haltet und was eure Meinungen dazu sind.

Der Aufbau:
Also, sehr vereinfacht ausgedrückt (extrem sehr!) ist der Mensch bzw. der Teil von ihm welcher auf Ewig existiert vergleichbar mit einer Frequenz bzw. Schwingung.
Ebenso besteht unsere Welt aus drei Zuständen welche sind: Positiv, Negativ und Null wobei die Übergänge dazwischen fliessend sind. Bsp.: Lebensrythmus, Atome, Elektomagnetismus, Herzschlag usw.

Die Existenz:
Je mehr wir also Schwingen (höhere Frequenz) und je grösser unsere Differenz zwischen positiv und Negativ ist, umso Intensiver bzw. höher und Energiereicher ist unser Leben bzw. Existenzebene. Dies ist vergleichbar mit Elektromagnetischen Wellen, Lichtwellen z.B. durchdringen lediglich Glas wobei andere Frequenzen wie z.B.: Radiowellen auch wände etc. durchdringen können und mit höherer Frequenz und Amplitude auch mehr Energie in sich bergen.

Das Warum:
Warum weiss ich nicht wohin ich gehe und woher ich komme?

Dazu stellt sich immer die Gegenfrage: Was währe wenn ich alles wüsste und könnte und wenn ich alles haben könnte was ich wollte ohne das ich mir meiner Wimper zucken müsste?
Dies währe doch gleichbedeutend mit dem Nichts! Alles ist Nichts. Oder? Ich ziehe hier den Vergleich mit einem Glas voll Wasser an Land. Hätten wir beispielsweise extremen Durst oder währen gar am verdursten, so würde für uns ein Glas Wasser die Welt bedeuten. Man beginnt dabei zu fühlen dass man lebt (im negativen Sinne!). Bekommt man in diesem Zustand ein Glas voll Wasser, so würde dieses Wasser das schönste, beste und köstlichste sein was es auf der Welt gibt (im positiven Sinne )! Bekommen wir jedoch Wasser intravenös zugeführt und zwar zu jedem Zeitpunkt genau so viel wie man gerade benötigt, so währe Wasser für uns praktisch innexistent, Nichts. Damit möchte ich sagen, dass das Wasser als wir es angestrebt haben und erst anschliessend bekamen, uns in zusätzliche Schwingung versetzt hat.

Durch diese Anschauung machen jetzt plötzlich auch all die Pflanzen und Tiere einen Sinn!
Es ist die Beschränkung welche die Existenz fördert. Eine Pflanze sowie der Mensch liegen zwangsläufig dem Rhythmus des Lebens zugrunde. Man wird geboren, man unterliegt sein ganzes leben einer permanenten körperlichen sowie geistigen Veränderung was dazu führt, dass unsere Seele bzw. Bewusstsein etc. angeregt wird.

Auf den Punkt gebracht bedeutet das: “Der Weg ist das Ziel“.
Es würde von mir aus keinen Sinn machen ewig im selben Körper am selben Ort zu leben, denn irgendwann hat man alles gesehen und erlebt was man in dem Körper in dem man sich auf der Erde befindet sehen und erleben kann. Es kommt immer irgendwann die Zeit für etwas Neues…..

Mir ist durchaus bewusst das dies alles sehr vereinfacht dargestellt ist und das ich wahrscheinlich nicht in der Lage bin die Komplexität der Existenz und des Lebens etc. vollständig zu erfassen. Es gibt dazu sicherlich noch viele weiter Punkte die ich anfügen könnte aber ich will ja kein Buch schreiben.
Wie bereits erwähnt ist dies alles lediglich meine momentane, persönliche Vermutung und kann sich durchaus von Zeit zu Zeit ändern.
Liebe Freunde

Was Sixpack schreibt
Auf den Punkt gebracht bedeutet das: “Der Weg ist das Ziel“.
Es würde von mir aus keinen Sinn machen ewig im selben Körper am selben Ort zu leben, denn irgendwann hat man alles gesehen und erlebt was man in dem Körper in dem man sich auf der Erde befindet sehen und erleben kann. Es kommt immer irgendwann die Zeit für etwas Neues…..

finde ich aus meiner Sicht als Bahai sehr gut.
Wenn ich nicht irre entwickelt sich ein Mensch (hoffentlich) in diesem Leben in Richtung „Menschlichkeit“. Auf Erden hat er es selbst in der Hand wie hoch er sich entwickelt, er kann auch auf der Stufe des Tieres bleiben oder tiefer sinken, oder aber ein Heiliger werden. Wenn seine Seele die irdische Hülle abgelegt hat wird sie sich auf der Stufe finden, die sie im Erdenleben erworben hat. Von nun an bewegt sie sich ewig näher zu Gott hin, kann also ewig dazugewinnen. Weil Gott aber immer für Menschen unerreichbar bleiben wird, wird der „Zuwachs“ ewig und daher glücklich sein. So gesehen ist die Ansicht „der Weg ist das Ziel“ schon sehr toll.

Alles Liebe
_________________
"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Hi robinson

Herzlichen dank für deinen Beitrag, ich habe zuvor noch nie von der Bahai Religion gehört und wahr ziemlich erstaunt in wie vielen Punkten meine Weltanschaung mit den anschaungen dieser Religion Übereinstimmten

Jedoch gibt es da trotzdem einige Punkte welche mich zweifeln lassen.

z.B.: Sind Gott nicht wir?
Oder kann es ohne Krieg Überhaupt Frieden geben?
Das soll nicht bedeuten, dass ich Krieg gutheisse!!
Oder ist damit das Gute existieren kann nicht das Schlechte unabdingbar??
(sozusagen als gegenpol).
Sollte es nicht das Ziel sein die Ballance zwischen Gut und Böse zu halten?

Werde aber trotzdem die entwicklung des Bahai verfolgen
Hallo Sixpack

Ich finde du hast das ganz schoen auf den Punkt gebracht. Und ich bin auch der Meinung dass der Weg das Ziel ist. Wir selbst sind der Weg.
Hmmm - Ellen,

da kommt mir aber wieder die Logik in die Quere -
wenn wir selbst der Weg sind, und der Weg das Ziel,
dann sind wir das Ziel
Also irgendwo scheint da was nicht zu stimmen...
Hi Sixpack & Danke für Deinen sehr interessanten Beitrag. Du bist auf einem guten Weg und ich bewundere es, wie Du versuchst, die Welt zu verstehen.

Sixpack hat folgendes geschrieben:
Hi robinson

Herzlichen dank für deinen Beitrag, ich habe zuvor noch nie von der Bahai Religion gehört und wahr ziemlich erstaunt in wie vielen Punkten meine Weltanschaung mit den anschaungen dieser Religion Übereinstimmten


Bahá´u´lláh hat seine Offenbarung in über einhundert Bänden niedergeschrieben. Seine wichtigsten Prinzipien findest Du hier:
http://www.geistigenahrung.org/view.....amp;highlight=weltfrieden

Zitat:

Jedoch gibt es da trotzdem einige Punkte welche mich zweifeln lassen.

z.B.: Sind Gott nicht wir?


Nach meinem Verständnis der Bahá´í-Schriften nicht, nein, wir Menschen sind nur Geschöpfe, d.h. wir sind abhängig und Bedingungen unterworfen. Gott ist der Schöpfer all dessen was ist und als solcher von Seiner Schöpfung unabhängig und darüber erhaben. Ist für meine Begriffe relativ leicht einzusehen, weil Er sonst rein logikmäßig nicht den Namen "der Allmächtige" tragen könnte. Was aber wäre Gott, wenn Er nicht allmächtig wäre?

Zitat:

Oder kann es ohne Krieg Überhaupt Frieden geben?
Das soll nicht bedeuten, dass ich Krieg gutheisse!!
Oder ist damit das Gute existieren kann nicht das Schlechte unabdingbar??
(sozusagen als gegenpol).
Sollte es nicht das Ziel sein die Ballance zwischen Gut und Böse zu halten?


Schon recht, das Licht wäre ohne die Finsternis nicht sichtbar und also hätten wir keine Richtung für unsere geistige Entwicklung. Wir Menschen brauchen Schwierigkeiten und Prüfungen, um daran zu wachsen. Eine Notwendigkeit für Krieg kann ich daraus allerdings nicht ableiten. Das Leben ist so schon schwierig genug. Wahrscheinlich ist diese Gesetzmäßigkeit auch nur auf das Leben in dieser Welt beschränkt.

Dennoch: dass die Freiheit des Willens, die Gott uns gewährt, so weit geht, dass wir sogar über Leben und Tod entscheiden dürfen, ist ein Zeichen der Gnade Gottes, denn Er gibt uns damit die Möglichkeit zu höchstem Verantwortungsbewußtsein heranzureifen. Ob wir das dann auch wirklich tun, ist freilich eine andere Frage ...

Zitat:

Werde aber trotzdem die entwicklung des Bahai verfolgen


Dass ist gewiß eine gute Entscheidung. Übrigens gibt es wahrscheinlich auch in Deiner Nähe Bahá´í, die Du persönlich treffen und zu den Themen, die Dich interessieren, befragen kannst. Meist gibt´s auch einen Tee ... .


Liebe Grüße,

Herzlich
Meine Meinung :
Ich glaube, wir würden ganz schön staunen wenn wir die Wahrheit präsentiert bekämen !!
Was in der Bibel steht ist an und für sich schon richtig, jedoch ist es sehr blumig dargestellt.
Meiner Meinung nach ist das Leben auf der Erde auch kein Zufall - zumindest der Mensch nicht.
Die Bibel, wie auch alle anderen Aufzeichnungen dieser Art sind eher als sachliche Geschichtsbücher zu sehen und auch so zu interpretieren.
Gott (oder besser die Götter ?) war oder ist alles andere als ein metaphysisches Wesen. Würde Gott so sein, wie er von den Religionen verstanden wird, so hätten wir nicht soviel Elend auf der Welt. Die Wahrheit ist, dass er uns im Stich gelassen hat. Ein Gott, an den viele Menschen glauben, der irrt nicht. Hierzu ist die Geschichte von Sodum&Gomorra ganz gut anzuführen. Einer der wenigen Indizien in der Bibel, wo Gott sich geirrt hat und "sein Werk" wieder auslöscht um neu zu beginnen.
Jetzt ist er grad nicht da. Aber er kommt vieleicht ja mal wieder. Das ist auch der Grund, warum die Kirche solche "Angst" vor Übertretungen der "Lebensgesetze" in der Bibel hat. Die Götter könnten wiederkommen und sehen was wir angerichtet haben.


WICHTIG : Dies ist als meine persönliche Meinung zu verstehen, ich will niemandem damit auf den Schlipps treten !!
Berserker hat folgendes geschrieben:
... Würde Gott so sein, wie er von den Religionen verstanden wird, so hätten wir nicht soviel Elend auf der Welt. Die Wahrheit ist, dass er uns im Stich gelassen hat. ...


Wieso denkst Du das?

Zitat:

WICHTIG : Dies ist als meine persönliche Meinung zu verstehen, ich will niemandem damit auf den Schlipps treten !!


Ich trage grundsätzlich keinen Schlips, wenn ich das Forum betrete , deshalb keine Gefahr.


Liebe Grüße,

Herzlich
Ich denke das Gott uns im Stich gelassen hat, weil er nunmal zur Zeit nicht da ist. Auf der Erde (Terra) meine ich. Die Menschen, die die Bibel oder jedwedes andere Werk in diese Richtung geschrieben haben, haben Gott und dessen Taten real erlebt und gesehen !
Wenn nicht in der Bibel, so kommt in vielen anderen religiösen Aufschriften zum Ausdruck, dass die Menschen damals sogar mit Gott (oder mit den Göttern) gesprochen haben. Sie gefragt haben. Die Tatsache der Existenz der Bibel ist ein Beweiß dafür, dass Gott uns vorläufig verlassen hat. Welchen Grund gäbe es sonst, die Geschehnisse
der damaligen Zeit aufzuschreiben ?? Die Menschen wollten uns von ihren Göttern erzählen und berichten. Über die Jahrtausende hat jedoch die sachliche Interpretation dieser Aufschriften gelitten und wir halten Gott für ein fiktives Wesen, was im Himmel lebt.

Es herrschten zu der Zeit der biblischen Aufschreibungen sogar mehrere
Götter auf der Erde, deren Meinungen oft auch unterschiedlich waren.
So zu sehen bei der Geschichte über die Arche Noa.
Gott überflutet die Welt, um wiedereinmal von neuem zu beginnen.
(Gott macht Fehler??)
Doch kommen die "Engel" zu Noa und warnen ihn. Dies war natürlich nicht im Sinne Gottes, womit die These des alleinigen und allmächtigen Gottes auch schonmal revidiert wäre.

Übrigens ist das neue Testament eher als geschönte Version des alten zu sehen, weshalb Gott ihnen dort auch als freundlicher und gütiger vorkommt. Wahrheitsgemäßer ist jedoch das alte Testament, in dem auch die vielen Fehltritte der Götter beschrieben werden.

Gott hat uns erschaffen - dass stimmt so ! Doch irgendwann ist er abgehauen und hat niemandem etwas gesagt. "Unser" Gott jedenfalls nicht ! Der Gott (Götter) der alten Maja-Kultur wird nach deren Geschichtsschreibung im Jahr 2012 zurückkehren. Den find ich doch mal nett ! Bin gespannt, ob er kommt...
Hi berserker

Zitat:
Ich denke das Gott uns im Stich gelassen hat, weil er nunmal zur Zeit nicht da ist


Ich glaube eher, dass etwas das es nicht gibt auch nicht da sein kann.
Ich persöhnlich habe etwas mühe mit der personifizierung Gottes. In der Bibel steht ebenso geschrieben, dass Gott überall und in jedem von uns ist (neues Testament). Dies ist wiederum ein Wiederspruch in der Bibel selbst, vom neuen zum alten Testament.

Ich vermute hingegen, dass das was wir Gott nennen eher die Summe unserer "Seelen" ist. Vergleichbar mit einem Superorganismus wie ein Ameisenhaufen, bestehend aus einzelnen Individuen welche auf eigenartige weise miteinander verbunden sind und dadurch einen, von aussen betrachtet eigenständigen Organismus bilden.
Betrachtet man aus dieser ich nenn sie mal "Superorganismus" Theorie das Beten. Wenn wir beten dann wird nicht wie von den Meisten geglaubt ein "Superman" für Hilfe oder sonstiges angefragt oder gebeten, nein wir Manifestieren lediglich unsere Wünsche und Bedürfnisse in unseren Seele, was sehr Effektiv sein kann! Man stelle sich vor der grösste Teil dieses "Superorganismus" würde sich den Wunsch nach Frieden verinerlicht und auch danach streben, dann wird es wohl auch weniger oder gar keine Kriege mehr geben.

Andererseits, was ist wenn die Menschen durch irgend ein Ereigniss aussterben? gibt es dann auch kein Gott mehr? Ich denke nicht. Das was den "Superorganismus" entstehen lässt, ist das was man bei den Christen "Seele" nennt, der Teil welcher unserem Körper das Leben einhaucht und vermutlich ewig und zeitlos existieren kann.

Plausibel erscheint mir auch die Theorie, dass Gott die Quelle der Seelen ist , und dass das Leben daraus entsprungen ist also ein Teil davon ist. Gleich wie wenn ich Wasser aus einer Quelle schöpfen würde, das geschöpfte wasser stellt dabei eine eingene "Seele" dar, welche sich wieder mit der Quelle verbinden kann (sehr vereinfacht ausgedrückt ).