Der Sinn des Lebens


Hi Berserker,

und Danke für Deine ausführlich Antwort .

Berserker hat folgendes geschrieben:
Ich denke das Gott uns im Stich gelassen hat, weil er nunmal zur Zeit nicht da ist. Auf der Erde (Terra) meine ich. Die Menschen, die die Bibel oder jedwedes andere Werk in diese Richtung geschrieben haben, haben Gott und dessen Taten real erlebt und gesehen !


Das ist ein interessanter Punkt. Ich will Dir nicht widersprechen, sondern nur meine Meinung daneben stellen.

Ich denke, dass die göttlichen Offenbarer, also zum Beispiel Christus, Moses, Abraham, Mohammed, Buddha, Krishna, Báb und Bahá´u´lláh, auf einer anderen Stufe stehen, als wir Menschen. Ihr Geist reicht soviel weiter als unser begrenzter Menschengeist, dass wir ihr Wesen unmöglich vollständig erfassen können. Dabei sind sie gleichzeitig Sprachrohr Gottes. Wenn ich in den Bahá´í-Schriften lese, klingt es manchmal so, als ob Gott selbst zum Gläubigen spricht, und manchmal ist es so, als ob die Worte von Bahá´u´lláh, also von der Person des Offenbarers stammen. Aus meiner beschränkten Sicht hat das Wesen eines Offenbarers also eine gewisse Dualität.

Dennoch glaube ich persönlich nicht, dass Gott sich selbst zum Bestandteil Seiner Schöpfung macht und also in eigener Person hier erscheint. Er würde sich dann ja dem begrenzten Fassungsvermögen Seiner Geschöpfe unterwerfen. Und da Er andererseits auch Namen trägt wie "der Allmächtige", "der Allunterwerfende", "der Allgewaltige", "der Höchste", "der Unbedingte" kann Er wohl schlecht Teil einer begrenzten, irdischen Bedingungen unterworfenen Schöpfung sein. Wer sollte sonst an Ihn glauben können?

Wenn nun einer Seiner Offenbarer auf der Erde weilt, ist dies ein unbeschreibliches, außerordentliches Ereignis, dass die Menschen, die in seine Gegenwart gelangen, völlig verändert und zu außergewöhnlichen Leistungen befähigt. Jedes dieser Ereignisse, also jedes Erscheinen eines göttlichen Offenbarers geht als ein ganz besonderer Abschnitt in die Menschheitsgeschichte ein. Und wie groß ist die Zahl derer, die zutiefst bedauern, in einer solchen Epoche nicht dabei gewesen sein zu dürfen!

Aber gut, ich vertraue darauf, dass Gott jeden Menschen genau an den Platz in der Geschichte setzt, der für die Entwicklung seiner Seele am besten ist. Weiterhin glaube ich als Bahá´í, dass wir immer noch sehr dicht an der jüngsten Offenbarung "dran" sind. Bahá´u´lláh, den wir Bahá´í als den Sendboten der jüngsten Gottesoffenbarung, der Bahá´í-Religion, sehen, erklärte sich 1863 öffentlich und lebte bis 1892. Sein Hinscheiden ist also gerade mal 113 Jahre her. Das ist in der Menschheits- bzw. in der Religionsgeschichte ein verschwindend kleiner Zeitraum und wenn Du mal in der Geschichte der anderen Religionen guckst, siehst Du, dass sich in den ersten zwei, drei Jahrhunderten nach der jeweiligen Offenbarung meist eine stürmische Entwicklung zugetragen hat. Du kannst also davon ausgehen, dass ein Bahá´í geistig gesehen in unserer Zeit ein sehr intensives, aufregendes Leben führt. Und auch die Menschheit als Ganzes bleibt von einem solchen Ereignis nicht unberührt.

Wenn nun ein solcher Offenbarer Gottes von dieser Welt geht, ist es, wie als wenn der Geist Gottes selbst die Welt wieder verläßt, was natürlich für die Zurückbleibenden ein ungeheuer schmerzhafter Vorgang ist. Wenn Du mal Gelegenheit dazu hast, lies ruhig in den Bahá´í-Schriften über das Hinscheiden Bahá´u´lláhs und die Vorgänge dabei nach.

Zitat:

Wenn nicht in der Bibel, so kommt in vielen anderen religiösen Aufschriften zum Ausdruck, dass die Menschen damals sogar mit Gott (oder mit den Göttern) gesprochen haben. Sie gefragt haben. Die Tatsache der Existenz der Bibel ist ein Beweiß dafür, dass Gott uns vorläufig verlassen hat. Welchen Grund gäbe es sonst, die Geschehnisse
der damaligen Zeit aufzuschreiben ?? Die Menschen wollten uns von ihren Göttern erzählen und berichten. Über die Jahrtausende hat jedoch die sachliche Interpretation dieser Aufschriften gelitten und wir halten Gott für ein fiktives Wesen, was im Himmel lebt.
...


Ich glaube, da triffst Du das, was die Menschen in unserer Gesellschaft heute über Gott üblicherweise denken, ziemlich gut.


Liebe Grüße,

Herzlich
[quote="Wu"]Hmmm - Ellen,

Zitat:
da kommt mir aber wieder die Logik in die Quere -
wenn wir selbst der Weg sind, und der Weg das Ziel,
dann sind wir das Ziel
Also irgendwo scheint da was nicht zu stimmen...



Hallo Wu

Wenn Gott alles ist und Gott das Ziel ist, und wir Eins mit Gott sind (es gibt nichts ausserhalb von Gott)
dann ist der Weg das Ziel und wir somit auch der Weg und das Ziel.
_________________
Gott ist mein Licht
Hallo ! Sehr interessantes Forum übrigens !

Nochmal zu meinen vorherigen Aussagen :

Anhand der Antworten kann ich erkennen, dass hier wirklich sehr gläubige Leute dabei sind. Ich würde mich als eher ungläubig im Sinne von Religion bezeichnen. Die von mir dargestellte Meinung ist dass was ich über JEDE Religion denke - nämlich missvertandene Geschichte.
So modern und fortschrittlich wir auch sein mögen, da sind wir recht altertümlich geblieben. Schon im Konfirmandenuntericht war mir klar, dass hier irgendwas nicht stimmt. Diese naiv-dümmliche Auslegung der Bibel und der schrullig-sture Glaube daran haben mich seit jeher auf die Palme gebracht. Ja nichts anzweifeln, ja keine Widerworte geben!

An der Echtheit der Bibel habe ich nie gezweifelt. Nur unser Umgang damit geht mir gegen den Strich ! Ich finde es dusselig jeden Morgen und Abend irgendein Ritual zur Besämpftigung der Götter durchzuführen. Genausowenig finde ich es wichtig regelmäßig oder überhaupt in die Kirche zu gehen. Setzt euch doch mal dort hin und seht euch um !
Kehrt in euch und fahrt mal die Antennen aus - da ist niemand !!
Gott gibt es ! Aber er ist gerade weit,weit weg !

Man sollte die Bibel nochmal schreiben und zwar mit heutigem Verstand und Wissen ! Sozusagen das allerneueste Testament. Man sollte versuchen, alle Aufschriften der Weltreligionen auf einen Nenner zu bringen um klarer zu sehen, was damals tatsächlich abgelaufen ist.
Wenn ich manchmal darüber nachdenke, dann fürchte ich mich fast vor dem, was wir Gott nennen. Ich glaube, wir würden unser blaues Wunder erleben wenn er nochmal wiederkehrt. Ich komme gut klar so wie es ist !
Ich brauche keinen Gott und irgendwelche Verhaltensmaßregeln an die sich sowieso kein Mensch hält.
Denkt an Sodum&Gomorra ! Da hat Gott eine Stadt (was man damals so Stadt nannte) ausgelöscht, weil sie eine Stadt von "Lüstlingen und Trunkenbolden" war ! Was glaubt ihr wird er erst machen, wenn er sieht, was wir hier für einen Mist verzapfen !!
Ich werd mir gleich morgen mal die ersten Latten aus dem Baumarkt für meine private Arche-Noa holen gehn ! Oder besser gleich ne Rettungsinsel ! (Wir sind ja modern !)

Wichtig : Dies soll kein Vorwurf/Angriff auf irgendeine Religion sein !
Jeder soll glauben was er mag, aber auch andere glauben lassen was sie mögen.
Hallo Berserker

Also zuersteinmal kannst du glauben was du willst. In die Kirche geh ich auch nur bei Taufe Heirat und Beerdigung. Ich persoenlich glaube nicht an Gott im ueblichen Sinne von Glauben, sondern es ist eine Gewissheit die sich mit den Jahren eingestellt hat , dass Gott ist.

Zitat:
An der Echtheit der Bibel habe ich nie gezweifelt. Nur unser Umgang
Man sollte die Bibel nochmal schreiben und zwar mit heutigem Verstand


Das was du bei der Bibel verstehen musst, ist dass die Sprache im ganzen Symbolischer Natur ist, man sollte immer selbst bei allem was man liest denken.Es steht doch dort , prueft alles und was gut fuer euch ist das behaltet.Dann darf man auch nicht vergessen , dass alles was Historische Erzaehlungen und Mythen und Legenden angeht ,immer ein Kern der Wahrheit darin enthalten ist aber auch viele Auschmueckungen ,
wir koennen sie glauben oder nicht.


Zitat:
Wenn ich manchmal darüber nachdenke, dann fürchte ich mich fast vor dem, was wir Gott nennen. Ich glaube, wir würden unser blaues Wunder erleben wenn er nochmal wiederkehrt. Ich komme gut klar so wie es ist !
Ich brauche keinen Gott und irgendwelche Verhaltensmaßregeln an die sich sowieso kein Mensch hält.
Denkt an Sodum&Gomorra ! Da hat Gott eine Stadt (was man damals so Stadt nannte) ausgelöscht, weil sie eine Stadt von "Lüstlingen und Trunkenbolden" war ! Was glaubt ihr wird er erst machen, wenn er sieht, was wir hier für einen Mist verzapfen !!
Ich werd mir gleich morgen mal die ersten Latten aus dem Baumarkt für meine private Arche-Noa holen gehn ! Oder besser gleich ne Rettungsinsel ! (Wir sind ja modern !)



Du brauchst keine Angst vor Gott zu haben,Gott ist das Leben und die bedingungslose Liebe Selbst.Und Gott ist in dir sowie er auch in uns allen und in allem ist.Eigentlich machst du gar nichts ohne Gott.Auch nicht einkaufen gehen im Baumarkt.Wenn du zum Beispiel ein Problem hast und dir faellt eine gute und nuetzliche Antwort ein , die dir hilft, dann kannst du sicher sein , dass sie dir von Gott gegeben ist.Wir nennen das Inspiration.( In- Spirit -at-ion)

Zitat:
Wichtig : Dies soll kein Vorwurf/Angriff auf irgendeine Religion sein !
Jeder soll glauben was er mag, aber auch andere glauben lassen was sie mögen.


Da hast du vollkommen Recht.Ausserdem soll der Glaube dich tragen und zwar gerade dann und vor allem dann , wenn es mal nicht so gut laeuft ,und nicht zu einem aengstlichen Etwas werden lassen.
Wahren Glauben wirst du immer daran erkennen, dass er dir nuetzt und dich Staerker werden laesst mit den Situationen im Leben klarzukommen.
Der staerkste Glaube entsteht in deinem Innern.Und dort ist es auch wo du Gott findest.

Kennst du das Buch "Gemeinschaft mit Gott" ?Es ist wirklich ein lesenswertes Buch.Persoenlich hab ich es vor 3-4 Tagen entdeckt und lese es gerade.Was ich bis jetzt gelesen habe deckt sich in vielem mit meinem eigenen Denken .
Hier ein kleiner Einblick in dasselbe.

Willkommen zu dieser Begegnung mit dem Schöpfer.

Eine Begegnung, der Sie nicht hätten entgehen können. Alle Wesen begegnen dem Schöpfer.
Dies ist keine Frage des Ob, sondern nur des Wann.

Aufrichtige und gewissenhafte Menschen, die nach der Wahrheit streben, erleben diese
Begegnung eher früher als später. Aufrichtigkeit ist ein Magnet. Sie zieht Leben an. Und
Leben ist nur ein anderes Wort für Gott.

Die Person, die ehrlich und aufrichtig sucht, empfängt ehrlich und aufrichtig. Das Leben
belügt sich nicht selbst.

So hat es sich begeben, dass Sie hier angekommen sind und nun vor diesen Worten stehen.
Sie haben sich selbst an diesen Ort gebracht, und das nicht rein zufällig. Denken Sie sehr
genau darüber nach, wie Sie hierher gekommen sind, und Sie werden es erkennen.

Glauben Sie an den Prozess göttlicher Inspiration? Ich glaube an ihn. Ich glaube für Sie daran,
und ich glaube für mich daran.
Manche Menschen mögen es nicht, wenn jemand anders sagt, dass er oder sie von Gott
inspiriert wurde. Aus meiner Sicht gibt es verschiedene Gründe dafür.

Erstens glauben die meisten Menschen nicht, dass sie jemals von Gott inspiriert wurden,
jedenfalls nicht auf ganz unmittelbare Weise - das heißt, nicht auf dem Weg direkter
Kommunikation. Deshalb ist jede Person, die eine solche Behauptung aufstellt, sofort suspekt.

Zweitens scheint die Behauptung, dass man durch Gott inspiriert wurde, ein bisschen arrogant
zu sein, denn es impliziert, dass diese Eingebung in Anbetracht ihres Ursprungs weder
angezweifelt werden kann noch irgendwelche Mängel oder Irrtümer aufweist.

Drittens waren viele Menschen, die göttliche Inspiration für sich in Anspruch nahmen, nicht
gerade Personen, mit denen leicht auszukommen war. Nennen wir nur mal als Beispiel
Mozart, Rembrandt, Michelangelo oder all die Päpste sowie zahllose andere, die im Namen
Gottes einige ziemlich verrückte Dinge unternommen haben.

Und schließlich haben wir die Personen, von denen wir tatsächlich glauben, dass sie direkt
von Gott inspiriert worden sind, zu derart heiligen Männern und Frauen hochstilisiert, dass
wir nicht wissen, wie wir auf normale Weise mit ihnen umgehen oder Austausch pflegen
sollen. So wundervoll sie sind, sie bereiten uns schlicht gesagt auch Unbehagen. Also macht
uns dieses Gott-ist-meine-QuelleDing irgendwie nervös. Und vielleicht sollte es das auch. Wir
wollen nicht einfach alles schlucken, was uns andere sagen, nur weil sie behaupten, dass sie
eine Botschaft von ganz oben zu verkünden haben.

Aber wie können wir sicher wissen, was göttliche Inspiration ist und was nicht? Wie können
wir sicher sein, ob jemand eine ewige Wahrheit ausspricht?

Das ist die große Frage, und hier kommt die Enthüllung eines großen Geheimnisses: Wir
müssen es nicht wissen. Wir müssen nur unsere Wahrheit kennen, nicht die eines anderen.
Wenn wir das begreifen, verstehen wir alles. Wir verstehen, dass das, was andere sagen, nicht
unbedingt Die Wahrheit sein muss - es muss uns nur zu unserer eigenen Wahrheit führen.
Und das wird es tun. Es kann schließlich gar nicht anders. Alle Dinge führen uns zu unserer
innersten Wahrheit. Das ist ihr Sinn und Zweck.

Das ist der Sinn und Zweck des Lebens selbst.

Leben ist Wahrheit, die sich sich selbst offenbart.

Gott ist Leben, das sich sich selbst enthüllt.

Selbst wenn Sie wollten, könnten Sie diesem Vorgang nicht Einhalt gebieten. Aber Sie
können ihn beschleunigen.

Und das ist es, was Sie hier tun.

Deshalb haben Sie sich zu diesem Buch begeben.

Dieses Buch nimmt nicht für sich in Anspruch, Die Wahrheit zu sein. Es soll Sie zu Ihrer
eigenen innersten Wahrheit führen. Dazu müssen Sie nicht unbedingt seinem Inhalt
beipflichten. Tatsächlich ist es irrelevant, ob Sie seinen Aussagen zustimmen oder nicht.
Wenn Sie ihnen beipflichten, dann weil Sie Ihre eigene Weisheit darin gespiegelt sehen.
Wenn Sie anderer Ansicht sind, dann weil Sie Ihre eigene Weisheit nicht darin gespiegelt
sehen. in jedem Fall werden Sie zu Ihrer eigenen Weisheit zurückgeführt werden.
Danken Sie sich also selbst für dieses Buch, weil es Sie bereits zur Klarheit über einen
wesentlichen Punkt geführt hat: Die oberste Autorität liegt in Ihrem Innern begründet

Denn jede und jeder von uns hat eine direkte Verbindung zum Göttlichen.

jeder und jede von uns hat Zugang zur ewigen Wahrheit. ja, ich glaube, dass Gott uns alle
fortwährend inspiriert. Wir alle machen diese Erfahrung, doch manche von uns haben sich
dazu entschieden, sie anders zu benennen: Glückstreffer, Zufälliges Zusammentreffen, Glück,
Zufall, irre Erfahrung, Glückliche Fügung, Eingreifen durch die Hand Gottes.

Wir scheinen zwar willens zu sein, anzuerkennen, dass Gott in unser Leben eingreift, aber
nicht imstande, die Vorstellung zu akzeptieren, dass Gott uns tatsächlich zum Denken,
Schreiben oder Tun einer bestimmten Sache inspirieren könnte. Das scheint denn doch zu
weit zu gehen.

Ich werde so weit gehen.

Ich sage hier, dass ich glaube, dass Gott mich dazu inspiriert hat, dieses Buch zu schreiben,
und Sie dazu, es in die Hand zu nehmen. Überprüfen wir das nun im Licht einiger der Gründe,
aus denen Sie dieser Gedanke nervös machen mag.

Erstens ist es, wie ich bereits sagte, für mich klar, dass wir alle fortwährend von Gott
inspiriert werden. ich denke nicht, dass Sie und ich einzigartig sind oder Gott uns eine
einmalige Befähigung oder irgendeine ganz besondere Gabe verliehen hat, die uns ein
Kommunizieren mit dem Göttlichen gestattet. Ich glaube, dass sich jeder Mensch im Zustand
dieser fortwährenden Verbundenheit befindet und wir das, wann immer wir uns dazu
entscheiden, auch auf bewusste Weise erleben können. So wie ich es verstehe, ist dies das
Versprechen vieler Weltreligionen.

Zweitens glaube ich nicht, dass nur, weil jemand einen Augenblick des unverhüllten Kontakts
mit dem Göttlichen erfahren hat, dessen Äußerungen, Handlungen oder Schriften unfehlbar
sind. Bei allem gebührenden Respekt vor jeder Religion oder Bewegung, die behauptet, dass
ihr Begründer oder gegenwärtiges Oberhaupt unfehlbar ist, halte ich es doch für möglich, dass
göttlich inspirierte Menschen Fehler machen und Irrtümern unterliegen. Und ich meine, dass
dies regelmäßig der Fall ist. Daher glaube ich nicht, dass jedes Wort in der Bibel oder
Bhagavad Gita oder im Koran buchstäblich wahr und jede Äußerung des Papstes richtig ist,
oder dass alles Tun Mutter Teresas stets das zum jeweiligen Zeitpunkt einwandfreie und
absolut vollkommene Handeln war. Ich glaube, dass Mutter Teresa göttlich inspiriert war,
aber göttlich inspiriert und unfehlbar zu sein sind zwei verschiedene Dinge.

Drittens: Mit mir zu leben kann sehr schwierig sein, aber ich glaube nicht, dass meine
Unvollkommenheiten Unvollkommenheiten, die ich ihnen nicht unterstellen möchte - mich
disqualifizieren, Hilfe und direkte Führung von Gott zu erhalten. Tatsache ist: Ich glaube, das
Gegenteil ist der Fall.

Und schließlich glaube ich nicht, dass ich Gefahr laufe, so -heilig- zu werden, dass sich
irgendjemand unbehaglich fühlen müsste. Auch hier könnte wieder das Gegenteil der Fall
sein. Wenn sich Leute in meiner Gegenwart über

haupt unbehaglich fühlen, dann wahrscheinlich deshalb weil ich nicht heilig genug bin. Es
stellt für mich schon eine Herausforderung dar, meinen Worten entsprechend zu leben. ich
kann sehr inspirierende Dinge schreiben, ich kann sehr inspirierende Dinge sagen, aber
manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich nicht sehr inspirierende Dinge tue.


Lieben Gruss
Ellen
_________________
Gott ist mein Licht
Hi Ellen

Zitat:
Du brauchst keine Angst vor Gott zu haben,Gott ist das Leben und die bedingungslose Liebe Selbst.Und Gott ist in dir sowie er auch in uns allen und in allem ist


Ich möchte dich ja nicht kritisieren, aber warum stellst du solche Behauptungen auf . Nur weil du es irgendwo gelesen hast? Woher weist du wie die Wirklichkeit aussieht?

Ich habe das Gefühl, du klammerst dich sehr stark an deinen Glauben und deine Überzeugungen und machst sie dadurch praktisch zum Gesetzt für dich

Eigentlich können wir Menschen doch nicht viel mehr machen als Spekulieren, Glauben und Vermutungen aufstellen oder? Dies ist überhaupt nicht böse gemeint es nimmt mich einfach extrem Wunder warum du solche Behauptungen aufstellst, als wüstest du was Gott ist! Was bewegt dich dazu?

Ich sag da nur: Las dich nicht lenken, selber denken

Herzlichen Gruss von Sixpack
Liebe Freunde

Als ich vor einigen Jahren anfing die Bahai-Schriften genauer zu durchleuchten stellte ich zu meiner großen Freude und Verwunderung fest, dass ich genau auf das gestoßen war, das Berserker so klar ausgedrückt hat.

Er schreibt
Man sollte die Bibel nochmal schreiben und zwar mit heutigem Verstand und Wissen ! Sozusagen das allerneueste Testament. Man sollte versuchen, alle Aufschriften der Weltreligionen auf einen Nenner zu bringen um klarer zu sehen, was damals tatsächlich abgelaufen ist.

Ich denke hier z. B. an das "Buch der Gewissheit" oder an die "Verborgenen Worte"

Alles Liebe
_________________
"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Zitat:
Ich möchte dich ja nicht kritisieren, aber warum stellst du solche Behauptungen auf . Nur weil du es irgendwo gelesen hast? Woher weist du wie die Wirklichkeit aussieht?


Hallo Sixpack

Nein dieses Wissen habe ich durch einen Traum.Das ist jetzt schon ueber 20 Jahre her .Das was ich in dem Traum gesehen hab , also dass Gott in uns ist und um uns ist begleitet mich jetzt schon all die Jahre genauso wie die Gewissheit, dass wir nie allein sind.und gerade in schweren Zeiten auch in Zeiten des Zweifels ,und dem Gefuehl des Alleinseins , schiebt sich dieser Traum immer wieder vor mein geistiges Auge. Natuerlich lese ich auch viel und gern und natuerlich freut es mich auch wenn andere aehnlich denken oder ahnliches erlebt haben.Es ist aber fuer mich auch immer interessant , wenn sie nicht so denken wie ich.
Dadurch entsteht doch erst Dialog.

Zitat:
Ich habe das Gefühl, du klammerst dich sehr stark an deinen Glauben und deine Überzeugungen und machst sie dadurch praktisch zum Gesetzt für dich


Also ich denke jeder von uns erfaehrt das Leben auf seine eigene Weise,
so auch jeder das an was er glaubt .Wenn ich also etwas von dem was ich glaube oder ueberzeugt bin, hierher schreibe , dann teile ich meine Gedanken mit euch, was aber noch lange nicht heisst, dass du mir auch unbedingt glauben musst. Das gleiche gilt auch fuer mich.Ich kann genauso von deinen Gedanken profitieren. Ich kann glauben was du denkst, oder auch nicht.Auf jeden Fall wird es mir immer nuetzen auf die eine oder andere Art.

Zitat:
Eigentlich können wir Menschen doch nicht viel mehr machen als Spekulieren, Glauben und Vermutungen aufstellen oder? Dies ist überhaupt nicht böse gemeint es nimmt mich einfach extrem Wunder warum du solche Behauptungen aufstellst, als wüstest du was Gott ist! Was bewegt dich dazu?[


Sicher Spekulieren, Glauben wir und stellen Vermutungen auf, aber wir haben auch ein Inneres Wissen .Unsern Glauben koennen wir aendern,
Spekulationen und Vermutungen wenn sie nicht standhalten, loesen sich auf.Aber das was wir innerlich, wie einen Geistesblitz erfahren, oder es faellt uns wie Schuppen von den Augen, oder da ging mir ein Licht auf,
dies bleibt. Und wenn du etwas innerlich weisst, also fuer dich erschlossen hast,dann ist es dir auch egal oder es wird dir zumindest mit der Zeit egal ob man dich nun fuer einen Traeumer , Spinner , Eigenbroetler oder was auch immer haelt.
Was mich also bewegt, wie schon zu Anfangs gesagt war ein Traum der Ausloeser,dazu stellten sich eine unmenge von Fragen ein auf die es eine Antwort zu finden gab.Dazu gehoerten auch die Fragen wer bin ich , was bin ich. Was stimmt an dem was ich glaube zu kennen. Was stimmt von dem was man mir beigebracht hat.Im Elternhaus, in der Schule , im Religionsunterricht. Was wuerde ich denken wenn ich nichts davon weiss?
Was wuerde sein wenn ich noch nicht einmal die Sprache kennen wuerde?
Was bleibt wenn von all dem wenn gar nichts wirklich da waere.Und wieso glaube ich ueberhaupt etwas was man mir sagt.Weil es Beweise dafuer gibt? Nein es gibt auch nicht wirklich Beweise fuer gar nichts.
Aber selbst wenn ich also alles wegnehme das ich kenne oder zu kennen glaube und nicht sprechen , nicht lesen , nicht hoeren nicht sehen kann, bin da immer noch Ich und das das in mir denkt. Aber was denkt in mir?
Ich . Du kannst diese Fragen auf jede nur erdenkliche Weise durchgehen, am Ende bleibt immer die Erkenntnis, dass wir Eins mit Gott sind und dass es ausserhalb von Gott nichts gibt.Auch das Gott das Leben selbst ist und Liebe wird zur Gewissheit.Was dich jedoch nicht daran hindert weiterhin noch jede Menge Fragen zu haben. Und bei den Millionen von Fragen und moeglichen Antworten , werden wir damit sehr wahrscheinlich auch in Tausend Jahren noch nicht aufhoeren zu Spekulieren

[quote]Ich sag da nur: Las dich nicht lenken, selber denken [quote]

Und ich sage ja unbedingt.


Herzlichen Gruss von Sixpack

Dir auch herzlichen Gruss
Ellen
_________________
Gott ist mein Licht
Sixpack hat folgendes geschrieben:
...
Eigentlich können wir Menschen doch nicht viel mehr machen als Spekulieren, Glauben und Vermutungen aufstellen oder? ...


Hmm, meine Erfahrung ist, dass Spekulieren, Glauben, Vermuten und eigenständiges Suchen nach Wahrheit allmählich zu Gewißheit führt, also zu dem sicheren Wissen, dass etwas richtig ist, ohne dass es mit wissenschaftlichen Methoden nachgeprüft werden müßte oder könnte.

Zitat:

Ich sag da nur: Las dich nicht lenken, selber denken
...


Gute Devise!

Liebe Grüße,

Herzlich