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Lieber niceday,
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| Stimmt. Als Muslim habe ich auch kein Problem mich als Diener zu bezeichnen. Islam bedeutet seinem eigenen Ego, wenig (bzw. angemessenen) Wert beizumessen. In einer Ich-Meins-Mir-Gesellschaft ist Hingabe der diplomatische Weg der Annäherung. Was ist daran falsch? Der Sinn ist der gleiche. |
Sagte ich etwas davon das es falsch sei?
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| Der Muslim nicht der Islam. Der Islam existiert auch ohne uns. |
Zugegeben, man muss hier genau zwischen dem Islam als von Mohammed begründete Glaubensgemeinschaft und der ewigen Hingabe an Gott unterschieden.
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| "orthodoxe Muslime" - Wieder so eine neue Wortkreation. Für alle Muslime, gilt der Prophet (sav) als ideal bzw. Maßstab um die islamische Lehre zu praktizieren. Ebenso wie man kein Handwerk erlernen kann, ohne das man es von jemanden gezeigt bekommt. Und besonders in spirituellen Fragen, die man von außen kaum wahrnehmen und bewerten kann ist ein solches Vorbild nötig. |
Na und? Es ist aber zutreffend. Für viele Muslime ist Mohammed nicht mehr das perfekte Vorbild, insbesonders in der Nurkoranbewegung zu beobachten. Oft wird auch der Hintergrund hinter Mohammeds Handlungen gesucht und auf die heutige Zeit übertragen. Orthodoxe Muslime dagegen versuchen Mohammeds verhalten 1:1 zu kopieren, oft mit fatalen Folgen, wie man z.B. in Saudi-Arabien, aber auch anderen muslimischen Ländern sehen kann.
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| Der Muslim glaubt an Quran und Sunnah (das eine kann ohne das andere nicht). Wo hätte der Muslim sonst sein Wissen über das richtige Gebet (verhaltensregeln) erhalten, wenn nicht von der Sunnah (Leben des Propheten) - der Quran gibt enthält keine detaillierte Informationen dazu. Aber im Quran steht wen sich die Menschheit zum Vorbild (nicht als Idol, Ikone, Gott neben Gott etc.) nehmen soll. Ergo folgt der Sunnah. |
Fragt sich nur was das ist. Insbesondere darüber was denn nun Sunnah sein soll gibt es und gab es in der islamischen Glaubensgemeinschaft immer großen Streit. Ich will hier nur auf den blutigen Hass zwischen Sunniten und Schiiten hinweisen.
Das Salat steht auch im Qur'án. Interessant ist wie die Sunnah fünf Salat vorschreibt, der Qur'án aber nur drei. Wie der Qur'án "Streiche" für Ehebruch festlegt, die Sunnah aber Steinigung. Und so weiter... Ich will nicht sagen das jedes Hadith falsch ist, aber manche lesen sich eher wie eine Anleitung für Pädophilie, Vergewaltigung, Mord und Totschlag, als wie religiöse Texte.
Und nein, das sind keine Vorurteile, dass musste ich feststellen, als ich selbstständig Muslim und Bukhari gelesen habe.
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| Der Islam ist vermutlich die monotheistischste universal Religion. was es wiederum von einigen anderen unterscheidet, die von der ursprünglichen Lehre abgewichen sind. Man kann den Islam (den es eigentlich immer schon gab) durch Mohammed (sav) als endgültige Korrektur im Glaubenskonzept der Menschheit verstehen. |
Nein, ist er nicht. Ihr glaubt an einen personalen Teufel, das tue ich als Bahá'í nicht. Für mich gibt es nur Gott.
Muslime glauben meistens das Hölle und Himmel materielle Orte seien. Für Bahá'í ist der Himmel die Nähe zu Gott, die Hölle das getrennt sein von Ihm. Warum sollte die Offenbarung Mohammeds die Letzte sein? Hat sich die Welt nach Seinem Hinscheiden nicht mehr verändert? Warum sollte Gott sich nicht mehr offenbaren? Will Er nicht? Kann Er nicht?
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@niceday,
Nach viel Herumgeschwurbel kommst du auf den Punkt:
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| Wer an was anderes Glaubt kann kein Mensch sein. |
Sondern?
Und was ist mit denen wie mir, die an gar nichts glauben?
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| Der Quran ist sozusagen unsere Bedienungsanleitung um unsere Funktion zu begreifen |
Mir scheint, bei dir ist da ein schwerwiegender Programmierfehler unterlaufen.
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| Liegt an der arabischen Grammatik und der Verwendung des Wortes. |
Noch einmal, was ist daran fälschungssicher? Und was soll gefälscht werden?
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| O.K. kreiere ein solches Wort und sprich es aus. Du wirst merken, das es Phonetisch nach allem anderen als Allah klingt. |
Ja natürlich klingt es anders, aber was soll uns das sagen? Irgendwie ist das ziemlich dröge Wortspielerei. Ich finde es ehrlich gesagt etwas sinnlos ein unendliches und perfektes Wesen auf ein solch menschliche und begrenztes Wort zu reduzieren. Das sind einfach nur Wörter, damit wir Menschen Gott erkennen können, sonst nichts.
Ahura Mazda ist auch ein schöner Name für Gott. Ist der nicht "fälschungssicher"?
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| Die Lebensbedingungen und Umstände mögen sich ändern, aber die Menschliche Natur, sein Wesen, seine Bedürfnisse bleiben immer gleich. Oder atmest Du kein Sauerstoff, brauchst keine Nahrung, empfindest weder Hitze noch Kälte, hast nicht mit Emotionen wie Hass, Wut, Neid, Ärger, Liebe etc. zu kämpfen. Von Adam als ersten Menschen bis zum letzen Menschen am Jüngsten Tag bleibt das gleich und wer außer unser Schöpfer kann uns die Rechtleitung um mit all diesen Widrigkeiten klarzukommen. Der Quran ist sozusagen unsere Bedienungsanleitung um unsere Funktion zu begreifen. Wer an was anderes Glaubt kann kein Mensch sein. |
Nein, die Bedürfnisse ändern sich eben, und das in den letzten hundert Jahren sehr stark. Wie passen bitte viele der qur'ánischen Reglungen für das menschliche Zusammenleben in die heutige Zeit? Und warum hat Gott dann nicht gleich Adam den Qur'án gegeben? Der Qur'án sagt eindeutig, das es vor dem Qur'án andere Heilige Bücher gab. Wozu? Weil es andere Zeiten waren, welche einer anderen Botschaft bedurften.
Der jüngste Tag derweil ist schon lange gekommen, dies ist nicht mehr die Erde zu Mohammed Zeit. Etwas krank finde ich, wie du hier Leuten das Menschsein absprichst.
Liebe Grüße, Tobias
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| Islam ist keine "Instant-Religion", welches seinem Gläubigen alles schön redet und Illusionen vorgaukelt. Das hat kein einziger Prophet (auch Jesus nicht) getan. Verständnis kommt nicht zu einem sondern man muss zum Verstndnis gehen. Auch wenn viele gerne einen Weg hätten, wo die Religion ihren persönlichen Neigungen freie Fahrt gewährt. |
Laut Qur'án darf man keinen Unterschied zwischen den Gesandten machen. Du machst das aber trotzdem, warum?
Außerdem tue mal nicht so, als ob viele Muslime sich den Islam nicht so hindrehen wie es ihnen passt...
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Sondern?
Und was ist mit denen wie mir, die an gar nichts glauben? |
Jemand der an nichts Glaubt, ist ein Mensch der die Wahrheiten des Lebens und seine eigene Existenz leugnet (also demnach bist Du nicht existent, also kein Mensch). Auch darüber erzählt der Quran. Diese Option steht dem Menschen natürlich frei - an nichts zu glauben. Ja, sogar jede art von Glauben zu verteufeln welches sich mit einem Schöpferkonzept befasst.
Atheistisches Verhalten ist jedoch (Global betrachtet) die Ausnahme, also nicht die Regel. Weil selbst die "primitivsten" Volksgruppen an eine höhere Macht oder Wesen glauben. Warum ist das so?
Glaubst Du, dass alles Sein und die darin enthaltene menschliche Existenz Zufall ist? [/quote]
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