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@Nasruddin
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| Den Einzigen, den ich persönlich Akzeptiere und auf Dessen Urteile wertlege ist in diesem Thread der Buddha persönlich. |
Dann gehe mal ca 2500 Jahre zurück, viel Vergnügen! Über Deine Arroganz kann ich nur noch *lächeln*
Gruß dennoch!
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>Den Einzigen, den ich persönlich Akzeptiere und auf
> Dessen Urteile wertlege ist in diesem Thread der
> Buddha persönlich.
Das ist einerseits gut und richtig, Nasruddin. Andererseits habe ich das Gefühl, als versuchst Du, den Buddhismus so zu lesen und "hinzukriegen", bis er Dir "passt". Ich glaube aber, das geht nicht. Meiner Meinung nach (und so wurde es mir auch von all meinen Lehrern nahe gebracht), sollte man versuchen, SICH dem Buddhismus anzupassen, bzw. zu versuchen, sich selbst so zu schulen, dass man den Buddhismus leben kann. Und das ist harte Arbeit, ich habe das schon mal geschrieben.
Natürlich kann man die Texte des Buddha im EINZELNEN so lesen, dass Vedanta und Buddha "passen", ja, man kann sie sogar so lesen, dass katholische Kirche und Buddhismus "passen" Aber ich denke, dass man DAS GESAMT der Texte lesen muss, keine einzelnen Texte oder nur Textpassagen. Nur "auszugsweise" lesen und verstehen, ist meiner Erfahrung nach beim Pâli-Buddhismus der Weg, der in die Irre führt. Klar, es gibt Schnittmengen, aber meiner Erfahrung nach sind diese Schnittmengen sehr klein. Vor allem beim Thread-Thema "Nirvana" scheint mir das kaum möglich zu sein, denn wir Menschen des Westens, die wir von Kindheit an auf Begriff wie "Paradies", "Jenseits", usw. hin erzogen sind, können oft noch nicht einmal die Begriffe (!) verstehen, geschweige denn, was dahinter steckt.
Beispiel: "Wiedergeburt". Hier im Westen finden die Menschen den Gedanken an die Wiedergeburt tröstlich, sie finden es toll, wiedergeboren zu werden, sie freuen sich, wiedergeboren zu werden, sie freuen sich auf eine neue (bessere?) Identität. Für einen (Pâli-)Buddhisten aber ist der Gedanke an die Wiedergeburt gar nicht schön, sondern ein trauriger Gedanke. Ein Buddhist will NICHT wiedergeboren werden, sein Ziel ist NICHT, den eigenen Tod zu "überleben", sondern sein Ziel ist es, zu verlöschen.
Und noch mal: Ich rede hier NUR vom Pâli-Buddhismus, dem ursprünglichen Buddhismus. Die andere Schulen kenne ich viel zu wenig, um dazu etwas sagen zu können.
Ich ziehe mich aus diesem Thread raus, nicht weil ich sauer bin, das bin ich nicht. Ich bin auch nicht gekränkt. Ich weiss nur, dass das, was hier versucht wird, unmöglich ist. Ich selbst habe über 10 Jahre die Schriften studiert, habe meditiert, habe Seminare und Schulungen besucht, und habe das, was hier versucht wird, nicht ansatzweise geschafft. Nimmt man ein Meter-Maß, so habe ich vielleicht 1 cm von dem Meter "geschafft". Aber ich bin ja auch kein buddhistischer Lehrer. Meine Lehrerin, heute 69 Jahre alt, eine geborene (!) Buddhistin, versucht seit 69 Jahren, das Nirvana zu verstehen, zu be-greifen, sie versucht, die Zusammenhänge zu "sehen", und selbst sie hat es nur ansatzweise geschafft, sagen wir, sie hat vom dem Meter vielleicht 20 cm geschafft. Das alles zu "raffen", ist einfach eine Nummer zu gross. Jedenfalls für mich.
Liebe Grüsse
PeBu
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Lieber PeBu,
| Zitat: |
| ja, man kann sie sogar so lesen, dass katholische Kirche und Buddhismus "passen" |
Genau. Daran habe ich auch eine ganze Weile "geglaubt". Mittlerweile habe ich gemerkt, dass ich da einem gewaltigem Irrtum aufgesessen bin.
Ich gebe zu, von den christl Anhaftungen Abstand zu nehmen, aber an ihnen zu haften widerstrebt mir, da sie in sich für mich nicht akzeptabel sind. Das christl. Gottesbild in sich stößt bei mir auf Widerstand. Für mich bietet der Buddhismus, soweit wie ich ihn kenne, ein neues Fahrwasser - mit vielen Strudeln, sprich Unbekannten, an. Daher bin ich sehr vorsichtig! und zugegebenerweise unsicher....
Die zunächst wohl angedrohte "Endlosschleife", ja ich finde sie logisch, ja auch eine Chance, aber was kommt da auf meinen Geist zu, der mich "leitet". Dass mein "Ich" nur eine Illusion im ganzen Spiel ist, ok... Ich befürchte eher, dass ich untergründig eine Wut verspüre, auf die Verblendung unserer Religionen, - für mich voran die r.k. Kirche, ein Himmelreich in einem gottesdasein verspricht, was gar nicht vorhanden sein kann, weil es ein menschliches Bild ist... Irgendwie beginne ich eine Verachtung für die Verführungen der Religionen zu empfinden....
Gruß
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Lieber Posi,
ja, ich habe ja das "passen" in "" gesetzt Sie "passen" oberflächlich gesehen, aber im Prinzip werden solche Konstrukte meiner Meinung nach weder dem einen noch dem anderen gerecht.
Ich selbst spüre keine unangenehmen Gefühle gegenüber irgendeiner Religion, sofern sie nicht fanatisch und intolerant ist. Ich selbst bin vom Buddhismus und vom katholischen Christentum sehr geprägt, weil ich beides lange Jahre praktiziert habe. Heute sehe ich mich als "unabhängigen Beinahe-Christen mit buddhistischer Ethik" *ironisch-grins*. Am allerliebsten aber ist mir, wenn ich mir gar kein Etikett umhängen muss, sondern einfach versuche, meinen Weg zu gehen. Dieser Weg ist keine "Mixtur" aus vielem, sondern eher eine Verbindung von all dem, was ich verstanden habe, und was mich im Tiefsten berührt. Der katholische (!) Existenzphilosoph (!) Peter Wust schrieb mal: "Weise ist derjenige, der seinen Blick offen hält für die Tiefen des Lebens." Ich versuche, meinen Blick (und mein Herz) offen zu halten, und auf diese Weise (mühsam! millimeterweise!) "weise" zu werden.
Liebe Grüsse
PeBu
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Lieber PeBu,
ich habe heute angefangen, meinen Weg neu zu "definieren". Eher praktisch, das Intellektuelle steht hinten an.
Meine "Anhaftung" an meine Frau hat mich positiv in diesem Sinne bestärkt... Deine Worte haben tatsächlich in "meinem Geist" gewirbelt....
Nun ist Verdauung angesagt!
Danke!
Gruß!
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