|
|
|
Hallo Nadja,
| Zitat: |
| Natürlich ist mir irgendwo bewusst, dass alles nur aus Zufall entstanden ist und alles einen natürlichen Ursprung hat, dennoch will man sowas nicht gerne wahrhaben. Ich beneide Menschen, die noch anders denken können und etwas haben, an das die festhalten können. Umso unverständlicher finde ich, dass es immernoch Leute gibt die versuchen denen das auszureden oder ihren Glauben schlecht machen wollen - für mich ist das purer Neid und hat nichts mit Realitätsdenken zu tun. Man muss zwar nicht alles im Leben durch eine Rosarote Brille betrachten, in so einem Fall gibt es einem aber einfach Kraft und ich bin auch der Überzeugung, dass sich darüber jeder im Alter nochmal Gedanken machen wird und vermutlich ganz anders darüber denken wird. |
Wenn Du es so betrachtest, ist es nur Wunschdenken von Dir. Du möchtest glauben,
weil es dann leichter wird. Das ist zwar möglich, aber bei einiger intellektueller Ehrlichkeit
wird daraus nichts.
Wenn Dir bewusst ist, dass alles aus Zufall entstanden ist, warum bist Du dann der
Meinung es hätte alles einen natürlichen Ursprung? Baut die Natur denn auf Zufällen auf?
Ich habe hier gerade eine Diskussion mit einem Teilnehmer, der ebenfalls Alles natürlich
begründet sieht und ebendeswegen die Existenz eines 'Zufalls' überhaupt ablehnt...
| Zitat: |
| Es gibt viele Dinge im Leben, die man nicht genau erklären kann und niemals erklären können wird, also warum sollte man ausgerechnet da zu einer Lösung kommen? Es ist natürlich irgendwo verständlicher - dennoch kein Beweis für NICHTS! |
Da gebe ich Dir völlig recht - es gibt keinen objektiven Beweis - weder für Gott noch
für ein Jenseits, eine Seele oder irgendeine [transzendente, oder auch nur immanente]
Gerechtigkeit. Mir scheint es unter dieser Voraussetzung trotzdem besser, so zu leben
als gäbe es diese Dinge - nicht im Sinne der Pascalschen Wette (vgl. Lexikon), sondern
einfach aus der Überlegung, dass ein solches Verhalten für die Allgemeinheit besser ist
|
|
|
|
Liebe Nadja
Ich kann deine Gefühle und Ängste gut nachempfinden. Schliesslich bin ich auch ein Mensch der von Früh auf sich Sorgen und Ängste bereitete, in einem Alter, in dem man sich für sowas noch nicht Gedanken machen sollte. Wie bei dir war das bei mir genau das Gleiche - Die Gedanken. Manchmal bringen mich meine Gedanken selber um weil ich einfach zu viel denke (klingt vllt. komisch ist aber so). Manchmal wünschte auch ich, ich könnte noch ein etwas weniger sorgloses Leben führen.
Zu dieser Sache mit dem Tod; Ich habe mir ebenfalls im Alter von 9-10 Gedanken über den Tod gemacht (wenn nicht schon früher). Immer wieder und es liess mich nicht mehr los. Ich hatte auch oft Angstattacken weil ich damals zu wenig wusste. Damals dachte ich nur "oh mein Gott, der Tod kann man nicht vermeiden und danach kommt nichts mehr". Nun bin ich bald 17 und meine Angst habe ich überwindet, ich habe nur noch Angst vor dem sterben, nicht dem Tod. Aber ob ich meine Angst nur verloren habe weil ich jetzt ein klareres Bild von dem Tod habe, weiss ich nicht wirklich, denke ich aber. Obwohl ich nicht weiss (und niemand sonst auch) was nach dem Tod kommt lassen mich die Vorstellungen über den Tod die schlimme Angst in mir zu begraben. Wenigstens bis ich dann eines Tages wirklich erfahren werde was der Tod ist.
Tut mir leid für die schlechte Antwort, aber fällt mir im Moment grad schwer sowas in verständliche Worte zu fassen
|
|
|