Welche Bedeutung hat das Alte Testament für Christen ?


Teil 2

Also lieber Joshu! Seinen Glauben verliert man nicht, weil einem ein paar Dinge unklar sind! Dann sucht man! Man liest die grossen Mystiker, man redet mit anderen, fragt mich, postet was ins Netz oder betet und meditiert. Denn: der da bittet, dem wird gegeben (frei nach NT). Wir können alle Erkenntnis und Weisheit haben - das ist das Angebot von Gott. Wir müssen nur ehrlich suchen. Tief meditieren, uns frei machen vom Ballast und geduldig sein.

Dann bekommst du jede Antwort, die du willst.

Viele Grüsse,
Andreas
Zitat:
Andreas: Für den Einzug ins Himmelreich entscheidend ist dein Geist zum Todeszeitpunkt. Wenn du die Sünde wider den Geist in dir trägst, schmorst du in der Hölle Wenn nicht, dann ziehst du ins Himmelreich ein, ganz gleich, ob du früher im Leben einmal die Sünde wider den Geist begangen hast. "Wird nicht vergeben werden", heisst, dass man mit dieser Sünde im Herzen nicht ins Himmelreich einziehen kann.


"Der Mensch, der fühlen kann, daß hinter allem Gott steht und in allem seine Liebe wirksam ist, wird ihm einen "Blanko-Scheck" austgellen. Er wird wissen, daß es im Leben nichts gibt, was zufällig wäre. Er wird wissen, daß alles, was in der Welt geschieht, auch dann sinnvoll ist, wenn er den Sinn(noch nicht) begreift. Denn er wird erkannt haben, wie eingeschränkt seine eigene - menschliche - Perspektive ist, aus welcher er das Leben betrachtet. Und er wird gewiss sein, daß Gott immer genau weiß, warum etwas geschieht und gewisse sein, daß alles, was geschieht, von seiner Liebe gelenkt wird. - Er wird dann - mit Recht - überzeugt sein, daß es keine Mächte im "Himmel" oder auf Erden gibt, die ihm etwas aus Willkür antun können, keinen "Zufall", dem er hilflos ausgeliefert wäre. Er wird einsehen, daß selbst das Unangenehme, Schmerzhafte oder Leidvolle, das ihm widerfährt, sinnvoll ist, weil ihn jede Ungemach, jedes "Unglück" Gott näher bringt. "

und

" Wahrheit ist ein Zustand: ein Zustand der Seele". Ein Zustand aber, der die Seele voll erfaßt, ist ein "existentieller" Zustand. Und wie der Mensch in die innere Freiheit hineinwachsen muß, um wirklich frei zu sein, muß er auch in die Wahrheit hinein wachsen, um das sein zu können, was er "in Wahrheit" ist. "

oder

"Die Herrlichkeit Gottes auf Erden ist die Offenbarung des Göttlichen. Die Offenbarung des Göttlichen ist keine Offenbarung in Wort oder in einer "Heiligen Schrift". Seine Offenbarung ist überall, denn seine Herrlichkeit scheint auf Erden wie in den Himmeln, im Kosmos , auf Schritt und Tritt durch. Sie ist die Diaphanie, das Durchscheinen Gottes in der Schöpfung."

denn

"Jesus kommt nicht. Er kommt nicht morgen, er kommt nicht bald, er kommt nicht am "Ende der Welt". Er braucht nicht mehr zu kommen, er ist seit seinem Erdenleben da, unter uns Menschen. Seine "Wiederkunft" ist seit seinem Erdenleben ein permanentes Geschehen. Es hängt nicht von ihm, wann er wiederkommt, er ist immer da. Es hängt vielmehr von dem Menschen ab, wann er seine "Wiederkunft in Macht und Herrlichkeit" erfahren kann."

Quelle: Das Vaterunser - die spirituelle Entwicklung des Menschen - im Lichte des Evangeliums - vor dem Hintergrund der Reinkarnation
und "Anatomie der Seele"


Vergeßt die Hölle, weil der Mensch von Gott alle Chancen bekommt, zum Vater zu gelangen. Jedes Kind, daß eine Schulklasse nicht packt, bekommt eine weitere Chance - Gott gewährt allen seinen Seelen viele Chancen. Und fängt alle auf. Das ist ein liebender Gott.
Ja ... aber ... ich weiss nicht so recht. Scheint mir etwas beliebig.

Was mich an dem Text, den du zitierst wahrscheinlich am meisten stört, ist die Aussage, alles sei von Gott GELENKT.

Das sehe ich schon anders. Gott ist der Schöpfer, und er greift ein, aber er lenkt nicht alles. Denn der Mensch hat einen freien Willen, den er für oder gegen Gottes Willen einsetzen kann.

Oder nicht?
Ich sehe das nicht als beliebig, schon gar nicht, wenn man den ganzen Kontext anschauen kann - es gibt ja daraus nur Passagen.

Wer braucht schon ständig den Begriff "sünde" um die Ohren geklatscht bekommen ?
Wer möchte laufend drohen: wenn du das nicht tust, dann geschieht dir Grausames und Böses - der liebende Gott ?

Wenn Gott Geist ist und der Baumeister des Universums und alles durchdringt - dann ist Gott allmächtig - dann erst verstehe ich Gott als liebenden Gott, der nicht beschädigt wird und auch nie beschädigt werden kann - weil er in Liebe alles betrachtet und für jede Seele Verständnis hat.

Es ist nicht Gott, der straft - es ist der Mensch und warum solltes sündig sein, auf Erden zu sein, wenn Gott es selbst gewollt hat, indem er die Seelen auf die Erde sandte, damit sie ihre Erfahrungen in allen Lagen und bei allen Gelegenheiten machen ?

Natürlich ist es viel kompelxer dargestellt, als ich es hier darstellen kann, aber sinnbildlich habe ich es verstanden.

Und es erfüllt mich mit Freude.

"Das Reich Gottes ist ja kein Reich, das nur auf die Erdsphäre beschränkt wäre. Es ist vielmehr jener Zustand, in welchem jede Wesenheit die Einheit mit allen, mit allem, was es gibt und mit Gott als die innerste und "wirklichste" Wirklichkeit erlebt.

Gottes Reich ist überall dort, wo sein Wille geschieht. Und sein Wille durchwaltet das ganze Universum."


Mir ist eigentlich schon lange klar, woran es manchem an Glauben mangelt nämlich an den Glauben an eine Wirklichkeit, die scheinbar mit der hier realen Welt nicht zu tun zu haben scheint, die Begriffe Engel und Wesenheiten - das alles hat für viele Gläubige einen ungläubigen Beigeschmack und daran scheitert das gesamtheitliche Beglaubnis - aber man droht mit Hölle und lobt mit Himmel oder Jenseits und irgendwie scheint es aber nicht ins Bewußtsein zu dringen, daß es das geben könnte - also wird gedroht mit Keule und wer weiß was noch und dann merkt man, daß da viele Menschen nicht mitgehen wollen/können.

Wer Gott nicht annehmen kann als liebenden, verständnisvollen Gott - der seine Seelen liebt und es der Mensch ist, der etwas erfahren muß.

"Obwohl der Mensch erst nach Absolvierung seiner irdischen Entwicklung zu einem ständigen Bewohner der Himmelswohnungen wird, hat er bereits von der Mitte seiner Entwicklung an die Möglichkeit, jeweils in eine dieser Wohnungen zu gelangen.
Denn die "Wohnungen der Himmel" sind zugleich "Wohnungen der Seele". Es sind jene "Kämmerlein ím Herzen", in welche der Mensch auch auf der Erde, während er also noch in seinem physischen Leib weilt, gelangen kann. Alles, was in den Himmeln ist, ist auch in der Seele des Menschen."
und es geht ja noch weiter: so einfach ist das nun auch nicht.

"Der Mensch durchschreitet in seiner irdischen Gesamtentwicklung, die sich über unzählige Inkarnationen hinzieht, innerlich das Kindesalter und wächst zum Jugendlichen heran. Wenn er also diese umfassende Entwicklung, in welcher er überhaupt erst zum Menschen wird, abschließt, steht er dem inneren Alter nach immer noch im angehenden Erwachsenenalter. Das entspricht 30 bis 35 biologischen Altersjahren des Menschen. Das innere Wachstum braucht eine sehr lange Zeit. Dies ist eine Tatsache, die menschen, welche ihren Mitmenschen bei ihrer Entwicklung beistehen, immer wieder mit Staunen beobachten können.
Hat ein Mensch seine irdische Entwicklung beendet, so beginnt für ihn eine höhere Entwicklung. Diese ermöglichst ihm erst, zu einem wirklich Erwachsenen heranzureifen. Er betritt dann "einen" Himmel, die unterste Sphäre der Himmlischen Ordnung. Dort nimmt für ihn eine neue und neuartige Entwicklung ihren Anfang. usw. "

Natürlich ist es einfach zu sagen, alle Sünder ab in die Hölle, wenn ihr ungezogen ward - und nichts gibt`s mit Rauskommen - ihr schmort ewig und die anderen ab in den Himmel - ihr ward ja immer lieb und artig - das habt ihr verdient - braucht ja nur zu glauben und schon ist alles gut.

Im Hinblick darauf, daß Menschen im Hinduismus und andern Kulturen geboren wurde, ein "herrlicher Zynismus" - "ihr braucht nur artig zu sein und an Jesus zu glauben und schon ist alles gut. Das wäre genauso, als würde man einem Säugling sagen, der kaum aus dem Bauch raus ist: also nun, beeil Dich, die Hochschule wartet - und sei mal ja brav und mache keine Schwierigkeiten - bisschen hochgestapelt - aber nach Meinung mancher Gläubiger sind Fehler, Schwierigkeiten im Leben, inneres Wachsen alles "sündig". Wo hier dann Liebe sein soll, also, ich weiß nicht - das kommt mir eher lieblos vor.

Welche Chance und welche Gerechtigkeit, mit innerem Wissen noch mal einiges korrigieren zu können.

"Sie wissen nur zu gut, daß der Weg zu Gott nicht an einem Tag, nicht in einige Inkarnationen, nicht einmal in der ganzen irdischen Entwicklung zurückzulegen ist. Sie wissen aber auch, daß sie stets bei Gott sind und immer schon bei ihm waren."

Ich lebe hier als Gottes Seele und meine Fehler werde ich ausbügeln, weil ich durch sie im Hier und Jetzt einiges gelernt habe - ich darf mich annehmen in meinem Tun und ich weiß, ich bin immer in der liebenden Hand Gottes.
Liebe Gabriele

Ich versuche das alles zu lesen. Aber bevor ich es lese und dir ausführlich antworten kann, will ich das hier loswerden:

Zitat:
Wer braucht schon ständig den Begriff "sünde" um die Ohren geklatscht bekommen ?
Wer möchte laufend drohen: wenn du das nicht tust, dann geschieht dir Grausames und Böses - der liebende Gott ?


Das ist nicht das Christentum und das ist es schon gar nicht, wie ich es lebe. Ich möchte auch, dass man mir das in Zukunft so nicht mehr verkaufen will.

Und die Beliebigkeit im Sinne von "du kannst tun und lassen was du willst, Gott hat dich lieb und jeder kommt in den Himmel und es gibt keine Sünden, denn alles macht Sinn lehne ich ab.

Ich trenne in Gut und Schlecht. Oder wie würdest du sonst Vergewaltigung, Völkermord usw. nennen? Würdest sagen: "ja das macht schon Sinn, das lenkt Gott in seiner Liebe."?

Bis gleich nochmals,
Andreas
Tut mir leid, ich packe den Text jetzt nicht mehr. Ich bin zu müde...

Aber: Gott straft natürlich auch. Es herrscht schliesslich das Gesetz von Ursache und Wirkung.

Gruss und Gute Nacht.

Hoffentlich denk ich morgen dran zu antworten.

Andreas
Zitat:
Andreas: "ja das macht schon Sinn, das lenkt Gott in seiner Liebe."?


Wir denken menschlich. Gott wird nicht menschlich denken. Kann er gar nicht.
Was wir tun, tun wir, weil wir für anderes noch nicht reif sind. Ein Löwe wird ein Löwe bleiben, er wird das Tier zu seinem Erhalt reißen - er geht mit Aggression vor.

Hat ein Mensch nicht auch noch seine tierischen Triebe, indem er andere Menschen anderer Völker tötet - indem er foltert - seinesgleichen und andere Lebewesen.

Um das zu begreifen, muß man tiefer gehen, aber da, wo es tiefer erklärt wird, hebt man abwehrend die Hände und sagt: das kann nicht sein. Sowas gibt es nicht.

Es ist deshalb meine Überzeugung, daß alle menschlichen Konflikte
ein Ende, ein ziemlich schnelles Ende hätten, wenn wir alle unsere individuelle
Verantwortlichkeit gegenüber unseren Mitmenschen erkennen
würden. Ich bin sicher, gerade diese eine Regel würde das ganze Gewebe
des menschlichen Lebens von oben bis unten durchdringen. Wir würden
als Einzelwesen unsere Zusammengehörigkeit in einer menschlichen
Hierarchie fühlen und begreifen, daß das, was den Einen angeht, alle
angeht, im Guten wie im Schlechten.


quelle: wind des geistes - seite 50

Welche Eigenschaften sind es, die ein menschliches Herz so gütig
machen, daß man das Leid der anderen versteht und mitfühlen kann?
Sympathie und Mitgefühl. Wenn wir leiden, wachsen wir. Nichts
erweicht das Herz so sehr wie eigenes Leid. Aber es stählt auch gleichzeitig
unseren Charakter. Das ist ein seltsames, aber schönes Paradoxon.
Es macht uns stärker. Wer niemals gelitten hat, kann nicht nachfühlen.
Er ist tatsächlich unentwickelt und nur auf sich selbst fixiert.
Wer ist ein großer Mensch? Ein Mensch, der nie gelitten hat oder
jemand, dessen Leiden ihm Stärke, innere Kraft und Vision verliehen hat,
der weiß, was es heißt, zu leiden und darum aufgrund eigener Erfahrung
niemals fähig ist, Leid über andere zu bringen? Sein Herz hat begonnen
zu erwachen. Sein Bewußtsein wird für diese einfachen kosmischen
Wahrheiten wieder aufgeschlossen.


Ich habe auf alle Fragen auch keine Antwort und es ist für mich schmerzvoll, Leidvolles wahrzunehmen. Aber es passiert und es passiert Mio-fach. Wenn alles so einfach wäre, dann bräuchten Menschen nur der "Anleitung zum Glücklichsein" folgen, und es sollte einen wundern, warum sie es nicht tun. Aber wir müssen begreifen,daß die Welt viel komplexer ist und es eben nicht so einfach ist, an einem Tag alle Probleme zu lösen.

Denn überlege mal: alle sagen von heute auf morgen: ich glaube an Jesus und nun bin ich erlöst und Gottes Aufgabe wäre vorbei und alles andere erübrigte sich - dann könnte die Erde ihren Urknall tätigen und weg wäre sie - oder hat jemand gedacht, daß das Paradies auf Erden statt findet und wir uns nur noch unter den Bäumen anfassen und uns die Trauben in die Münder fliegen lassen oder selig wie die Lämmer an den den Händen fassend, den ganzen Tag Lieder singen ?

Was hätte das für einen Sinn ?

Auf eine Antwort wäre ich gespannt.

Gruß
Lieber Joshu,

Zitat:
Die Bibel beinhaltet ja auch das Alte Testament, dass jedoch teilweise völlig im Widerspruch steht mit dem Neuen Testament.


Wie kommst du denn darauf?

Zitat:
Oft sagen Christen, dass das AT das NT "einleitet" bzw. dass das NT das AT "erfüllt". Aber was kann man sich darunter praktisch vorstellen ?


Nun, das ist auch unter christlichen Theologen bis heute umstritten. Allgemein geht man davon aus, dass Jesus eben durch Sein Auftreten das Alte Testament erfüllt hat. Jesus selbst bezieht sich ja immer wieder auf die dortigen Aussagen und interpretiert sie neu.

Zitat:
Jesus sagt, dass er nicht gekommen ist, dass AT aufzulösen. (MT 5,17)


Aber um es zu erfüllen.

Zitat:
Aber an vielen Stellen lehnt er das AT auch ab. (z.B. Steinigung der Ehebrecherin)


Wo lehnt er da das Alte Testament ab? Er interpretiert es neu und das durchaus auf Basis von Aussagen, welche sich schon im Alten Testament finden. In diesem bestimmten Falle erhöht Jesus die Bedingung für jene, welche die Steinigung durchführen wollen (Lev 20,10 und Dtn 17,6-7) und verlangt, dass sie selbst ohne Sünde sein sollen (Joh 8,7). Ein Gedanke den man durchaus als den wahren Kern des Alten Testamentes sehen könnte.

Da es im Christentum aber die Erbsündenlehre gibt (lassen wir mal außen vor ob Jesus das wirklich so wollte) kann kein Mensch ohne Sünde sein und somit kann gar keine Steinigung mehr durchgeführt werden.

Aber mal eine kleine Gegenfrage: Warum wird in Israel oder in anderen jüdischen Gemeinden keine Steinigung mehr durchgeführt?

Zitat:
Was für eine Bedeutung hat somit das AT für den praktischen Glauben eines Christen ?


Das ist wohl sehr unterschiedlich. Auf jeden Fall ist es eine große Ankündigung für Jesus. Evangelikale neigen oft dazu auch große Teile des ATs wörtlich zu nehmen und es für gültig zu erachten. Liberalere Protestanten dagegen sehen es eher als historisches Werk. Über die genaue Position im Katholizismus kann dir sicher Andreas etwas sagen.

Zitat:
Der Gott des AT ist ein jähzorniger, wütender, eifersüchtiger Tyrann. Und dieser Gott soll der gleiche sein wie der im NT, der alles vergibt ung gütig und barmherzig ist?


Dann hast du wohl das Alte Testament nicht verstanden. Kein Jude sieht Gott als jähzornig, wütend und eifersüchtig an. Das geht wohl eher auf christliche Polemik zurück. Dawkins hat dies geschickt aufgegriffen und verzerrt das Alte Testament und das Neue Testament gleich mit. Sich über Fanatiker beschwerend ist er selbst auch einer.

Zitat:
Wie geht ein Christ damit um ? Ich bin der Ansicht, man kann entweder das gesamte AT ablehnen oder das gesamte AT annehmen, aber nicht Teile herauspicken (wie z.B. 10 Gebote).


Du solltest die Stelle mit der Ehebrecherin noch einmal lesen. Da geht es nämlich genau darum. Wie gesagt: Jesus interpretiert das Alte Testament neu und kreiert damit auch teilweise eine neue Botschaft. Daneben darf man nicht vergessen das Jesus mit Seiner neuen Offenbarung das Reich Gottes brachte, also auch jedes einzelne Gebot des Alten Testaments hätte ablehnen können.

Aber nun gut, ich bin kein Christ.

Aber ich glaube so wird das durchaus auch, zumindest in der evangelischen Theologie, dargestellt.
Zitat:
Ein anderer Grund, warum ich heute das Christentum ablehne, ist, daß man es drehen und wenden kann wie man will: Kaum etwas ist eindeutig im Christentum.


Lehnst du dann auch Wissenschaft ab? Dort ist nämlich auch ncihts eindeutig. Es ist doch klar das sich im Christentum verschiedene Lehren entwickelt haben, einfach aufgrund der Zeit und der fortschreitenden Zersplitterung, welche ja schon seit dem Entstehen gegeben war. Was hat das jetzt aber mit der Offenbarung Jesu zutun?

Zitat:
b.) Manche sagen, dass Jesus für alle gestorben ist --> Alle kommen in den Himmel.


Wer sagt das bitte, und wo?

Zitat:
c.) Andere meinen nur Christen kommen in den Himmel (egal ob sie vom Glauben abgefallen sind oder nicht)


Wer sagt das bitte, und wo?

Zitat:
d.) Die Mehrheit meint, dass man in den Himmel kommt wenn man an Jesus glaubt und an die Auferstehung.


Auch das ist nicht richtig. Wo hast du das her?

Zitat:
e.) Jesus selbst, sagt, dass alles vergeben wird ---> man kommt in den Himmel.


Wo steht das so? Sicher ist Gott der Immervergebende, aber das beinhaltet das man ehrlich um Vergebung bittet und seine Strafe trägt. Meistens nennt man diese Strafe Fegefeuer im Christentum.

Zitat:
Also gut und böse verdrehen ? Oder wie ? Oftmals verwischen die Grenzen zwischen gut und böse. Ein Glücksspiel also ?


Ist das wirklich so? Oder versuchen das viele Menschen nur so darzustellen, um machen zu können was sie wollen?

Zitat:
Sicherlich die Theologie profitiert von diesen vielen interpretationsbedürftigen Stellen in der Bibel. Doch wieso "schreibt" ein allmächtiger Gott nicht deutlicher und klarer vor, was der Mensch zu tun und was er zu unterlassen hat. Oder empfindet er Freude daran, wie sich Millionen Menschen vor der Hölle fürchten, nur weil das "Regelwerk" so verworren ist und sie keine Klarheit besitzen.


Gott ist nicht der Autor der Bibel, sondern einige frühe Christen waren dies. Und so verworren ist die Sache nun bei weitem nicht.

Zitat:
Oder soll ich der Meinung folgen, die sagt, es gibt keine Hölle, dass sei nur die selbstgewählte Abwendung von Gott ?


Gottesferne ist die Hölle. Das (sollte zumindest) glaubt der Großteil der Christen, nämlich die Katholiken.


Liebe Grüße, Tobias