Sehr große Angst vor dem Tod


Hallo Leute,
ich bin erst 16 und doch habe ich große Angst vor dem Tod.
Seit dem ich letztens wieder im Planetarium war, wurde mir
erst bewusst, wie klein und unbedeutend unsere Welt, besser
unser Leben ist. In Jahr Milliarden explodieren Sterne und
es bilden sich aus dem Staub Neue. Unser Leben jedoch dauert
nicht mal 100 Jahre. Was für ein gewaltiger Unterschied das
ist merkt man erst durch die beeindruckende Gewalt des riesen
Projektors. Außerdem wurde gesagt, dass die Welt besser unsere
Galaxis in milliarden Jahren mit einer anderen kollidieren
wird.

Jetzt ein paar Tage später habe ich über alles nochmal
nachgedacht und ehrlich gesagt, ich habe fast die ganze letzte
Nacht nur gezittert. Nach der Scheidung meiner Eltern habe
ich nicht mehr wirklich an Gott geglaubt. Ich bin zum Konfer-
mationsunterricht gegangen, habe alles so hingenommen wie es
ist. Auch die Scheidung meiner Eltern habe ich ohne einmal
Tränen zu vergießen hingenommen. Ich habe halt gedacht, dass
es sich nicht ändern lässt, außerdem sehe ich meinen Vater ja
am Wochenende immer. Nur dieses Thema kann ich nicht so lassen,
egal wie hart ich sein will, ich schaffe es nicht!

Nun habe ich aber wie gesagt die ganze Nacht nachgedacht und
ich denke immer noch nach. Kann es wirklich sein, dass alles
nur Zufall ist, wir im Prinzip nichts weiter als intelligente
Insekten sind und halt nach dem Tod nichts mehr da ist? Einfach
garnichts mehr weder ein Gedanke noch Licht, man hört einfach
auf zu existieren?

Ich habe mit einem Freund über dieses Thema gesprochen und
er meint Religion ist nur ein Mittel zum Zweck, da seit die
Menschen leben man sich nicht mit dem Gedanken abfinden kann
endgültig zu sterben.

Aber ist Jesus erfunden? Halten seit 2000 Jahren mehr
als die 2/3 der Weltbevölkerung an einer Lüge fest?
Wenn es Gott bzw. ein Leben nach dem Tod nicht gibt, wozu
ist dann das ganze hier da? Es wäre doch sinnlos zu leben.

Seit dieser Nacht bin ich wieder stärker im Glauben geworden,
habe das erstemal verzweifelt Gebetet. Ich habe viel im Internet
nachgelesen, über Nahtoderfahrungen und so weiter, jedoch
egal welche These mann in welche Richtung auch immer Aufstellt
sie wird von einem anderen Argument wieder zu Kleinholz gemacht.
So wurden die klinisch Toten mit soviel Adrenalin vollgepumptt, dass
sie Halluzinazionen bekommen konnten. Aber wieso bekommen fast
alle leute die selben?

Ist es wirklich so wahrscheinlich, dass sich gerade die Menschen,
die ja in so vielem anders als Tiere handeln, später genau wie Tiere
sterben? Wobei nicht gesagt ist, dass die Tiere nacht ihrem Ableben
nicht auch eine Seele haben und in irgendein Himmelreich "gehen".

Ich habe auch mit meiner Mutter gesprochen und sie ist auch starker
Christ seit der Scheidung geworden. Sie meint Gott hat ihr in vielem
Geholfen, ich hoffe er hilft mir auch bald einmal.

Ich hoffe ihr macht euch die Mühe das durchzulesen und mir wenigstens
ein bisschen meine Angst zu nehmen.

mit freundlichen Grüßen

Daniel!
Lieber Daniel,

Angst geht mit Erfahrung weg - mit Lebenserfahrung nämlich. Voraussetzung dafür ist natürlich, das man sich mit dem beschäftigt, was Angst macht - so wie Du das gerade machst.

Dem Unbekannten kann man auf zwei Wegen begegnen: 1. Durch Wegsehen, 2. Durch Entgegen-gehen. Da es nach dem körperlichen Tod keinen Weg zurück in die materielle Welt gibt ( im Falle der Wiedergeburt nach hinduistischer oder buddhistischer Sicht gibt`im Prinzip auch keinen Weg zurück, weil sich die Wiedergeborenen kaum an ihr früheres Leben erinnern können...), bleibt nur die Beschäftigung mit dem Lehren der Religionen, der Philosophen und der Wissenschaft.

Nach meiner Überzeugung ist der Tod ein Übergang in ein anderes, auf geistiger Ebene stattfindendes Leben. Mit dem Tod streifen wir nur unsere körperliche Hülle ab, leben jedoch weiter. Der Tod ist vergleichbar mit der Geburt: Der Säugling verlässt die Hülle der Mutter um für eine begrenzte Zeit mit eigener Hülle zu leben. Und wenn der Säugling stirbt, egal ob nach der Geburt oder im Alter von 70/80/90 Jahren, so verlässt er nur die eigene Hülle und kleidet sich in das Gewand des Geistes, um auf einer geistigen Ebene weiter zu leben.

Mich macht der Tod, mein eigener, wenn er denn kommt, eher neugierig auf meine dann beginnende Existenz. Für mich hat der Tod seinen "Stachel", seinen Schrecken längst verloren.
Hallo!
Mir gehts ähnlich.
Seit ein paar Tagen kann ich an nichts mehr außer dem Tod denken und das die ganze Zeit. Ich fange an zu weinen, wenn ich daran denke. Wenn ich mal keine Mama und Papa mehr hab, keine Omas und Opas mehr, und diese Menschen vllt. nie mehr, nie mehr wieder sehr.
Auch ist es für mich schwierig an eine Wiedergeburt zu denken, nicht mehr meine Eltern, sondern andere zu haben. Und das Jenseits, irgendwann muss das doch auchd enken. Oder ich kann mir auch nicht vorstellen nichts mehr zu denken, zu sehen...

LG
Dennis
Hallo Dennis & Daniel,

ich denke Thomas hat da völlig recht - das ist eine Sache, mit der man sich irgendwann
mal auseinandersetzen muss - bei den Einen kommt's früher, bei den Anderen später...

Und ich sehe es auch persönlich in etwa ähnlich - eine 'animalische Furcht' vor dem
Sterben haben wohl Alle, aber die existentielle Angst - die gibt sich, wenn man sich mal
wirklich damit auseinandergesetzt hat. Ich bin sehr neugierig - ich habe keine Ahnung
wie's weitergeht, aber ich bin der festen Überzeugung, dass das Gesetz der Natur,
nach dem keine Energie verloren geht, auch im geistigen Bereich seine Gültigkeit hat
Also dieser eine Satz:
"Deine Seele ist Energie und Energie kann laut physikalischem Gesetz nicht verloren gehen, sie ist nur veränderbar"
hat mir sehr geholfen. Ich habe ihn schon vorhin im Forum entdeckt.

Dennis was mir auch geholfen hat ist das Nachdenken.
Überleg mal, wieso sollte sich auf einem Planeten Leben
bilden, wenn es soviele Planeten gibt? Was hätte das Leben
für einen Sinn. Kein Stern oder Planet oder sonstiges hat
Leben gebildet weil es das nicht brauch. Die Erde doch
theoretisch auch nicht. Klar können alle möglichen Gegenargumente
aufgestellt werden, wie zum Beispiel: Die Einzeller haben sich aus
dem Wasser automatisch gebildet, es musste also zwangsläufig
Leben geben. Aber genauso gut sieht man dass auch berühmte
Physiker wie Albert Einstein, Christen waren und an Gott geglaubt
haben. Außerdem sind alle gegen Behauptungen schwächer als die
guten Argumente. Nehmen wir mal an es gäbe noch mehr Leben
auf irgendwelchen Sternen und alles ist aus dem Urknall entstanden.
Aber woher kommt dieser Urknall und was war vorher?
Man kann einfach nicht alles erklären und dass macht das Leben
wunderbar.

Oder vergleiche mal alle Religionen. In 99% der Fälle kann ich dir
Sagen, dass es in ihren Glauben ein Weiterleben nach den Tod
gibt. Das sagt doch, dass da irgendwas vorgefallen sein muss,
dass alle das selbe glauben.

Ich hoffe ich konnte dir damit helfen. Ich selbst habe mir damit
zwar nur wenig geholfen, aber wenigstens etwas.

Edit: Ich denke, dank euch werde ich diese Nacht wieder einigermaßen normal schlafen.
Ich kann Ihre Angst nach fühlen. Nacht wenn ich im Bett liege und über den Tod nachdenke und das was da nach kommt überkommt mich die Angst. Dann denke ich wir sind die einzige Lebensform auf der Erde die weiß dass wir sterblich sind. Man hat uns das wissen bestimmt nicht gegeben um uns zu quälen. Sondern für ein höhrenzweg und eine Schlaftablette
ja dass hoffe ich auch sehr,
nur mein Problem ist, dass ich mich theoretisch
erst in Jahren damit befassen müsste, nur jeden
Abend und jeden Morgen im moment sogar
Tagsüber denke ich an nichts anderes
Ich hoffe das ändert sich wieder. Ich werde dem
nächst mal wieder in die Kirche gehen und ich
hoffe dort ein bisschen mehr bestand zu bekommen.
Danke!
daniel hat folgendes geschrieben:
Nehmen wir mal an es gäbe noch mehr Leben
auf irgendwelchen Sternen und alles ist aus dem Urknall entstanden.


Ein hübscher Dialog fällt mir dazu gerade ein:

Zitat:
Zitat Jodie Foster in Contact:

"Vierhundert Milliarden Sterne sind da draussen - allein in unserer Galaxis.
Wenn von 1 Million dieser Sterne bloss "einer" Planeten hat, ja und wenn.. von einer Million dieser Planeten nur einer Leben hat und wenn von einer Million dieser Planeten nur intelligentes Leben hat... - dann gibt es draussen im All Millionen von Zivilationen."

Zitat:
Matthew McConaughey antwortet daraufhin:

"Wenn nicht, dann wär das... .... - eine ziemliche Platzverschwendung..."

Zitat:
Jodie Foster:

"Amen!"
_________________
Lieben Gruss
Gaby
--
Zitat:
jw MAa.t xai.tw r-HA.t =k
mAa.t r-Hna =k
Hallo!

Also ich muss dazu sagen, dass durch die schriften und prophezeihungen und den aussagen Mohammeds (s.a.w.s) weiss ich ziemlich genau, was nach dem Tod abläuft. (natürlich nicht mit sicherheit, aber im koran sind viele anhaltspunkte darauf und das Buch von Iman Al-Ghazali "Die Kostbare Perle im Wissen des Jenseits" gibt sehr detaillierte Beschreibungen) Somit habe ich die Angst davor verloren, denn du stirbst nicht, in dem sinne dass du dann schläfst, sondern jemand sagte doch mal:
Das leben ist wie ein traum, wenn du stirbst, dann wachst du auf

Ich habe eher davor angst, zu sterben ohne mein Leben sinnvoll gelebt zu haben.
Ich hoffe dass ich alt werde und dann sagen kann, Todesengel, du kannst kommen, ich erwarte dich!

Gruss
_________________
Selbst eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.

-Laotse-
dnake leute,
leider hat sich bei mir weder verbessert noch
verschlechtert
Ich denke den ganzen Tag nach und probiere
es mir vorzustellen. Vor ein paar Tagen konnte
ich noch so unbeschwert leben und jetzt macht mir
nichts mehr Spaß einfach garnix mehr was vorher
spaß gemacht hat, weil ich weiß das alles vergänglich
ist. Obwohl ich weiß das ich mein Leben genießen sollte,
ich kann es leider einfach nicht